Vier Millionen Euro für Digitalisierung und andere Maßnahmen
»Gute Schule 2020«

Bad Oeynhausen (WB). Die Digitalisierung der Klassenzimmer aller städtischen Schulen »liegt im Zeitplan«. Das bekräftigte der städtische Bereichsleiter für Bildung und Kultur Rainer Printz. Doch manche seiner Äußerungen am Mittwoch in der Sitzung des Schulausschusses sorgten für eine lebhafte Diskussion.

Samstag, 22.06.2019, 07:00 Uhr
Im Rahmen des Konzepts »Gute Schule 2020« sollen innerhalb von vier Jahren in Bad Oeynhausen vier Millionen Euro investiert werden. Ein Teil des Geldes ist für Ausstattung von Informatikräumen mit Geräten auf aktuellem Stand vorgesehen. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Mit einem Teil der Fördergelder soll am Immanuel-Kant-Gymnasium nach dem Einbau eines Aufzugs die Neugestaltung des Innenhofs finanziert werden.

Mit einem Teil der Fördergelder soll am Immanuel-Kant-Gymnasium nach dem Einbau eines Aufzugs die Neugestaltung des Innenhofs finanziert werden. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

»Gute Schule 2020« hieß das für die Ausstattung der Schulen vorgesehene Konzept, das der Stadtrat bereits im Jahr 2017 beschlossen hatte. Es sieht neben der Digitalisierung der Klassenräume unter anderem auch eine verbesserte Raumakustik und Beleuchtung sowie Ausstattung von Schulhöfen vor. Berücksichtigt hatten die Verantwortlichen dafür im Haushalt einen Betrag von vier Millionen Euro über einen Förderzeitraum von vier Jahren.

Vor allem bei der Raumakustik und Beleuchtung könnten die Arbeiten schneller als der geplante Förderzeitraum abgeschlossen werden, betonte Rainer Printz. »Von diesem Projekt profitieren alle städtischen Schulen.«

Ärger wegen beginnender Bauarbeiten an Realschule Süd

Für Unmut sorgte dagegen die voraussichtlich im Juni beginnende Umgestaltung des Schulhofs an der Realschule Süd. »Es ist relativ nervig, dann bei offenem Fenster Klausuren zu schreiben«, kritisierte der sachkundige Bürger Jens Martin Brörmann (SPD) die unglückliche Wahl des Zeitpunktes für das Berufskolleg. »Noch nerviger ist es bei geschlossenen Fenstern.« In ihren Pausen tobten und lärmten dann die Realschüler genau in den Unterrichtszeiten an der weiterführenden Schule.

Dass bis Ende 2020 alle Maßnahmen des Konzepts »Gute Schule 2020« abgeschlossen sein sollten, empörte vor allem Zuhörer Wolfgang Adler. Das sei falsch, betonte der Elternbeirat für die Fachschaft Informatik am Immanuel-Kant-Gymnasium und rief in den Saal: »Der Informatik-Raum ist immer noch nicht in einem Zustand, dass dort vernünftiger Unterricht abgehalten werden kann.« Nach seinen Angaben sollte der aus zwei Klassenräumen neugestaltete Raum »schon vor einem Jahr fertig sein«. Zudem sei er immer noch nicht mit Geräten auf aktuellem Stand für die Schüler eingerichtet worden.

Räume sollen mit hochwertigen Geräten ausgestattet werden

Daraufhin hakte auch Ratsmitglied Volker Brand von den Grünen nach: »Wann sind die Räume eingerichtet?« Man wolle dort hochwertige Geräte installieren, bekräftigte Rainer Printz. »Wenn wir uns auf Geräte geeinigt haben, geht die Bestellung raus.« Die Ausstattung solle in den nächsten Wochen erfolgen.

Zudem hatte der Einbau eines Aufzugs am Immanuel-Kant-Gymnasium nach Beschlussvorlage »eine Neugestaltung des Innenhofs notwendig gemacht«. Dafür werden nach offiziellen Angaben 110.000 Euro benötigt, die über das Konzept »Gute Schule 2020« finanziert werden sollen.

Für Betreuung, Inklusion und Schulhofausstattung hatte das Konzept ursprünglich 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Davon nicht benötigte Gelder sollen nun weiterhin in die Verbesserung der Raumakustik und Beleuchtung sowie die Erneuerung des Innenhofs am Immanuel-Kant-Gymnasium fließen.

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