Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums adaptieren »Alice im Wunderland«
Fantasievolle Eigenproduktion

Bad Oeynhausen (WB). Der Differenzierungskurs »English Theatre« der Jahrgangsstufe acht des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) hat am Montag unter der Leitung von Kerstin Pörtner eine Aufführung in der Aula des Schulzentrums Süd gezeigt. Das Besondere an der Darbietung war, dass die Schülerinnen und Schüler das Stück selbst geschrieben haben.

Freitag, 07.06.2019, 14:00 Uhr
Die Schüler des Differenzierungskurses »English Theatre« am Immanuel-Kant-Gymnasium haben das Kinderbuch »Alice’s Adventures in Wonderland« von Lewis Carroll als Pantomime-Stück adaptiert. Ihre selbst konzipierte Darbietung haben die Schüler am Montag in der Aula des Gymnasiums präsentiert. Foto: Kerstin Pörtner
Die Schüler des Differenzierungskurses »English Theatre« am Immanuel-Kant-Gymnasium haben das Kinderbuch »Alice’s Adventures in Wonderland« von Lewis Carroll als Pantomime-Stück adaptiert. Ihre selbst konzipierte Darbietung haben die Schüler am Montag in der Aula des Gymnasiums präsentiert.

Die Schüler des Differenzierungskurses »English Theatre« am Immanuel-Kant-Gymnasium haben das Kinderbuch »Alice’s Adventures in Wonderland« von Lewis Carroll als Pantomime-Stück adaptiert. Ihre selbst konzipierte Darbietung haben die Schüler am Montag in der Aula des Gymnasiums präsentiert. Foto: Kerstin Pörtner

Zur Konzeption ihres eigenen Stücks haben die Schüler zunächst das Kinderbuch »Alice’s Adventures in Wonderland« von Lewis Carroll gelesen. Der Autor hatte die Geschichte im Jahr 1865 geschrieben. Er habe die Kunst und Literatur durch seine Bildsprache und Metaphorik geprägt, sagte Kerstin Pörtner.

In Kleingruppen hätten die Teilnehmer des Kurses die Szenen dann als englisches Pantomime-Theaterstück geschrieben. Ein Stück also, in das viele Lieder, Witze und aktuelle Bezüge integriert sind. »Bei der Bearbeitung sprühten die Jugendlichen geradezu vor Ideen«, sagte Pörtner. Der Park, in dem Alice mit ihrer Schwester und dem Nachbarn Herrn Dodgson spazieren geht, ist der Aqua-Magica-Park. Ein aufgeregter Dorfbewohner wird mit einem Schokoriegel beruhigt (»You are not you when you are hungry«, »du bist nicht du, wenn du hungrig bist«) und das Leben in der Wohnung der grummeligen Herzogin wird als schlimmer angesehen als das der Kardashians.

Gemäß dem britischen Original wird das Publikum miteinbezogen

Im britischen Original des Pantomimegenres wird das Publikum sehr mit in die Shows einbezogen. Auch das hätten die Schüler unbedingt auf der Bühne umsetzen wollen, sagte die Lehrerin. An zahlreichen Stellen gab es daher die Gelegenheit, mitzusingen. Außerdem wurden die Zuschauer in der Aula mit Süßigkeiten beworfen.

Das Stück handelt der Originalgeschichte entsprechend von Alice, die einen fröhlichen Nachmittag im Park erlebt. Dort trifft sie einen weißen Hasen (lustig gespielt von Lea Stolz). Alice ist so fasziniert, dass sie dem Hasen ins Kaninchenloch folgt und ins Wunderland purzelt. Sie landet in einem Raum mit vielen Türen und merkt, dass sie ihre Größe verändert, sobald sie etwas isst oder trinkt. Diese Verwandlungsszenen setzten die Schüler mit vielen Licht- und Toneffekten um. »Die Technik-AG hatte bei der Vorstellung alle Hände voll zu tun«, sagte Kerstin Pörtner.

Alice erlebt auch in dem adaptierten Stück verrückte Abenteuer

Angekommen im Wunderland nimmt das Abenteuer seinen Lauf: Alice trifft viele Tiere mit denen sie in einem See aus ihren eigenen Tränen schwimmt und anschließend ein Rennen veranstaltet, um trocken zu werden. Sie begegnet der Grinsekatze, der blauen Raupe und dem verrückten Hutmacher mit dem Märzhasen.

Die Herzkönigin (herrlich schrill gespielt von Marielle Hachmeister) schreit während des gesamten Stückes herum, während sie Krocket spielt – mit Flamingos als Schlägern und Igel als Bällen. Für all diese Szenen haben die Jugendlichen viele Requisiten selbst gebastelt.

Am Ende der Geschichte von Alice steht eine Gerichtsverhandlung. Der Herzbube ist angeklagt, die Törtchen der Königin gestohlen zu haben. Alice soll ebenfalls bestraft werden, weil sie viel zu groß ist. Damit endet der Traum und Alice kann mit ihrer Schwester Tee trinken gehen. Das Fazit der Schüler: »Life is but a dream – das Leben ist eben doch nur ein Traum«.

Die Rolle der Alice spielten Anouk Jager, Jelva Rahlmeyer, Angelina Scharton und zur Freude der Zuschauer als männlicher Darsteller Jamen Zeitoun. Auch diese Verfremdung, dass weibliche Rollen von männlichen Schauspielern besetzt werden, basiert auf der Pantomime-Idee.

Das Publikum dankte den Schülerinnen mit begeistertem Applaus für die fantasievolle Umsetzung des Kinderbuches.

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