Kommentar zum Hallenbad-Bau in Bad Oeynhausen
Neubau bleibt ein Kompromiss

Bad Oeynhausen (WB). Eines zeigt die Diskussion nach dem Vorstoß der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, Unabhängige Wähler (UW) und Die Linke für ein familienfreundliches Hallenbad vor der Ratssitzung an diesem Donnerstag: Die Frage, ob das neue Hallenbad in Bad Oeynhausen einen eigenen Familienbereich mit beispielsweise einem Kinderbecken erhalten soll, bewegt die Stadt. Bürger sind dafür, Bürger sind dagegen. Solange sie, beziehungsweise ihre politischen Vertreter im Rathaus, miteinander diskutieren und somit weiter im Gespräch bleiben, ist – aus demokratischer Sicht – doch alles in Ordnung.

Donnerstag, 02.05.2019, 06:30 Uhr
Das Thema Hallenbad-Neubau in Bad Oeynhausen bewegt die Beteiligten. Foto: Rajkumar Mukherjee

Wichtig ist bei der Wortwahl, dass die einzelnen Beteiligten in der Sache stringent argumentieren, im Ton aber nicht über das Ziel hinausschießen. Die Ankündigung von Krieg und dergleichen mehr ist der Sache nicht dienlich. Gut ist es, wenn hier ein Einsehen stattfindet. Besser ist es, wenn vor dem Aussprechen Besonnenheit überwiegt.

Hallenbad-Neubau bewegt die Beteiligten

Das Thema Hallenbad-Neubau bewegt die Beteiligten. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Die Bedürfnisse und Anforderungen von nicht weniger als drei Interessengruppen müssen unter einen Hut gebracht werden: von Schulen, Vereinen sowie Familien. Letztlich kann der Hallenbad-Neubau dabei also nur ein Kompromiss werden. Hoffentlich einer, bei dem möglichst viele Beteiligte vor und nach der Eröffnung von einer guten Lösung sprechen können.

Für die Unterstützer eines familienfreundlichen Angebots wird es am Donnerstag die vermutlich letzte Chance geben, für ihr Anliegen zu werben. Oder, falls es zu einer Abstimmung im Rat kommen sollte, dafür zu votieren. Anerkennung gebührt jenen Eltern, die sich am Donnerstag vor dem Rathaus versammeln wollen. Demokratie heißt eben auch, sich in die Themen – und auch in die Entscheidungen – einzumischen, wenn es notwendig ist. Denn letztlich betrifft die Entscheidung zum Hallenbad-Neubau jeden Bürger dieser Stadt. Wenn aber die letzte Entscheidung gefallen ist, kann und muss es ein Ziel geben: die Umsetzung dieses Projekts.

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