Osterfeuer in Bad Oeynhausen locken zahlreiche Besucher an
»Hier trifft sich die Nachbarschaft«

Bad Oeynhausen  (WB). Etliche Osterfeuer haben am Wochenende im Stadtgebiet gelodert. Die WESTFALEN-BLATT-Redaktion war diesmal stellvertretend auf der Lohe, in Werste, in Dehme, in Rehme und in Eidinghausen dabei.

Montag, 22.04.2019, 19:00 Uhr
Der Werster Grünschnitt brennt innerhalb weniger Sekunden: Das gute Wetter sorgt nicht nur für ein raucharmes Feuer, sondern auch für viele Besucher. Foto: Jenny Karpe

Lohe

Vor allem die jungen Besucher haben sich am Karsamstag bei der Löschgruppe Lohe vergnügt. Zusammen mit dem Rad- und Rollschuh-Club hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ein vielseitiges Programm rund um das Osterfeuer auf die Beine gestellt. Schon bevor das Osterfeuer entzündet wurde, war auf Dembergs Hof viel los: Der Osterhase hoppelte vorbei und beschenkte die Kinder.

Zudem gab es einen Schaumbrunnen, den die Feuerwehr aufgestellt hatte. »Außerdem haben wir unseren Feuertrainer dabei, an dem die Kinder selbst ein Feuer löschen können«, sagte Jugendwartin Jennifer Schwalbe. »Im Hof wird gebastelt: Die Kinder können mit ihren Eltern hasenförmige Halter für Ostereier erstellen.« Stella (5) freute sich über das Kinderschminken: Danach war sie ein fliegender Marienkäfer. Schließlich entzündete der Fackelzug das Osterfeuer. Für die Erwachsenen wurde der Abend dank Getränken und Musik von DJ Bernd Rose gemütlich.

Werste

Osterfeuer 2019 in Bad Oeynhausen

1/22
  • Osterfeuer 2019 in Bad Oeynhausen
Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Jenny Karpe
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Lydia Böhne
  • Foto: Silas Ekelhoff
  • Foto: Silas Ekelhoff
  • Foto: Silas Ekelhoff

Durch das trockene Wetter brannten die meisten Feuer rasch nieder, sorgten aber auch für weniger Rauchentwicklung. So auch in Werste: Nach dem Fackelzug der Jugendfeuerwehr, die das Feuer entzündete, brannte es innerhalb einer Minute so stark, dass die umstehenden Besucher vor der plötzlichen Hitze zurückwichen.

»Die Werster Einwohner haben uns erneut ihren Grünschnitt für das Feuer vorbeigebracht«, sagte Löschgruppenführer Jochen Gaertig. »In diesem Jahr läuft eigentlich alles wie gewohnt: Unser Blasorchester spielt, es gibt eine Hüpfburg und einiges für das leibliche Wohl.«

Jedoch war erstmals auch eine Band zu Gast: Das Trio »twentyminutes« aus Minden spielte im Anschluss an das Blasorchester drei Stunden lang. »Wir haben uns auf Rock spezialisiert und spielen uns auf Akustikgitarren quer durch die Jahrzehnte«, sagte Frank Ottlinger. Bei den Werstern kam das neue Programm gut an. »Das Blasorchester gehört einfach dazu, aber eine Band bringt frischen Wind rein«, sagte Besucher Holger Uphoff. »Das Osterfeuer hier ist für Kinder und Eltern gleichermaßen schön.«

Dehme

Von Dehmern für Dehmer lautete das Motto des Vereinsrings Dehme bei der Organisation seines Osterfeuers am Grillplatz am Weserufer. »Hier trifft sich die Nachbarschaft, wir haben Spiele für Kinder, und wir erinnern uns auch an das christliche Osterfest“, sagte Peter Wiedersprecher. Auf etwa 400 Personen schätzte der stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrings die Anzahl der Besucher. Als Überraschung für die Kinder schaute in Dehme sogar der Osterhase vorbei. Stefan Bottenbruch verteilte kostümiert als Hase bunte Eier und Schokolade an die Mädchen und Jungen.

Angesteckt wurde das Osterfeuer von einem Fackelzug der Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Dehme. Den Grünschnitt hatten die Organisatoren auf eine Höhe von etwa fünf Metern aufgetürmt. Wegen der Trockenheit fing das Geäst binnen Sekunden Feuer. »Um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, haben wir die Umgebung gewässert«, sagte Moritz Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr. Mariana Begemann und ihre Tochter Sarah (6) verbanden den Besuch bei den Schwiegereltern mit dem Dehmer Osterfeuer. »Dass der Platz so nah an der Weser liegt, ist schön. Außerdem trifft man immer nette Leute«, sagte Mariana Begemann.

Rehme

Um Geld für die 1250-Jahr-Feier des Stadtteils Rehme zu sammeln, hatte der Vereinsring Rehme 2002 das erste Osterfeuer auf dem Platz vor der Laurentiuskirche ausgerichtet. »Die Premiere wurde damals schon gut angenommen, und die Resonanz hat sich über die Jahre toll gehalten«, sagte Frank Helming. Der Vereinsringvorsitzende freute sich besonders, dass in diesem Jahr so viele Kinder den Kirchplatz belebten. »Letztes Jahr war es so kalt, da haben die Kinder schnell gefroren und sind nicht lange geblieben«, sagte Frank Helming.

Ganz anders sah es diesmal aus: Etwa ein Drittel mehr Besucher verzeichnete der Vereinsring. Um für den Andrang gerüstet zu sein, wurden im letzten Moment 50 Bratwürstchen nachgeordert. »Wir haben jetzt 500 Stück«, sagte Frank Helming. Julia Baumgarte genoss den Abend gemeinsam mit ihren Freunden. »Ich finde es schön, dass man hier immer bekannte Gesichter trifft. Außerdem finde ich es wichtig, dass ich als Rehmerin auch die Veranstaltungen vor Ort unterstütze«, sagte die Besucherin.

Eidinghausen

Die Freiwillige Feuerwehr Eidinghausen-Wöhren veranstaltete am Ostersamstag ein Kinderosterfeuer in Eidinghausen. Unter den Besuchern waren viele Eltern zusammen mit ihren Kindern. Bereits zum sechsten Mal hatte die Freiwillige Feuerwehr das Kinderosterfeuer organisiert. In diesem Jahr erstmals an der Wöhrener Straße. Mit Bratwurst und Pommes war für die Versorgung gesorgt.

Während die Kinder zusammen mit den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr am Osterfeuer ihr eigenes Stockbrot zubereiteten, hatten die Eltern die Möglichkeit, das gute Wetter zu genießen und bei Getränken und Essen Gespräche mit anderen Besuchern zu führen. Für Tanja Michaelis ist die Teilnahme am Kinderosterfeuer in Eidinghausen längst Tradition: »Man trifft sich hier mit Bekannten, und ich finde es toll, dass die Kinder die Möglichkeit haben, ihr eigenes Stockbrot zu machen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6559219?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Infektionsrate sinkt unter Grenzwert
Ein Helfer in einem der Corona-Testzentren im Kreis Gütersloh legt ein Röhrchen mit einer Probe in eine Box. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker