Bürgermeister kündigt Maßnahmen für Mindener Straße/Kanalstraße in Bad Oeynhausen an
„Der Verkehr soll langsamer fließen“

Bad Oeynhausen (WB/mcs).  Wie sollte es anders sein: Beim inzwischen traditionellen Jahresabschlussgespräch mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier hat auch diesmal die bisherige und künftige Entwicklung im Bereich der Mindener Straße/Kanalstraße größeren Raum eingenommen.

Dienstag, 17.12.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 07:50 Uhr
Bei einem Jahresabschlussgespräch hat Bürgermeister Achim Wilmsmeier am Montag sowohl Bilanz gezogen als auch seinen Blick in die Zukunft gerichtet. Foto: Malte Samtenschnieder

Ortsdurchfahrt

Wenn wir 2020 Eigentümer der im Rahmen des Rückstufungsverfahren vereinbarten Teile der Ortsdurchfahrt sind, werden wir dort kurzfristig etwas tun “, sagte Achim Wilmsmeier. In Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW sollten beispielsweise die Ampelschaltungen geändert werden.

Auch sei es denkbar, Barrieren zu errichten oder spezielle Bereiche aufzumalen. „Beispielsweise Bus- oder Fahrradspuren“, erläuterte der Bürgermeister. Mit entsprechenden Vorschlägen, die derzeit im Technischen Rathaus erarbeitet würden, solle sich der Ausschuss für Stadtentwicklung möglichst bereits bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr befassen.

Das Ziel aller Maßnahmen ist es laut Achim Wilmsmeier, den Verkehr auf der Ortsdurchfahrt zu verlangsamen und die Route somit für den Verkehr unattraktiv zu machen. Dass die Fahrzeugzahlen auf der Mindener Straße/Kanalstraße aktuell zu Spitzenzeiten höher seien als vor der Freigabe der Nordumgehung verwundere ihn nicht. Achim Wilmsmeier: „Früher hatten wir es mit stehendem Verkehr zu tun, jetzt fließt es. Dadurch sind mehr Autos unterwegs.“

Dass ein Verkehrsplaner vor diesem Hintergrund von Kreiseln auf der Mindener Straße/Kanalstraße abrate, könne er so nicht uneingeschränkt teilen. „Ich habe mich noch nicht gänzlich von den Kreiseln verabschiedet. Ich habe aber erfahren, dass es auch durch intelligente Ampelschaltungen möglich ist, den Verkehr in den Griff zu bekommen.“

Während diese Maßnahmen kurzfristig greifen sollen, geht Achim Wilmsmeier davon aus, dass mit der baulichen Umgestaltung der Ortsdurchfahrt wohl erst 2021 begonnen wird. Als ein zentrales Element gilt nach wie vor der Radschnellweg RS3 von Herford nach Minden. „Über die Linienführung im Bereich Bad Oeynhausen/Löhne wurde inzwischen Einigkeit erzielt, sie ist aber noch von den zuständigen Gremien zu beschließen“, sagte der Bürgermeister.

Kombibad im Siel

Als weiteres wichtiges Bauprojekt in der näheren Zukunft kam beim Jahresabschlussgespräch das Kombibad im Siel auf den Tisch. „Ich hätte mir gewünscht, dass sich diejenigen, die jetzt die Pläne kritisieren und Verbesserungen vorschlagen, frühzeitiger mit ihren Ideen eingebracht hätten“, sagte Achim Wilmsmeier. Er halte die jüngst auf den Weg gebrachten Pläne für eine sehr gute Maßnahme. Es sei sinnvoll, das in die Jahre gekommene Freibad parallel zum Hallenbad-Neubau zu sanieren und Synergien zu nutzen.

Die Kritik am den vorgesehenen Baumfällmaßnahmen sei nachvollziehbar. „Wir sind mit diesem Thema aber sehr vorsichtig umgegangen und haben uns auch Gedanken zur Nachhaltigkeit gemacht“, betonte der Bürgermeister. So sehe die Planung doppelt so viele Kompensationsmaßnahmen vor wie vorgeschrieben.

Hallenbad Rehme

Noch keine Entscheidung gebe es darüber, ob das wegen gravierender Schäden seit einigen Wochen geschlossene Hallenbad Rehme kurzfristig wieder geöffnet werden könne. Derzeit untersuchten Gutachter das Gebäude. Mit ihren Ergebnissen sei frühestens Anfang 2020 zu rechnen.

„Wir werden aber alles versuchen, um mit dem Bad über die nächsten zwei Jahre zu kommen“, sagte Achim Wilmsmeier. Zur Instandsetzung von Dach, Elektrik und Wassereintritten sei er aber nicht um jeden Preis bereit. Der Bürgermeister: „Sollte es sich um eine sechsstellige Summe handeln, wäre sicherlich irgendwann eine Schmerzgrenze erreicht.“

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