Stadtsportverband will Event nach Bad Oeynhausen holen – Gespräch mit Agentur laufen Biathlon in der Kurstadt als Besuchermagnet

Bad Oeynhausen (WB). Nach dem Blindenfußball-Länderspiel 2016 möchte Hans Milberg, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, ein weiteres Sport-Event nach Bad Oeynhausen holen. Die »Biathlon Tour« soll 2020 hier Station machen. Ein Treffen gibt es an diesem Donnerstag.

Von Rajkumar Mukherjee
Hans Milberg, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, ist mit den Organisatoren der bundesweiten »Biathlon Tour« im Gespräch. Ziel soll es sein, einen Sommerbiathlon in Bad Oeynhausen 2020 zu veranstalten und damit Besucher anzuziehen.
Hans Milberg, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, ist mit den Organisatoren der bundesweiten »Biathlon Tour« im Gespräch. Ziel soll es sein, einen Sommerbiathlon in Bad Oeynhausen 2020 zu veranstalten und damit Besucher anzuziehen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Ausrichter der »Biathlon Tour« ist Martin Bremer, Inhaber der inMOTION Agentur & Verlag e.K. mit Sitz in Remagen. Er ist bekannt als Ideengeber und Mitorganisator des »Biathlons auf Schalke«. Seit 2017 organisiert er die »Biathlon Tour«, die in jeder Saison in bis zu 40 Städten zu Gast ist. Bisher gab es 170 Biathlon-Veranstaltungen in Deutschland. Knapp 40 Austragungsorte sind es in der laufenden Saison 2019/2020: Dazu gehören der dritte City-Biathlon in Holzminden (bereits am 27. Oktober ausgetragen) sowie das Event im Südring-Center Paderborn (am 15./16. November) und die Biathlon-Stadtmeisterschaft in Lemgo (am 11. Januar 2020).

»Ich habe mich schon länger mit der Idee eines Sommerbiathlons in Bad Oeynhausen beschäftigt«, sagt Hans Milberg (72), der von 2003 bis 2009 Sprecher bei Arminia Bielefeld war. Sein Bezug zum Sommerbiathlon geht auf den legendären Schalke-Manager Rudi Assauer zurück. »Ich hatte einen freundschaftlichen Kontakt zu Rudi. Er hat mich auch zum ›Biathlon auf Schalke‹ eingeladen«, sagt Hans Milberg.

Kooperation mit dem Werre-Park geplant

Auf spürbares Interesse mit seiner Idee sei er bei Torben Schultz, Center-Manager im Werre-Park, gestoßen: mit dem Vorschlag, im nächsten Jahr ein Sommerbiathlon auf dem Gelände des Einkaufscenters oder im Center selbst zu veranstalten. Den Kontakt zu Hans Milberg hat Torben Schultz auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTS am Mittwoch bestätigt. »Eine solche Veranstaltung ist grundsätzlich im Werre-Park denkbar«, sagt er. Nach Informationen dieser Zeitung sei für diesen Donnerstag sogar ein Treffen vereinbart, an dem Hans Milberg, Martin Bremer und die Center-Leitung teilnehmen wollen.

Wie sich eine Biathlon-Veranstaltung entwickeln kann, zeige das Event in Holzminden, sagt Martin Bremer. »Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was man innerhalb einer Stadt erreichen kann, wenn alle einem Strang ziehen. Vom Veranstalter, über das Stadtmarketing bis hin zu den Teilnehmern«, fügt Martin Bremer hinzu.

Mehrere Möglichkeiten gibt es für die Ausführung eines Sommerbiathlons, denkbar als Staffel-Stadtturnier und Mitmach-Event für Spontane: mit Rollski- und Schießwettbewerb, einem Lauf- und Schießwettbewerb – oder, wie Martin Bremer für eine mögliche Premiere in Bad Oeynhausen vorschlagen würde – mit Thoraxtrainern statt einer Laufstrecke.

Schauort Innenstadt soll Besucher locken

Dabei handelt es sich um Kardio-Trainingsgeräte, bei denen man – anders als bei Crosstrainern im Fitness-Studio – die Oberkörper und die Arme schwingt. »Ein Roll-Skilanglauf würde sich für die begrenzte Fläche im Werre-Park übrigens nicht eignen, zumal bei der Premiere. Und bei den Thoraxtrainern könnte der Mitmach-Effekt größer sein«, sagt Martin Bremer.

Seiner Erfahrung nach könnte es dann ein, zwei Saisons dauern, bis sich die Veranstaltung etabliert habe. »Dann haben wir es schon erlebt, dass die Veranstaltung in die Innenstadt verlegt wird, weil sie dort Besucher anzieht«, sagt Martin Bremer.

Stadtverwaltung ist für Gespräche offen

»Die Stadt braucht solche Veranstaltungen«, sagt Hans Milberg. In einem nächsten Schritt will er auch Sponsoren für das Event gewinnen. Derzeit arbeite er in seiner Funktion als SSV-Vorsitzender an einem Masterplan Sport, der Marketing-Aspekte beinhalten soll. Für die Zukunft wünscht er sich einen Austausch mit der neu geschaffenen Stelle Stadtmarketing. Wie berichtet, zeichnet dafür Irina-Jasmin Hanke seit dem 1. September verantwortlich.

Dass die Stadt offen für Gespräche ist, sagte Kerstin Vornheder, Leiterin des Stabsbereichs I (Bürgermeister- und Ratsbüro): »Wir würden einen Dialog mit dem Stadtsportverband, der Agentur und weiteren Partnern begrüßen, um über mögliche Rahmenbedingungen zu sprechen.«

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