NRW-Verkehrsministerium bezieht Stellung zu Bauprojekten in Bad Oeynhausen
»Neue Brücke frühestens 2020«

Bad Oeynhausen (WB). Wann wird die Flutmuldenbrücke saniert? Wie weit sind die Gespräche zur Umstufung der Mindener Straße/Kanalstraße im Vorfeld des geplanten Rückbaus der Ortsdurchfahrt gediehen? Wie ist es um den geplanten Radschnellweg zwischen Bad Oeynhausen und Löhne bestellt? Bei all diesen Themen hat das NRW-Verkehrsministerium ein Wort mitzureden. Das WESTFALEN-BLATT hat in Düsseldorf nachgefragt.

Samstag, 02.02.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 06:40 Uhr
Laut NRW-Verkehrsministerium kann frühestens 2020 mit dem Abriss und Neubau der Flutmuldenbrücke im Verlauf der Eidinghausener Straße begonnen werden. Die Bauzeit wird nach aktuellen Planungen auf 18 Monate geschätzt. Foto: Rajkumar Mukherjee/Archiv

»Die Planungen zum Ersatz der Flutmuldenbrücke sind ziemlich weit gediehen«, teilt Leonie Molls am Freitag seitens des NRW-Verkehrsministeriums mit. Aus rein konstruktiver Sicht sei es durchaus möglich, die alte Brücke zunächst nur halbseitig abzureißen, damit der Verkehr – auch Rad- und Fußgängerverkehr – während der Bauzeit einspurig mit Hilfe einer Ampelanlage über die Restbrücke geführt werden könne.

Die Stadt Bad Oeynhausen hatte sich im Hinblick auf die städtische Verkehrssituation und die befürchteten Einschränkungen bei einem vollständigen Abriss des jetzigen Brückenbauwerkes für diese Lösung stark gemacht.

»Planungsrechtlich noch einiges zu klären«

Doch die Ministeriumssprecherin dämpft zu hohe Erwartungen. »Es ist vor einer abschließenden Entscheidung noch planungsrechtlich einiges zu klären, weil für den Neubau der Brücke außerhalb der Altachse Privatgrundstücke benötigt werden und die Brücke im Landschaftsschutzgebiet liegt«, betont Leonie Molls.

Aus diesem Grund spreche die zuständige Regionalniederlassung des Landesbetriebes Straßen NRW in Bielefeld von einem Baubeginn frühestens 2020. Die Gesamtbauzeit werde nach aktuellen Planungen auf 18 Monate geschätzt.

Das weitere Prozedere im Hinblick auf den geplanten Abriss und Neubau der Flutmuldenbrücke ist auch Thema bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung. Die Zusammenkunft beginnt am Donnerstag, 7. Februar, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses I.

»Kein feststehendes Datum für Umstufung«

Zur anstehenden Umstufung der alten B61 im Bereich Mindener Straße/Kanalstraße gibt es laut Leonie Molls derzeit kein feststehendes Datum. »Vor einer Umstufung sind die künftigen Straßenbaulastträger zunächst anzuhören«, sagt die Ministeriumssprecherin. Diese Anhörung der beteiligten Gemeinden laufe gerade.

Das Ergebnis – etwa in Form eines vom Stadtrat Bad Oeynhausen zu treffenden Beschlusses – müsse abgewartet werden, bevor es möglich sei, einen konkreten Umstufungstermin zu nennen. Leonie Molls: »Die Terminierung erfolgt aber unabhängig von den Überlegungen, auf der alten B61 einen Radschnellweg zu realisieren.«

»Radschnellweg-Planung ins Stocken geraten«

Die Planung des Radschnellweges ist nach Angaben der Ministeriumssprecherin ins Stocken geraten, weil sich die beiden betroffenen Gemeinden noch nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen konnten.

»Das Land hat größtes Interesse daran, den Radschnellweg auf größtmöglicher Länge über die alte Bundesstraße zu führen, damit hier ohne langwieriges und aufwendiges Baurechtsverfahren möglichst schnell ein leistungsfähiger Radweg entstehen kann«, betont Leonie Molls.

Nur über diese neue Planung wäre die Möglichkeit gegeben, »die heute vierspurige, jetzt nach Fertigstellung der A30 aber nur noch zweispurig benötigte alte B61 auf großer Länge entsprechend stadtverträglich zurückzubauen«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6363517?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
BGE: Deckgebirge in Gorleben nicht ausreichend für Endlager
Stefan Studt (r.), BGE-Vorsitzender und Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der BGE, zeigen eine Landkarte mit Teilgebieten für die Endlagersuche.
Nachrichten-Ticker