Planungsbüro stellt drei Varianten vor – weitere Kindertagesstätte in Bad Oeynhausen geplant
Neue Ideen für alte »Britensiedlung«

Bad Oeynhausen (WB). In seiner nächsten Sitzung beschäftigt sich der Stadtentwicklungsausschuss mit der geplanten Umgestaltung der ehemaligen »Britensiedlung«. Bei der Zusammenkunft am Dienstag, 9. April, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses I werden verschiedene Varianten vorgestellt – alle Planungen sehen jedoch den Bau einer Kindertagesstätte vor.

Dienstag, 02.04.2019, 06:30 Uhr
Die ehemalige »Britensiedlung« in Bad Oeynhausen ist durch ein einheitliches Erscheinungsbild überwiegend mit Mehrfamilien- und Reihenhäuser geprägt. Aufgrund der dafür geeigneten Lage sollen hier künftig junge Familien wohnen. Foto: Claus Brand/Archiv

Bereits im Maßnahmenkatalog des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) von 2014 ist die Untersuchung der Wohnsiedlung zwischen Porta­straße und Gneisenaustraße auf die Umsetzbarkeit der Schaffung zeitgemäßen Wohnraums vorgesehen.

Die CDU hatte die Thematik 2018 mit einem Fraktionsantrag erneut ins Rollen gebracht. Darin fordern die Christdemokraten, die Siedlung auf entsprechende Umgestaltungsmöglichkeiten hin zu überprüfen. Finanzielle Mittel stünden im Rahmen des ISEK zur Verfügung. Teile der »Britensiedlung« werden bis heute von Asylbewerbern bewohnt.

Die Stadtverwaltung hat das Bielefelder Planungsbüro Drees und Huesmann beauftragt, mögliche Entwicklungsvarianten zu erstellen. Zielsetzung ist laut Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung »die Erhaltung des städtebaulichen Charakters des Quartiers und die Schaffung von attraktivem Wohnraum«.

Aufgrund der innenstadtnahen Lage und der Nähe zu Schul- und Kitaeinrichtungen eigneten sich als Zielgruppe vor allem junge Familien. Die Verwaltung weist jedoch auch darauf hin, dass die aktuellen Wohnungsgrößen, -zuschnitte und -ausstattungen sowie deren energetische Standards nicht mehr den »heutigen Anforderungen an adäquate Wohnverhältnisse« entsprechen.

Variante I

Die erste Variante sieht vor, bestehende Gebäude zu erhalten und, soweit möglich, zu sanieren. Sie sollen »durch moderate Veränderungen« den heutigen Ansprüchen angepasst werden. Zudem sollen innen liegende Freiflächen »locker« mit Einfamilienhäusern bebaut, also verdichtet werden. Die Grundstücke seien derzeit im Verhältnis zur vorhandenen Bebauung sehr groß, sagt Stadtsprecherin Kerstin Vornheder: »Die Grundstücke bieten Potenzial.«

Variante II

Nach der zweiten Variante sollen die Mehrfamilienhäuser entlang der Gneisenaustraße erhalten bleiben. Drüber hinaus sollen mit unterschiedlichen Bauformen, »im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus«, unterschiedliche Grundrissgrößen und -zuschnitte angeboten werden. Dazu sieht diese Planungsvariante der Neubau von drei Mehrfamilienhäusern und zwei Reihenhausriegeln in östlicher Richtung an der Portastraße vor.

Ganz im Osten der Siedlung, am »Kopf« der beiden Parallelstraßen, an der Rolandstraße, soll die Kitaeinrichtung entstehen. Derzeit befinden sich dort laut Kerstin Vornheder die ehemaligen Offizierswohnungen der Briten. Die Stadtsprecherin: »Das sind die großzügigeren Objekte der Siedlung, wo damals Briten mit entsprechendem Funktionsstandard untergebracht waren.«

Diese Gebäude müssten weichen, da eine Kita nicht dazwischen oder in die beiden alten Gebäude passe, sagte Kerstin Vornheder. Die bestehenden Mehrfamilienhäuser an der Gneisenaustraße sollen nach Variante II in städtischem Besitz und der Unterbringung von Asylbewerbern vorbehalten bleiben.

Variante III

Diese Variante entspricht im Wesentlichen der zweiten Variante. Diese Planung sieht allerdings die Bebauung der bislang zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzten Grundstücksflächen vor. Dort sollen Einfamilienhäuser entstehen.

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