Anwohner kommen wegen Bauarbeiten an der Paul-Baehr-Straße in Bad Oeynhausen bald nicht mehr auf Hof
Stadt ermöglicht kostenloses Parken

Bad Oeynhausen (WB). Der neue Ärger aufgrund der Bauarbeiten im zweiten Abschnitt der Innenstadtsanierung ist diesmal nur kurz bei Anwohnern, nun im Haus Klosterstraße 22, zu spüren gewesen. Vermutlich von Montag an können sie mit ihren Autos etwa zwei Wochen lang nicht mehr auf den rückwärtigen Hof. Für freies Parken sorgt die Stadt nun an anderer Stelle.

Freitag, 02.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 08:22 Uhr
Die Pflasterarbeiten in der Paul-Baehr-Straße reichen bis zur rückwärtigen Hofeinfahrt des Hauses Klosterstraße 22. Vermutlich von Montag an soll der Bereich in Richtung Portastraße ausgeweitet werden – dann wäre die Ein- und Ausfahrt dicht. Foto: Rajkumar Mukherjee

Im Fall der Anwohner aus dem Gebäude Klosterstraße 22 geht es um den Innenhof, der nur von der Paul-Baehr-Straße aus zu erreichen ist: Entweder aus Richtung Bahnhofstraße oder über die Portastraße. Weil aber die Bauarbeiten im Zuge der Innenstadtsanierung vor drei Wochen in der Paul-Baehr-Straße weitergingen, rückt dort die Baustelle näher an die Hofeinfahrt zum Gebäude Klosterstraße 22. Derzeit ist nur der Abschnitt der Paul-Baehr-Straße zwischen Bahnhofstraße und der Hofeinfahrt eine Baustelle.

Ausnahmeregelung

Vor drei Wochen hat die Firma Rasche mit den Pflasterarbeiten in der Paul-Baehr-Straße, von der Bahnhofstraße aus, begonnen.

Vor drei Wochen hat die Firma Rasche mit den Pflasterarbeiten in der Paul-Baehr-Straße, von der Bahnhofstraße aus, begonnen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Mit dem Angebot der Stadt für freies Parken an der Bahnhofstraße ist Anwohnern wie Marie-Luise Schmid-Culemann geholfen, wie sie am Donnerstag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT betont. »Genau das wollten wir, ein kleines Stück Papier, das uns das Parken an anderer Stelle erlaubt.« Noch am Mittwoch habe sie dagegen davon ausgehen müssen, von spätestens Montag an auf Parkplatzsuche zu gehen – und das in der Innenstadt mit rar gesäten Parkplätzen. Zudem sei ihr und anderen Betroffenen am Mittwoch von der Stadt geraten worden, stattdessen auf dem Lehrerparkplatz der Grundschule Altstadt zu parken. »Da ist aber alles dicht«, sagt sie. Nun dürfen Marie-Luise Schmid-Culemann und die weiteren Anwohner aus der Klosterstraße 22 mit einem Sonderparkausweis an der Bahnhofstraße parken.

Die Regelung bestätigt Volker Müller-Ulrich. »Es wird eine Ausnahmegenehmigung für das Parken geben. Und zwar dort, wo ansonsten Parkscheine gezogen oder Parkscheiben hinter die Windschutzscheibe gelegt werden müssen«, sagt Volker Müller-Ulrich.

Die Anwohner der betroffenen Grundstücke dürfen Sonderparkscheine beantragen und voraussichtlich bis Mitte oder Ende September befristet nutzen. Das sei auch mit dem Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt am Donnerstag besprochen worden. Dazu müssen die betroffenen Anwohner ihre Personalien sowie beispielsweise ihre Fahrzeugnummern der Stadt mitteilen. Zu diesem Vorgehen habe die Stadt am Donnerstag auch Informationszettel in der Innenstadt verteilt.

Händlerin kritisiert verspätete Informationen

Genau das sei aus Sicht von Irina Jacke, die ein Geschäft im Haus Klosterstraße 22 betreibt, erneut nicht rechtzeitig. »Wir werden regelmäßig zu spät von der Stadt über den aktuellen Stand informiert«, sagt sie. Teilweise erhalte sie Informationen eher von den Mitarbeitern der ausführenden Firma Rasche. Diesbezüglich verweist die Stadt auf den Infopoint Stadtentwicklung in den Königshofkolonnaden, in dem sich Bürger, Anwohner und Händler über den Baufortschritt sowie Änderungen informieren können.

Wie berichtet, hatte im Juli schon der Beginn der Bauarbeiten im zweiten Abschnitt der Innenstadtsanierung für Kritik gesorgt. Die Anlieger seien aus Sicht von Irina Jacke nicht über eine spontane Änderung im Ablauf informiert worden: Statt am Schweinebrunnen hatten die Mitarbeiter der Firma Rasche an der Paul-Baehr-Straße, auf Höhe der Deutschen-Bank-Filiale, begonnen.

Diesbezüglich hat die Stadt nochmals am Donnerstag betont, dass es im Ermessen der ausführenden Firma liege, etwa aus Gründen des wirtschaftlichen Arbeitens, den Ablaufplan für den zweiten Abschnitt anzupassen.

Infopoint

Fragen zur Umgestaltung der Fußgängerzone können Bürger im Infopoint Stadtentwicklung in den Königshofkolonnaden stellen. Neben konkreten Informationen zu den laufenden Bauarbeiten in der Paul-Baehr-Straße und später rund um den Schweinebrunnen gibt es dort auch Informationen zu anderen Projekten im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), teilt Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich mit. Damit sollen lokale Akteure wie die Bürger, Anwohner, Handel- und Gewerbetreibende sowie die Politik eingebunden werden. Mitarbeiter der Bereiche Stadtentwicklung und Infrastrukturmanagement, der Stadtwerke und der Firma Complan, mit der die Stadt im Bereich des ISEK zusammenarbeitet, werden das Büro zu unterschiedlichen Zeiten besetzen. Der Infopoint ist montags von 9 bis 13 Uhr, mittwochs von 13 bis 17 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 geöffnet. Für montags und freitags ist eine Terminvereinbarung unter Telefon 05731/142102 möglich.

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