Stadtwerke Bad Oeynhausen stellen Maßnahmen rund um Trinkwasserversorgung vor
Neues Rohr nach Porta soll kommen

Bad Oeynhausen (WB/mcs). Mit mehreren Aspekten der Trinkwasserversorgung hat sich am Dienstag der Verwaltungsrat der Stadtwerke Bad Oeynhausen befasst.

Donnerstag, 29.11.2018, 10:00 Uhr
Die zentrale Trinkwasserenthärtung soll planmäßig zum 1. Januar 2022 in Betrieb gehen. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Zu den aktuellen Planungen für eine zentrale Trinkwasserenthärtung mit Standorten am Wasserwerk in Rehme und am Hochbehälter in Bergkirchen äußerte sich Markus Schramm. Als Geschäftsbereichsleiter bei den Stadtwerken begleitet er das Bauprojekt.

Planungen für zentrale Enthärtung im Zeitplan

Demnach nehmen die Pläne für die Enthärtungsanlage in Rehme zunehmend Gestalt an. Er hoffe, dass im Frühjahr oder Sommer mit der Ausschreibung der Bauarbeiten begonnen werden könne. Zwar sei eine Kostenkalkulation derzeit schwierig. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass der vorgesehene Kostenrahmen nicht eingehalten werden könne.

»Nachdem sich gezeigt hat, dass auf der Ebene des Wasserbeschaffungsverbandes Am Wiehen keine zentrale Trinkwasserenthärtung nötig ist , werden die Stadtwerke in Bad Oeynhausen jetzt die geplante eigenständige Lösung umsetzen«, sagte Markus Schramm.

Mit den Planungen für Bergkirchen werde parallel zur weiteren Planung für Rehme begonnen. Vielleicht könnten sogar beide Anlagen zeitgleich ausgeschrieben werden. Markus Schramm: »Wir sind weiter zuversichtlich, dass sie planmäßig zum 1. Januar 2022 in Betrieb gehen können.«

Neue Leitung soll Versorgungssicherheit schaffen

Einen weiteren Fortschritt beim Bestreben, in sommerlichen Hitzeperioden mit hohen Trinkwasserverbräuchen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, verkündete Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze: »Die Stadtwerke Bad Oeynhausen haben sich mit den Stadtwerken Porta Westfalica auf den Bau einer Gemeinschaftsleitung verständigt.«

Jeder Partner werde die Hälfte der Kosten tragen. Mit dem Bau der Leitung solle nach Ostern begonnen werden. Im Sommer solle sie bereits fertig sein. Dank der neuen Verbindung könne dann bei Verbrauchsspitzen Wasser aus Porta Westfalica zugekauft werden.

Keine Probebohrungen jenseits der Weser

Ein anderer vielversprechender Ansatz, um zusätzliche Trinkwasservorräte für die Stadtwerke Bad Oeynhausen zu erschließen, befindet sich laut Andreas Schwarze in einer Sackgasse. Aus Probebohrungen auf der Portaner Seite der Weser werde wohl erst mal nichts.

»Eigentlich waren wir uns mit dem Grundstücksbesitzer bereits einig. Dann wollte er aber plötzlich die Höhe der Pacht neu verhandeln«, erläuterte der Stadtwerke-Vorstand. Nun würden nach und nach noch einige anderen Ideen und Ansätze überprüft.

Etliche Rohre bei Sommerhitze geplatzt

Dass die Stadtwerke im Hinblick auf die Gewährleistung der Versorgung mit Trinkwasser noch andere Aspekte im Blick behalten müssen, machte Markus Schramm deutlich. »Wir hatten bei der Trockenheit in den heißen Sommermonaten ungewöhnlich viele Rohrbrüche. Die Orte waren über das gesamte Stadtgebiet verteilt«, erläuterte der Geschäftsbereichsleiter.

Für die Reparatur seien erhebliche Kosten aufgelaufen. Markus Schramm: »Aufgrund der Struktur des Netzes ist damit zu rechnen, dass es auch in den nächsten Jahren zu weiteren Rohrbrüchen kommen wird.« Möglicherweise seien Erdbewegungen bei Hitze und Trockenheit der Auslöser für die Schäden. Eindeutig geklärt sei das bisher nicht.

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