Königshof: Pläne für Restaurant sowie Eiscafé mit Konditorei – Parkplatzfrage ungeklärt Kolonnaden am Hotel stehen im Fokus

Bad Oeynhausen (WB). Auf den ersten Blick tut sich derzeit rund um den Königshof wenig. Seit Anfang März ist der Bielefelder Manuel N. Ersay neuer Eigentümer. »Bis zum Advent sollen drei Viertel der 15 Läden in den Kolonnaden vermietet sein«, sagte er dieser Zeitung auf Anfrage. Derzeit sind sieben Ladenlokale vermietet.

Von Claus Brand
Der neue Eigentümer des Königshofes, Manuel N. Ersay (rechts), und Immobilienmakler Stefan Raukohl stehen am Haupteingang des Gebäudekomplexes. Die Vermarktung der Ladenlokale in den Kolonnaden bildet derzeit einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten.
Der neue Eigentümer des Königshofes, Manuel N. Ersay (rechts), und Immobilienmakler Stefan Raukohl stehen am Haupteingang des Gebäudekomplexes. Die Vermarktung der Ladenlokale in den Kolonnaden bildet derzeit einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten. Foto: Claus Brand

Gespräche mit Miet-Interessenten

Auf dem Weg zu diesem Ziel laufen nach Ersays Angaben derzeit eine Bestandsaufnahme der Flächen sowie bereits auch Gespräche mit einem Dienstleister für Maniküre, einem Friseur und einem Herren-Ausstatter. Ersay verspricht sich von der Vermietung weiterer Läden in den Kolonnaden sowohl ein Signal für den angestrebten Hotelbetrieb im Königshof als auch den innerstädtischen Einzelhandel. Die kleineren Ladenlokale haben eine Nutzfläche zwischen 25 und 50 Quadratmetern, zwei größere von um die 80 Quadratmetern. Ein Lokal am Ostende der Kolonnaden ist seit Mitte April an das Geschäft »Petit Phillip« vermietet. Die Betreiberin suchte nach einem Wasserschaden nach einem vorübergehenden Ausweichquartier. Bei der Vermarktung der Ladenlokale arbeitet Ersay mit dem Immobilienmakler Stefan Raukohl (»Immobilien Besser Wohnen«) mit Sitz in Herford zusammen.

Kein Hotelbetrieb in kleinem Umfang

Dass Ersay von seinem ursprünglich formulierten Ziel, in kleinem Umfang einen Hotelbetrieb direkt nach der Übernahme von Hotelerbe Friedrich-Wilhelm Molzahn fortzuführen, abgerückt ist: Dafür gibt es für Ersay gute Gründe: Einer der wichtigsten sei, kurzfristig kein W-Lan auf den Hotelzimmern anbieten zu können, die nach einer ersten Analyse für eine Vermarktung, zum Beispiel auch für Gäste der Hannover-Messe, in Frage gekommen wären. Die Versorgung mit Frühstück habe man nicht sicherstellen können. Letztendlich seien die Zimmer in ihrer aktuellen Verfassung nicht für eine Vermietung nutzbar gewesen. Wie berichtet, will Ersay bis Ende Juni die Bestandsaufnahme des Gesamtkomplexes abschließen, um dann über weitere Schritte zu entscheiden.

»Herrliche Aussicht auf den Kurpark«

Die können nach wie vor beinhalten, dass in der fünften und obersten Etage Eigentumswohnungen entstehen und die vierte für eine gewerbliche Nutzung durch Dienstleister in Frage kommt. »Die herrliche Aussicht auf den Kurpark wollen wir mit Blick auf das ehemalige Restaurant und den Bereich nutzen, wo bislang Hotelgästen, in den Räumen rechts neben dem Haupteingang, das Frühstück serviert wurde«, erklärt Ersay. Das Restaurant mit etwa 100 Quadratmetern Fläche und etwa 40 Quadratmeter großer Terrasse könne später mit 50 Plätzen betrieben werden. Für den ehemaligen Frühstücksbereich verfolge er nach wie vor den Plan, dort ein Eiscafé, »am besten in Verbindung mit einer Konditorei«, entstehen zu lassen. Ersay: »Die Glasfront kann man zurückversetzen. Draußen können Tische und Stühle in zwei Reihen stehen, mit Blick auf den Kurpark.« Jüngst hat er sich mit Stefan Raukohl ein Bild von der Größe der Räume gemacht, und sie ausgemessen. Ersay: »Das Café wollen wir verpachten.« 

Bislang keine Lösung für Parkplatzfrage

Noch keine Lösung gibt es zur Parkplatzfrage für den zukünftigen Hotelbetrieb. Bei einem ersten Gespräch mit der Stadt vorgestellte Überlegungen lassen sich aus baurechtlicher Sicht nicht verwirklichen. Ersay möchte die jetzige Tiefgarage und auch den ehemaligen Wohnbereich der ehemaligen Hoteleigentümerin Cäcila Wolf abreißen lassen. Ersay: »Wir sind auf der Suche nach einem für alle tragbaren Kompromiss.«

Zur Frage der Weiterbeschäftigung einer langjährigen Hotel-Mitarbeiterin bekräftigte Ersay seine Position. Die Übernahme sei nicht Bestandteil des Kaufvertrages gewesen. Wenn ein späterer Hotelbetreiber sie anstellen wolle, liege die Entscheidung allein bei ihm.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.