A 2: Straßen NRW nennt Gründe für Zeitpunkt der Arbeiten Bis zum 7. Mai soll alles fertig sein

Bad Oeynhausen (WB). Seit Montag staut sich der Verkehr am Autobahnkreuz Bad Oeynhausen auf der A 2 in Fahrtrichtung Dortmund. Nicht nur Staus auf der B 61 oder der B 482 sorgten in der Folge für Unmut bei vielen Autofahrern.

Von Wilhelm Adam
Unter Verantwortung von Projektleiter Johannes Badengoth (links) erneuern Thorsten Brall (von links), Dominik Falkenberg und Martin Vinke auch Dehnungsfugen in der Fahrbahn, die von Rost befallen sind
Unter Verantwortung von Projektleiter Johannes Badengoth (links) erneuern Thorsten Brall (von links), Dominik Falkenberg und Martin Vinke auch Dehnungsfugen in der Fahrbahn, die von Rost befallen sind Foto: Wilhelm Adam

»Ein Schaden sucht sich leider nicht den passenden Zeitpunkt aus«

Kritische Stimmen sprechen von »eklatanten Schwächen der zuständigen Behörde bei der Auftragsvergabe«. Zu den Arbeiten auf der A 2 haben am Freitag die Verantwortlichen Stellung genommen. Verantwortlich für die Arbeiten an der Weser-Flutbrücke ist die Autobahnniederlassung Hamm von Straßen NRW. Projektleiter Johannes Badengoth begleitet den Verlauf der Arbeiten.

»Ein Schaden sucht sich leider nicht den passenden Zeitpunkt aus«, sagte er. Die Schäden an der Brücke seien vor Ostern festgestellt worden. Sofort zu handeln, sei unmöglich gewesen: Die Feiertage seien tabu, wenn es um Verkehrsbehinderungen durch Baumaßnahmen gehe. »Da durften wir keine Baustelle einrichten.« Und so sei nichts weiter übrig geblieben, als den Schaden zunächst provisorisch zu stabilisieren und zeitgleich die Arbeiten mehrerer Baufirmen vor Ort zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu organisieren. Mehrere Betriebe aus den Bereichen Beton-, Asphalt- und Stahlbau stimmten ihre Arbeiten ab. »Um Bauteile zu reinigen, ist spezielles Gerät erforderlich«, erläuterte Badengoth eine logistische Herausforderung. »Das steht auch bei den Unternehmen nicht einfach auf dem Platz herum.« Die Abstimmung mit Autobahnpolizei und den Firmen vor Ort laufe gut.

Kostenvolumen liegt bei 244.000 Euro

Es geht nicht nur um leichte Unebenheiten für Lkw-Fahrer in der Fahrbahn, die für einen Motorradfahrer aber tödlich sein könnten. Auch die Brückenkonstruktion verstärken die Arbeiter derzeit mit einem speziellen Beton oder erneuern Dehnungsfugen in der Fahrbahn. Beim Beton handele es sich »um ein Material auf Kunststoffbasis«, erklärte Ingenieur Thorsten Hild. »Er ist nach ein bis zwei Stunden wieder belastbar.« Die Kosten der Arbeiten bezifferte er auf rund 244.000 Euro.

»Das Wetter muss mitspielen«

Die gesperrte Spur für die Abfahrt nach Vlotho oder in Richtung Nordumgehung soll am Mittwoch, 2. Mai, freigegeben werden, dann werden die Arbeiten auf der bisher befahrenen Spur fortgesetzt. Bis spätestens Montag, 7. Mai, soll alles fertig sein, ergänzte Stefan Meyer, Betriebsdienstleister der Autobahnmeisterei Herford. »Wenn das Wetter mitspielt.« Starker Regen könne die Asphaltierung um zwei bis drei Tage verzögern. Überhaupt müsse die Fahrbahndecke nach Abschluss der Arbeiten wasserdicht und jeder Riss abgedichtet sein, betonte Badengoth. Das Wasser laufe sonst bis in tragende Fundamente der Konstruktion und das könne im Winter erhebliche Konsequenzen haben, wenn es friert. »Wir können nicht unter die Asphaltdecke gucken«, sagte Badengoth mit Blick auf mögliche zukünftige Schäden. »Streckenfahrzeuge prüfen täglich den Zustand von Brücke und Fahrbahn«, ergänzte Pressesprecher Markus Miglietti (Autobahnniederlassung Hamm). Ihre Beseitigung werde mit anderen Baumaßnahmen vor Ort jeweils abgestimmt.

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