Mitglieder des Fünfer-Bündnisses verschaffen sich Einblick in Arbeit der Organisation
Kinderschutzbund sucht größere Räume

Bad Oeynhausen (WB). Das Fünfer-Bündnis will die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Bad Oeynhausen weiter unterstützen. Das ist bei einem Besuch der Einrichtung deutlich geworden. Auf die Arbeit der Organisation könne nicht verzichtet werden.

Dienstag, 02.07.2019, 13:40 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 13:42 Uhr
Mitglieder des Fünfer-Bündnisses haben den Kinderschutzbund (KSB) an der Wilhelmstraße besucht. Im Bild sind Gastgeber und Gäste (von links): Daniel Borcherding (KSB), Stefanie Schröder (UW), Volker Brand (Grüne), Lutz Schröter (UW), Joachim Meynert (KSB), Martina Kirschbaum (KSB), Andreas Edler (Grüne) Karl Hermann Hottel (SPD), Andreas Korff (Linke), Anne Scuderi (KSB), Stefan Tödtmann (Beigeordneter für Bürgerdienste), Reiner Barg (BBO), Gisela Kaase (SPD) und Bürgermeister Achim Wilmsmeier Foto: Freya Schlottmann

Etwa 120 Besucher würden pro Woche zum Kinderschutzbund an der Wilhelmstraße 1a kommen und dort an den verschiedenen Angeboten teilnehmen, sagte Anne Scuderi, Leiterin für offene Jugend- und Kinderarbeit beim heimischen DKSB. Vor allem der Mädchentreff mittwochs sei stets gut besucht, sagte sie. Auch zum freitäglichen Jungentag, zum freien Programm samstags oder zum Kochprojekt dienstags würden immer viele Besucher kommen, ergänzte Anne Scuderis Kollege Daniel Borcherding. Eigentlich sind die Angebote des DKSB für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 14 Jahren gedacht. »Teilweise kommen aber auch noch 18-Jährige zu uns, die schon lange unsere Angebote nutzen«, erklärte Daniel Borcherding. Und die Nachfrage reiße laut Dr. Joachim Meynert, Vorstandsmitglied beim DKSB Minden-Bad Oeynhausen, auch nicht ab.

»Man sieht, dass Bedarf da ist«

Dass es in Bad Oeynhausen ein sehr engagiertes Team beim DKSB gebe, stimme ihn sehr glücklich, sagte Meynert. Um zukünftig auch weiterhin ein großes Betreuungsangebot anbieten zu können, sei eine gute Verbindung zur Stadt, die der wichtigste Partner des Vereins sei, enorm wichtig, erklärte Meynert. Das sah auch Bürgermeister Achim Wilmsmeier beim Besuch der Politiker vor Ort so: »Man sieht, dass Bedarf da ist. Alle Bereiche, die man zum Beispiel in Schulen nicht abdecken kann, fängt auch der Kinderschutzbund auf.« Gemeint ist damit beispielsweise die zweimal pro Woche angebotene Lernförderung des Vereins im Begegnungszentrum Druckerei, zu der oft 20 bis 40 Kinder kämen, wie Anne Scuderi berichtete. Dank der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter sei dieses Angebot überhaupt nur möglich, ergänzte sie.

Ein großes Problem, dass der Verein habe, seien die aktuell viel zu kleinen Räume an der Wilhelmstraße. Deshalb müsse die Lernförderung auch in der Druckerei stattfinden, sagte Anne Scuderi. Auch die weiter wachsenden Besucherzahlen würden einen neuen, größeren Standort unbedingt notwendig machen, meinte Joachim Meynert. Etwa 200 Quadratmeter müsse die neue Unterkunft für den Verein haben. »Und wir wollen mit unserer Arbeit auch im Zentrum der Stadt bleiben, um Leute direkt zu erreichen«, ergänzte er.

Vertrag wird für vier Jahre geschlossen

Der jeweils immer für vier Jahre geschlossene Vertrag zur finanziellen Unterstützung des Kinderschutzbundes Bad Oeynhausen mit der Stadt endet in diesem Jahr. Damit die geplante Vertragsverlängerung bestmöglich an die Bedürfnisse des Vereins angepasst werden könne, haben sich die Politiker nun zum ersten Mal selbst einen Eindruck von der Arbeit verschafft. Und dabei zum Abschluss der Besichtigung an der Wilhelmstraße auch direkt schon Vorschläge gemacht: Weil vor allem die sportlichen Aktivitäten sehr gefragt seien und bei heißen Temperaturen Besuche im Sielbad sehr gut ankommen würden, hat Andreas Korff, Fraktionschef der Linken, vorgeschlagen, dass die Stadt bereits jetzt dafür sorgen könne, dass die Gruppen des Kinderschutzbundes dort freien Eintritt bekommen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6743858?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen
Hinweisschild auf die Maskenpflicht in Frankfurt am Main.
Nachrichten-Ticker