Bernhard Sprute stellt in der Auferstehungskirche seine Werke aus – Eröffnung an diesem Sonntag
Tierisch gute Vorbilder für den Menschen

Bad Oeynhausen (WB). Etwas bewegt sich in der Gesellschaft. Gleichzeitig ist auch die Tierwelt in Aufruhr. Eine Stimmung, die Bernhard Sprute künstlerisch festgehalten hat. Unter dem Titel »Unruhige Tiere – unruhige Pflanzen« stellt der Bad Oeynhausener Künstler plastische Werke und Motive auf Leinwand in der Auferstehungskirche aus. Die Eröffnung der Ausstellung ist an diesem Sonntag.

Sonntag, 03.11.2019, 08:23 Uhr aktualisiert: 03.11.2019, 08:40 Uhr
Hartmut Birkelbach, Pfarrer für Kulturarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho (links), freut sich, dass Künstler Bernhard Sprute in der Auferstehungskirche an diesem Sonntag seine Ausstellung »Unruhige Tiere – unruhige Pflanzen« eröffnet. Foto: Lydia Böhne

Schon vor Betreten der Auferstehungskirche können aufmerksame Besucher das erste Kunstwerk wahrnehmen. Sie müssen dafür den Blick nur ein wenig heben. Am Mauerwerk über dem Eingangsbereich ist in etwa sechs Metern Höhe eine Plastik in Form eines bunten Fisches angebracht. Passend als Symbol des Christentums, aber auch als Vereinigung der Elemente.

»Durch die Höhe haben wir den Himmel, und durch Stein und Fisch eine Assoziation des Harten und des Fließenden«, erläutert Sprute. Seine wetterfesten Plastiken, denen gängiger Autolack ihr farbenfrohes Erscheinungsbild verleiht, stehen unter dem Titel »Wie gemalt«.

»Schlafende Tiere« von Bernhard Sprute

Farben spielen auch im Innern der Kirche eine Rolle. Sofort fällt ein 1,20 mal 1,20 Meter großes Bild, das sich aus vier Leinwänden zusammensetzt, durch seine rote Farbgebung ins Auge. Entsprechend des Titels »Schlafende Tiere« zeigt es schlafende Tauben, Schlangen, Enten und Wespen. In Kontrast zu den ruhenden Tieren, die ihre typischen Schlaf-Positionen eingenommen haben, steht der unruhige Untergrund.

Diesen hat der Künstler mit den Fingern gestaltet und so zufällige Bewegungslinien geschaffen. Die Umrisse der Tiere sind in der direkten Verwendung der Farbtuben entstanden. »Die Öffnung der Tube gibt die Strichstärke vor und die Technik sorgt gleichzeitig für eine gewisse Zufälligkeit, da mal mehr und mal weniger Farbe herausgedrückt wird«, erläutert Bernhard Sprute .

»Die unruhigen Tiere stehen für die Gesellschaft«

In direkter Nachbarschaft hängt der nächste Blickfang: ein Triptychon auf zwei mal zwei Metern, das für die Ausstellung entstanden ist und erstmals öffentlich gezeigt wird. Zu sehen sind zahlreiche, ineinander verwobene Tiere, die ihre Mäuler aufreißen und scheinbar miteinander kommunizieren. »Die unruhigen Tiere stehen für die Gesellschaft«, berichtet der Künstler.

In der Kommunikation verbirgt sich oftmals der Schlüssel für viele Probleme. »Wir können viel von den Tieren, die uns überlegen sind, lernen«, ist sich Sprute sicher – selbst von den oftmals unbeliebten Tieren.

Der Glaube an die Einheit von Mensch und Tier als kirchlicher Gedanke

Das Bild »Selbst mit Ratte« zeigt den Künstler ebenbürtig mit einer Ratte. »Es ist wichtig, sich auf die Weite, den Reichtum und die Bedrohung von Gottes Schöpfung zu besinnen«, fügt Hartmut Birkelbach, Pfarrer für Kulturarbeit, hinzu. Der Glaube an die Einheit von Mensch und Tier sei auch ein kirchlicher Gedanke.

Die Eröffnung ist an diesem Sonntag. Der thematisch auf die Ausstellung ausgerichtete Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Anschließend gibt es einen Empfang, bei dem Sprute über seine Werke spricht. Begehbar ist die Ausstellung täglich von 9 bis 18 Uhr, und zwar bis Freitag, 8. Dezember.

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