Thomas Münstermann zeigt Auswahl seiner Fotos
»Mensch ärgerlich«:auf den ersten Blick

Bad Oeynhausen (WB). »Zeit und andere Aspekte«: Diesen Titel trägt eine Fotoausstellung in der Gollwitzer-Meier-Klinik (GMK) an der Herforder Straße. Zu sehen sind Aufnahmen des Bad Oeynhausener Fotografen Thomas Münstermann.

Montag, 29.04.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 10:18 Uhr
In der Gollwitzer-Meier-Klinik (GMK) an der Herforder Straße steht Thomas Münstermann vor dem Bild »Mensch ärgerlich«. 33 Aufnahmen von ihm sind dort zu sehen. Foto: Finn Heitland

In der Klinik in der Innenstadt werden in den nächsten Monaten 33 seiner Bilder ausgestellt. »Es soll eine lebende Ausstellung sein. Ich werde mehrere Bilder nach einiger Zeit austauschen«, sagte er zur Eröffnung am vergangenen Donnerstag. Der Name der Ausstellung ist Programm. Thematisch bewegen sich die Fotografien rund um die Zeit. Das Thema sei ihm im Lauf seines Lebens als ambitionierter Hobbyfotograf und im alltäglichen Leben immer wieder begegnet. Schlüsselerlebnisse beeinflussten Thomas Münstermann. Beim Lesen von Comic-Heften über die Weltrettung durch Superman, indem dieser die Zeit zurückdrehte, oder bei seinem Hobby der Leichtathletik sei es um Zeitfragen gegangen. »Manche würden sagen, ich habe eine Zeitmacke. So ist mir die Zeit immer wieder begegnet und bewusst geworden. Am Ende habe ich mich entschieden, die Bilder im Hinblick auf die Zeit zu gestalten«, erklärte er.

Besonderheiten zeigen sich auf den zweiten Blick

Die Fotografien zeigen unter anderem Dinge, mit denen sich der Fotograf in den 1970er Jahren beschäftigt hat, und wie die Gegenstände aussehen, mit denen er sich heute beschäftigt. Auch Motive unter dem Motto »Bad Oeynhausen alt und neu« sind zu entdecken. Zudem seien bewegte Personen auf den Bildern ein Hinweis auf die Zeit, denn die Sekunden, in denen sie sich bewegen, seien ebenfalls dargestellt. »Ich habe kleine versteckte Hinweise oder Besonderheiten in die Bilder eingebaut. Da ich für jedes Bild manchmal an die 500 Aufnahmen benötige, baue ich oft solche Dinge ein«, berichtete Münstermann. Die optische Wirkung jedes einzelnen Bildes sei oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Der erste Moment der Betrachtung zeige den Realismus der Bilder. Bei näherer Betrachtung soll der Blick auf die Besonderheiten gerichtet werden. »Bei den meisten Aufnahmen gibt es etwas zu sehen, was auf den ersten Blick nicht direkt erkennbar ist. Ich habe ein Faible für witzige Ergänzungen«, führte er aus.

Das Lieblingsbild des Fotografen sei derzeit ein Bild, das die Detmolder Straße in Bad Oeynhausen zeigt. Die einzelnen Elemente doppeln sich und erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre. Auch das Bild »Mensch ärgerlich« scheint auf den ersten Blick eine Fotografie eines »Mensch ärgere dich nicht«-Spielfeldes« zu sein. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass Felder fehlen.

Zur Eröffnung der Ausstellung fanden sich etwa 50 Gäste ein. Sie konnten über verschiedenfarbige Karteikarten eine Bildbewertung vornehmen oder Fragen notieren. Mit Hilfe dieser Meinungen hofft Thomas Münstermann bei neuen Bildern auf die Angaben eingehen zu können. »Es ist mir eine Ehre, in der Gollwitzer-Meier-Klinik meine Bilder ausstellen zu dürfen. Ein Dank geht an alle, die mich auf meinem fotografischen Weg unterstützt haben und an meine Frau Karin«, sagte Münstermann.

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