Ortsunion will E-Fahrzeugen Sonderrecht einräumen
Parken zum Nulltarif

Bad Oeynhausen (WB). »Von sofort an sollen Elektrofahrzeuge auf dem Gebiet der Stadt Bad Oeynhausen kostenlos parken dürfen.« Dieses Anliegen hat die Ortsunion Altstadt formuliert.

Dienstag, 02.07.2019, 13:44 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 13:46 Uhr
Hoffen, dass der Vorschlag auf Zustimmung stößt (von links): Dennis Hinse (Interessengemeinschaft E-Auto-OWL) sowie als Vertreter der Ortsunion Altstadt Helke Nolte-Ernsting, Jens Walkenhorst, Jörn Böker und Joachim Knollmann.

Dies habe der Vorstand als Idee aus vielen Gesprächen mit Bürger ermittelt. »Wir sehen diese Maßnahme als Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität. In Bad Oeynhausen verkehren mittlerweile zahlreiche Elektrofahrzeuge, was auch an den Ladestationen gut zu beobachten ist«, begründet die Vorsitzende der Ortsunion, Helke Nolte-Ernsting, diesen Vorstoß.

Andere Kommunen, wie die Städte Paderborn und Herford, würden bereits die Nutzung von Elektrofahrzeugen auf diese Weise fördern. Auch lasse sich dieses Ziel sehr pragmatisch lösen. Schließlich wurden bereits Ende 2015 rechtliche Änderungen auf Bundesebene vorgenommen, durch die Elektrofahrzeuge durch das E im amtlichen Kennzeichen für alle erkennbar sind und Sonderregelungen wie das kostenfreie Parken erlauben.

»Wir sind zuversichtlich, dass eine entsprechende Ergänzung der Ausschilderung ausreicht, um dieses Ziel umzusetzen«, erläutert der stellvertretende Ortsunionsvorsitzende Joachim Knollmann. »Die E Mobil-Inhaber brauchen dann nur ihre Parkscheibe auslegen und könnten dann bis zur jeweiligen Parkhöchstdauer kostenfrei verweilen.« Die kontrollierende Ordnungskraft könne anhand des besonderen Kfz-Kennzeichens sofort erkennen, ob die Berechtigung vorliegt. Damit verbinden die CDU-Mitglieder gute Werbung für eine klimaengagierte Stadt, die den Erholungscharakter fördere.

E-Autos werden immer attraktiver

Neben der Regelung an den Straßenrändern sollten sich die Stadtwerke in gleicher Weise einbringen und dies für deren Parkhäuser und andere Parkstätten ebenfalls erlauben. Dennis Hinse, von der Interessengemeinschaft E-Auto-OWL, begrüßt die Initiative: »Als aktiver Nutzer eines Elektrofahrzeugs empfinde ich den Vorschlag als Schritt in die richtige Richtung.« Dennoch sei klar, dass auch in Bad Oeynhausen infrastrukturell noch viel zu tun sei.

»Die zunehmende Anzahl an Ladestationen zeigt auf, dass es eine klare Entwicklung gibt. Durch solche weichen Faktoren, wie dem kostenfreien Parken, wird ein Trend unterstützt, der Bad Oeynhausen gut aussehen lässt. Das sollte ein Anliegen aller sein«, meint Jörn Böker, Vorstandsmitglied der Ortsunion.

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