Zusätzlicher Wasserspeicher in Bergkirchen soll 2021 fertig sein – in diesem Sommer weitere Zukäufe geplant Spatenstich für neuen Hochbehälter in Kürze

Löhne/Bad Oeynhausen (WB/mcs). In gleich drei Sommern in Folge ist es bereits zu Trinkwasserengpässen im Unteren Werretal gekommen. Um die Versorgungssicherheit künftig auch bei hitzebedingten Spitzenverbräuchen sicherstellen zu können, setzen die Verantwortlichen des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen, zu dem auch Löhne und Bad Oeynhausen gehören, insbesondere auf den Bau eines zusätzlichen Hochbehälters in Bergkirchen.

Der Spatenstich für einen zusätzlichen Hochbehälter in Bergkirchen soll in Kürze erfolgen.
Der Spatenstich für einen zusätzlichen Hochbehälter in Bergkirchen soll in Kürze erfolgen. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

„Die Auftragsvergabe an die Firma Drössler Umwelttechnik aus Siegen ist inzwischen erfolgt“, sagte Bürgermeister Bernd Poggemöller in seiner Funktion als Vorsteher des WBV Am Wiehen. Sobald das Wetter frühlingshafter werde, sei mit dem Baubeginn zu rechnen. Bernd Poggemöller: „Der erste Spatenstich kann unter Umständen schon bald erfolgen.“

Mit dem zusätzlichen Hochbehälter, der ein Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern hat, wird sich die Kapazität am Standort in Bergkirchen mehr als verdoppeln. Der bisherige Hochbehälter fasst 7000 Kubikmeter. Mit der Fertigstellung des neuen Wasserspeichers ist laut Bernd Poggemöller 2021 zu rechnen. Es gelte also, noch einen Sommer ohne die zusätzlichen Wasserreserven über die Runden zu kommen.

Verhandlungen über weitere Zukäufe

„Um die Versorgungssicherheit auch in diesem Sommer sicherstellen zu können, verhandeln wir aktuell über weitere Zukäufe“, sagte Bernd Poggemöller. Es gibt bereits entsprechende Vereinbarungen mit dem WBV Herford-West, dem WBV Wiehengebirge oder auch den Stadtwerken Minden und Porta Westfalica. Wenn das Quecksilber wieder auf sommerliche Werte steige, seien zudem Kampagnen zur Information der Bevölkerung geplant, um Spitzenverbräuche wie im Vorjahr zu vermeiden.

„Wir hatten 2019 eine besondere Situation. Kritisch wurde es an einem Montagabend. Dem vorausgegangen war das lange – und heiße – Wochenende nach Fronleichnam“, sagte Bernd Poggemöller. Um ungezügeltes Gießen und Befüllen von Pools einzugrenzen, sei danach in Teilen des WBV-Gebietes eine ordnungsbehördliche Verordnung in Kraft getreten.

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