Junge, Junge: 15 Stunden nach Silvesterbaby Milad wird am Neujahrstag Arvin im Krankenhaus Bad Oeynhausen geboren
Hallo, Welt!

Bad Oeynhausen (WB). Arvin quäkt leise vor sich hin. Die Augen sind geschlossen, den Kopf kann der Kleine aber schon ein wenig in Richtung seiner Mutter drehen. Bei Mama ist es eben am schönsten – und dort fühlt sich der Nachwuchs sicher und geborgen. Arvin ist das erste Baby, das im neuen Jahr in der Frauenklinik am Krankenhaus Bad Oeynhausen zur Welt gekommen ist. Um 3.54 Uhr hat Arvin im Kreißsaal erstmals herzhaft und deutlich vernehmbar geschrien, wenig später liegt er erschöpft neben seiner stolzen Mutter Isabella Tissen.

Donnerstag, 02.01.2020, 06:30 Uhr
Erst mal kräftig gähnen: Arvin fühlt sich bei seiner Mutter Isabella Tissen sehr wohl. Das freut auch Oberarzt Frank Jonas. Foto: Dominik Rose
Schlafen tut gut: Sharifa Hagizada und Firuz Salehi haben nach drei Mädchen jetzt einen Jungen bekommen – Silvesterbaby Milad. Foto: Dominik Rose

Schlafen tut gut: Sharifa Hagizada und Firuz Salehi haben nach drei Mädchen jetzt einen Jungen bekommen – Silvesterbaby Milad. Foto: Dominik Rose

14 Stunden und 59 Minuten zuvor hatte bereits das Silvesterbaby das Licht des Kreißsaals und der Welt erblickt: Es heißt Milad Salehi. Beiden Neugeborenen und ihren Mamis geht es gut. Das freut natürlich auch Oberarzt Frank Jonas, der bei beiden Geburten dabei war.

Der 62-Jährige ist zudem mit der Jahresbilanz der Station sehr zufrieden: 2019 gab es 633 Geburten. Ein Jahr zuvor waren es 620. Der neue Hebammenkreißsaal, den es seit dem 15. Dezember 2018 gibt, sei gut angenommen worden. „Im vergangenen Jahr hatten wir dafür 131 Anmeldungen“, berichtet der Mediziner.

Das Neujahrsbaby

Bei Isabella Tissen ging alles ganz zügig. Um 2 Uhr nachts brachte ihr Vater sie mit heftigen Wehen ins Krankenhaus. Knapp zwei Stunden später hielt die 28-jährige Bad Oeynhausenerin ihren Sohn Arvin in den Armen. „Ich hatte schon seit 10 Uhr morgens Wehen“, sagt die jetzt zweifache Mutter. Ihre Tochter Amaya war vor knapp zwei Jahren in Herford zur Welt gekommen. Trotz der Schmerzen hatten sie und ihr Mann am Silvesterabend noch Freunde daheim zu Gast: „Wir hatten noch nicht mit der Geburt gerechnet.“

Das sah Arvin offenbar anders. Die Geburt lief wie am Schnürchen. Das bestätigt auch der Oberarzt: „Als Frau Tissen hier eintraf, war die Geburt weit fortgeschritten. Alles hat sehr gut und pro­blemlos geklappt.“

Mit Hebamme Kimberly Ehrhardt an ihrer Seite brachte Isabella Tissen ihren Sohn um 3.54 Uhr zur Welt. Der Kleine ist 50 Zentimeter lang, hat einen Kopfumfang von 34,5 Zentimetern und wiegt 3420 Gramm. Das Andocken und Trinken an der Brust klappte ebenfalls direkt. Arvins Papa heißt Udes Nagasinghe Arachchige.

Isabella Tissen arbeitet selbst auch am Krankenhaus Bad Oeynhausen – als Schwester auf der Intensivstation. Daher hat sie ihr erstes Kind auch in Herford entbunden. „Ich wollte nicht, dass mich die Kolleginnen schreien hören!“ Diesmal konnte sie darauf keinen Einfluss mehr nehmen. Es musste das nächstgelegene Krankenhaus sein.

Und Oberarzt Frank Jonas war bereits bei Isabella Tissens Geburt am 10. September 1991 im Dienst und dabei. „Ich bin seit 1983 hier. Da passiert es jetzt häufiger, dass ich bei einem Neugeborenen gesagt bekomme, dass ich schon die Mutter zur Welt gebracht habe“, stellt der Experte fest.

Das Silvesterbaby

Auch Sharifa Hagizada und Firuz Salehi sind glücklich. Milad ist ihr viertes Kind. Das Paar hat bereits drei Töchter. Milads Geburt verlief ebenfalls komplikationslos. Als Geburtszeit ist 11.55 Uhr vermerkt. Milad bringt 3990 Gramm auf die Waage. Er ist 55 Zentimeter lang und hat einen Kopfumfang von 32 Zentimetern. Sharifa Hagizada hofft, dass sie bald wieder nach Hause kann – das sieht auch Isabella Tissen im Bett gegenüber so.

Frank Jonas: „Bei unkomplizierten Geburten bleiben die Mütter und Babys in der Regel höchstens noch drei Tage bei uns.“ Zuhause ist es halt doch am schönsten, auch wenn das Team der Frauenklinik in den Schichten zum Jahreswechsel wieder alles gegeben hat, damit sich die Mamis und ihre Kleinen bei ihnen auf Station 16 wohlfühlen.

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