320 Linedancer treffen sich am Wasserschloss Ovelgönne in Bad Oeynhausen – Elmar Brok zeigt sich stilecht
Ein Römer lässt die Nationen tanzen

Bad Oeynhausen-Eidinghausen (WB). Sie kommen aus Finnland, Belgien, Norwegen, Holland oder Irland – 320 Linedancer aus sieben Nationen haben sich am Samstag auf dem Platz hinter dem Wasserschloss Ovelgönne versammelt, um gemeinsam synchron zu Country-Musik zu tanzen. Von Adriano Castagnoli aus Rom haben die Linedancer zwei neue Choreografien gelernt.

Montag, 03.06.2019, 11:30 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 12:00 Uhr
320 Linedancer aus sieben Nationen sind zusammengekommen, um zu modernen Country-Titeln wie »Galway Girl« von Ed Sheeran oder dem Klassiker »Hallelujah« nach »Joy’s Gonna Come In The Morning« von der Band The Samaritans synchron zu tanzen. Foto: Lydia Böhne

Mehrere Tage hatte es gedauert, die Wiese hinter dem Wasserschloss in eine Westernstadt zu verwandeln. Mittelpunkt war das 500 Quadratmeter große und mit Holzboden ausgelegte Festzelt.

Die Firma Kögel, Inhaber des Schlosses, hatte den Organisatoren die Nutzung des Areals kostenlos zur Verfügung gestellt. Den Kontakt hergestellt hatte Gert Schmidt, Mitarbeiter der Firma Kögel und Mitglied der Linedance­gruppe Revelers. Bereits 2016 hatte die Bielefelder Gruppe, die 2010 gegründet worden war, eine solches Festival am Wasserschloss ausgerichtet. In diesem Jahr stand es unter dem Titel »Worldwide Country Friendship«.

Schirmherr Elmar Brok kommt mit Cowboyhut

Die Schirmherrschaft übernahm Elmar Brok, scheidendes Mitglied des Europäischen Parlaments. »Als ich ihn gefragt habe, hat er gleich zugestimmt«, sagte Claudia Bart. Sie leitet nicht nur das Wahlkreisbüro von Elmar Brok in Bielefeld, sondern ist auch passionierte Linedancerin bei den Revelers.

»Wir dachten, dass diese Veranstaltung gut zum europäischen Gedanken passt«, ergänzte Claudia Bart. Einen Festivalbesuch hat sich Elmar Brok deshalb nicht nehmen lassen. »Schön, dass hier Menschen verschiedener Nationen zusammenkommen. Man sieht, wie viel Spaß sie haben«, sagte der CDU-Politiker. Sein Cowboyhut stammt übrigens original aus Texas, wie Elmar Brok verriet.

Von George H.W. Bush Senior, dem früheren US-Präsidenten, habe Brok bei einem privaten Besuch in Houston/Texas sogar echte Cowboystiefel erhalten. Diese hatte der Politiker bei seinem Besuch in Bad Oeynhausen allerdings im Schrank gelassen.

Linedance verbindet Menschen überall auf der Welt

»Linedance verbindet die Menschen deshalb so sehr, weil überall auf der Welt die gleichen Choreografien getanzt werden. Dabei ist es egal, welche Sprache gesprochen wird«, sagte Wieland Peters. Zweimal die Woche trainiert das Mitglied der Revelers. »Zu jedem Lied gibt es eine eigene Schrittfolge, die jeder kennt«, erläuterte Wieland Peters das Prinzip des Linedance.

»Man ist dabei nicht auf einen Partner angewiesen. Jeder tanzt für sich, aber dafür synchron in einer großen Gruppe. Es geht also um das Mit- und nicht das Gegeneinander«, fügte der 67-Jährige hinzu.

Choreograf wird extra aus Rom eingeflogen

Als Stargast konnten die Revelers den Italiener Adriano Castagnoli engagieren. 2008 gründete er seine eigene Vereinigung United Countries und erstellt Choreografien für sie. Mit finanzieller Unterstützung der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford konnten die Organisatoren Adriano Castagnoli aus Rom einfliegen lassen. Standesgemäß mit einem gemieteten Cadillac holte Wieland Peters den Linedancer vom Düsseldorfer Flughafen ab.

»Er ist einfach der beste Choreograf, wählt gute Musik aus und kombiniert gute Schritte dazu«, sagte Wieland Peters. In Workshops zeigte der Italiener den 320 Linedancern am Samstag zwei neue Choreografien.

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