Präsentation eines Bewerbers ließ sich zum angestrebten Termin zum Jahreswechsel nicht umsetzen
Grüne suchen weiterhin Bürgermeister-Kandidaten

Bad Oeynhausen (WB/cb). „Wir werden weiter alles daran setzen, einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zu haben. Garantieren kann ich es natürlich nicht.“ So beschreibt Thomas Fritz, Ortsverbandsvorsitzender der Grünen in Bad Oeynhausen, den aktuellen Stand der Suche nach einer Frau oder einem Mann, die/der für die grüne Partei dieses Jahr ins Rennen um den Chefposten im Rathaus gehen soll. Thomas Fritz: „Und wir wollen nicht irgendeinen grünen Kandidaten, sondern einen richtig guten Kandidaten für die Grünen.“

Montag, 06.01.2020, 10:41 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 10:44 Uhr
Ortsverbandsvorsitzender Thomas Fritz (rechts) und Fraktionschef Volker Brand waren im November Gast in der WESTFALEN-BLATT-Redaktion für ein Interview. Foto: WB-Archiv/Mukherjee

Unter dem Eindruck des Stadtergebnisses bei der Europawahl im Frühjahr (21,6 Prozent) hatten die Grünen im Sommer vergangenen Jahres erklärt, zum Jahreswechsel ihren Bürgermeister-Kandidaten präsentieren zu wollen . Fritz räumt ein: „Das hat nicht geklappt.“ In diesem Punkt sei man zu euphorisch gewesen. Im Sommer habe es vielversprechende Gespräche mit einem geeigneten Kandidaten geben, der im Herbst aber von diesen Plänen Abstand genommen habe. Dennoch gehe er, ebenso wie Fraktionschef Volker Brand, davon aus, dass es einen grünen Bürgermeister-Kandidaten geben wird.

Möglich sei sowohl, dass es ein externer Bewerber sei, als auch jemand aus den eigenen Reihen. Mit der Aussage, einen eigenen Kandidaten aufstellen zu wollen, hatten sich die Grünen quasi auch aus dem früheren Fünfer-Bündnis im Bad Oeynhausener Stadtrat mit SPD, BBO, UW und Linken verabschiedet. Es unterstützt erneut Amtsinhaber Achim Wilmsmeier (SPD). Formal hat es nie eine Aufhebung des Bündnisses gegeben.

Keine Mehrheit für Interessenten als Kandidaten

Auch über eine Fachzeitschrift für alternative Kommunalpolitik hatten die Bad Oeynhausener Grünen im Spätsommer nach einem Kandidaten gesucht. Ohne Erfolg. Aus dem Umfeld Bad Oeynhausens hatten sich nach Informationen dieser Zeitung unabhängig davon aber zwei Personen für eine Kandidatur interessiert. Eine hatte sich im November auch auf Ebene des Ortsverbandes vorgestellt.

Im Dezember hatte sich bei einer Abstimmung des Ortsverbandes jedoch mit eindeutigem Ergebnis keine Mehrheit für diesen Interessenten als Kandidaten gefunden. Darüber sei der informiert worden. In absehbarer Zeit soll sich der weitere Interessent ebenso vorstellen. Einen Termin dafür nennt Thomas Fritz nicht, ebenso wenig einen für die öffentliche Präsentation eines Kandidaten. Den Fehler wolle man nicht wiederholen. Fritz selbst will nicht kandidieren.

Öffentlicher Druck, der mit der Kandidatur verbunden ist, für Bewerber zu hoch

Dass es schwieriger als erwartet ist, einen geeigneten Kandidaten zu finden, liegt für Thomas Fritz auch daran, „dass manchen, die interessiert sind, der öffentliche Druck, der mit einer Kandidatur und dem Amt verbunden wäre, zu groß ist. Auch für das persönliche Umfeld, die Familie.“

Sicher spiele in einigen Fällen auch die Frage eine Rolle, ob und wie man nach einer Wahl auf Zeit und bei einer ausbleibenden Wiederwahl in den angestammten Beruf zurückkehren könne. Fraktionschef Volker Brand meint ergänzend: „Auch die jetzt wieder mögliche Stichwahl hat die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten verändert.“

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