Kreuz Bad Oeynhausen: Provisorium an Fugen soll zum Ferienbeginn fertig sein
Sanierung an der A2 wird verschoben

Bad Oeynhausen (WB). Die provisorischen Arbeiten an den Fugen im Bereich der A2-Weserflutbrücke sollen am Freitag pünktlich zum Ferienbeginn abgeschlossen werden. Ob die geplante Fugen-Sanierung im Kreuz Bad Oeynhausen aber noch im Herbst oder erst im Frühjahr 2020 beginnt, steht derzeit noch nicht fest.

Dienstag, 09.07.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 08:30 Uhr
Im Juni sind bei einer Begehung die Schäden am Füllmaterial einer betroffenen Fuge genau begutachtet worden.

Der Grund dafür sind Bauarbeiten im Bereich der A2-Anschlussstelle Porta Westfalica. In zwei Bauabschnitten soll hier die Brücke über der A2 bis Ende Oktober, Anfang November grundsaniert werden, teilt Achim Schickentanz von der Abteilung Brückenbau der Autobahnniederlassung Hamm des Landesbetriebs Straßen NRW auf Anfrage mit. Während der Sanierung der Brücke bei Porta Westfalica wird eine Umleitungsstrecke auch über das Kreuz Bad Oeynhausen ausgeschildert – und das könnte zu zusätzlichen Verkehrsproblemen führen. Deshalb habe die Bezirksregierung in Detmold darauf bestanden, die grundlegende Sanierung der Fugen an der Weserflutbrücke zeitlich von der Maßnahme in Porta Westfalica zu trennen.

Abstimmung mit Arbeiten in Porta Westfalica

In die tiefen Spalten dieser und weiterer Fugen sind jeweils zwei L-Profile eingeschweißt worden.

In die tiefen Spalten dieser und weiterer Fugen sind jeweils zwei L-Profile eingeschweißt worden. Foto: Straßen NRW

Über die betroffene Brücke in der A2-Anschlussstelle Porta Westfalica führt die ebenso viel befahrene Holtruper Straße (B482). Die Bauarbeiten in Porta Westfalica könnten am kommenden Montag, 15. Juli, beginnen – sofern das Provisorium an der Weserflutbrücke voraussichtlich am Freitag abgeschlossen wird.

Wie berichtet, waren an insgesamt elf Stellen der Weserflutbrücke in Fahrtrichtung Hannover – an fünf großen und sechs kleinen Fugen – Schäden am Füllmaterial mit Polymerbeton und Polyurethan entstanden. In der Folgen waren Teile der Fahrbahn abgesackt.

Eine komplette Sanierung der Fugen der Weserflutbrücke sollte es vor Ferienbeginn nicht geben, stattdessen ein Provisorium. Hierbei hatten sich aber einige Probleme ergeben, berichtet Thorsten Hild, Regierungsbaurat und Projektleiter Bauwerkserhaltung des Landesbetriebs Straßen NRW, Autobahnniederlassung Hamm. Eigentlich sollte in die Fugen als Provisorium jeweils ein Blech sowie darauf eine Gussasphaltschicht eingebracht werden – mit einer Asphalthöhe von mindestens sieben Zentimetern. »An drei dieser Fugen ist das aber nicht möglich. Dort hätte es nur eine Höhe von vier Zentimetern gegeben«, sagt Thorsten Hild. Die fehlenden drei Zentimeter könnten sich aber fatal auswirken: Schwere Lkw sind auch hier auf der A2 unterwegs, die Reifen könnten die vier Zentimeter Gussasphalt des Provisoriums schnell herausbrechen. Gerade bei Temperaturen von bis zu 40 Grad im Sommer, mit einer Asphalttemperatur von bis zu 80 Grad – und damit weicher Fahrbahnoberfläche –, sei das nicht ausgeschlossen.

Arbeiter schweißen 48 Meter Fugen

Deshalb gab es einen Alternativplan: In die drei kritischen Fugenbereiche mit einer Gesamtlänge von 48 Metern werden seit vergangenem Mittwoch jeweils zwei L-Profile in den Spalt versetzt eingeschweißt. Dadurch kann hier auf zwei Zentimeter starke Bleche verzichtet – und in der Folge mehr Gussasphalt eingebracht werden. »Das war eine Herausforderung, weil wir eine Firma finden mussten, die mal eben drei Schweißer bereitstellt. Auch am Samstag haben sie noch gearbeitet«, sagt Thorsten Hild. Vermutlich am Mittwoch werden die Schweißer fertig sein. Anschließend werden die Fugen bis Donnerstagmittag asphaltiert. Nachdem die Baustelle abgebaut wird, sollen dann die gesperrte rechte Spur sowie die Zufahrt wieder am Freitag freigegeben werden.

Unterdessen sind weitere Schäden in diesem Bereich sichtbar geworden: Risse im Beton. Diese sind mit sogenanntem Vergussmaterial verfüllt worden.

Warum die Schäden am Füllmaterial Polymerbeton und Polyurethan entstanden waren, ist weiter unklar. Erst im vergangenen Jahr waren hier Arbeiten durchgeführt worden. Zeitweise seien nun bei Begehungen bis zu elf Ingenieure und Gutachter der Versicherung hier gewesen, um die Schäden zu überprüfen. Auf der anderen Seite, also in Fahrtrichtung Dortmund, seien keine Schäden an den Fugen zu sehen.

Eine Ursache könnte auch in einer Unterkonstruktion im Bereich der Fugen liegen, die zunächst saniert werden müsste. »Wir wollen jetzt eine dauerhafte Lösung«, sagt Thorsten Hild.

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