Neues Konzept zur Sanierung des Schulsportzentrums Süd in Bad Oeynhausen soll erarbeitet werden
Fördermittel abgelehnt

Bad Oeynhausen (WB). Das Schulsportzentrum Süd ist alt und mittlerweile ziemlich abgenutzt. Dass der dortige Ascheplatz verändert und eine Wurfanlage gebaut werden soll, ist eigentlich bereits seit dem 11. Oktober beschlossene Sache. Mit der Sanierung dürfte es jetzt allerdings langsamer voran gehen, als erhofft.

Donnerstag, 07.02.2019, 06:30 Uhr
Der Ascheplatz am Schulsportzentrum Süd hat seine besten Zeiten hinter sich. Weil Ascheplätze generell immer unbeliebter werden, soll an seiner Stelle ein Kunstrasenplatz entstehen. Wann der Platz umgebaut werden kann, ist aber noch unklar. Foto: Claus Brand

Den Grund für die Verzögerung der Umsetzungsmaßnahmen hat Stefan Tödtmann, Beigeordneter für Bürgerdienste, in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses am Dienstagabend erklärt. »Angedachte Fördermittel sind nicht genehmigt worden«, sagte er. Weil die Pläne zum Umbau des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz sowie der Neubau eines Werferfeldes noch nicht in Gänze die Kriterien für eine Förderung erfüllten, sei eine solche bislang abgelehnt worden, erklärte Tödtmann. Zudem hätten die Neuerungspläne für das Sportzentrum Süd nicht das notwendige Auftragsvolumen gehabt. »Das konnten wir damals aber noch nicht wissen«, sagte er.

Förderprogramm ist bereits ausgelaufen

Besagtes Förderprogramm sei, wie Tödtmann im Sportausschuss mitteilte, zudem jetzt ausgelaufen. Für dieses Jahr werde die Stadt dementsprechend keine finanziellen Zuschüsse mehr erhalten können. »Fördermittel für Kommunen zur Sanierung von Sportanlagen gibt es aber immer wieder mal«, ergänzte der Beigeordnete für Bürgerdienste. Deshalb sei auch geplant, sich mit einem angepassten Konzept für etwaige neue Fördermittel zu bewerben.

Und genau dieses Konzept soll jetzt mit Vereinen und Schulen gemeinsam im März ausgearbeitet werden. Auch eine Studie zur Gesamtlage soll als Grundlage dafür dienen, alle Vorschläge und nötigen Maßnahmen mit einzubeziehen. Inhaltlich soll dabei sowohl die Umwandlung des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz, die Errichtung eines Werferfeldes, als auch die nachhaltige Weiterentwicklung des paralympischen Landesleistungsstützpunktes zu einem Bundesstützpunkt thematisiert werden. Darüber hinaus war bislang auch angedacht, eine Rollschuhlaufbahn an Stelle des derzeitigen Skateparkes im Sielpark einzurichten, damit die Sportler des RRC Lohe eine eigene Trainingsfläche haben. Überlegenswert sei auch, ob es eine Indoor-Möglichkeit für Athleten geben sollte, damit diese auch im Winter problemlos trainieren können, so Tödtmann.

Neues Sportzentrum soll mehr Sportler anlocken

Nicht zuletzt sei ihmzufolge auch besonders wichtig, dass sich am Schulportzentrum Süd in puncto Barrierefreiheit einiges tun müsse. »Es sind dort vor allem neue sanitäre Anlagen und Umkleiden notwendig«, sagte Stefan Tödtmann. All diese Ideen sollen künftig in das Gesamtkonzept hineinfließen. Welche Ergebnisse letztlich bei den Gesprächen mit Vereinen und Schulen herausgekommen sind, soll im kommenden Sportausschuss bekannt gegeben werden. Die Hintergründe der Umbaumaßnahmen am Sportzentrum Süd sind zum einen, dass Ascheplätze immer unbeliebter werden und der Kunstrasenplatz in der Sparkassenarena nicht überstrapaziert werden soll. Zum anderen sollen Barrierefreiheit, ein modernes Sportzentrum und die Erweiterung beispielsweise um ein neues Werferfeld dafür sorgen, auch größere Sportveranstaltungen zu ermöglichen. »Durch die Sanierung wollen wir mehr Sportler anlocken und für mehr ›Traffic‹ sorgen‹«, erklärte Tödtmann.

Wenn ein neues Konzept ausgearbeitet ist, soll dieses in einem nächsten Schritt dem Rat vorgelegt werden. Die Pläne für das Sportzentrum sollen dadurch dann im Haushaltsplan für 2020 berücksichtigt werden, um bessere Chancen für eine neue Förderung zu bekommen. »Die Einhaltung dieser Reihenfolge ist für die Beantragung von Fördermitteln notwendig«, erklärte Stefan Tödtmann.

Ob es eine Sanierung des Sportzentrums Süd auch ohne Fördermittel geben wird, wollte im Sportausschuss Ratsmitglied Rainer Müller-Held (BBO) wissen. Diesbezüglich verwies Stefan Tödtmann aber darauf, dass zunächst alles daran gesetzt werde, Fördermittel aus einem neuen Programm zu erhalten. Sollte das nicht der Fall sein, müsse dann ausgelotet werden, welche Maßnahmen auch ohne eine Förderung realisierbar sind. Ob auch der Rasenplatz im Stadion – der nach Aussage von Müller-Held falsch gepflegt worden und deshalb überholungsbedürftig sei – mit in das Sanierungsprogramm aufgenommen wird, konnte Stefan Tödtmann noch nicht beantworten. »Wir müssen jetzt erst gucken, was wirklich nötig ist«, meinte Tödtmann dazu.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6374414?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Bund und Länder ziehen die Corona-Notbremse
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder geben nach ihren Beratungen eine Pressekonferenz im Kanzleramt.
Nachrichten-Ticker