Erste Sanierungspläne vorgestellt – Bürger aus Bad Oeynhausen können sich einbringen Frischer Wind für Nordbahnhof

Bad Oeynhausen  (WB). Bei der Sanierung des Nordbahnhofs drückt die Stadt aufs Tempo: Erste Ideen für ein Nutzungs- und Sanierungskonzept hat Wirtschaftsförderer Patrick Zahn am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt. Bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 9. Mai, erhalten auch Bürger die Gelegenheit, eigene Vorschläge in das laufende Planungsverfahren einzubringen.

Von Malte Samtenschnieder
Sowohl von außen als auch von innen soll der Nordbahnhof saniert werden. Bei einer Bürgerveranstaltung am 9. Mai können interessierte Bürger auf Einladung der Stadtverwaltung eigene Ideen in die laufenden Planungen einbringen.
Sowohl von außen als auch von innen soll der Nordbahnhof saniert werden. Bei einer Bürgerveranstaltung am 9. Mai können interessierte Bürger auf Einladung der Stadtverwaltung eigene Ideen in die laufenden Planungen einbringen. Foto: Malte Samtenschnieder

Um die vor einigen Jahren von der Stadt erworbene Bahnhofsimmobilie »vermarktbar« zu machen, sind aus der Sicht von Patrick Zahn – er ist zugleich Leiter der von Bürgermeister Achim Wilmsmeier eingesetzten Projektgruppe Nordbahnhof – grundlegende Veränderungen nötig. So schlägt der Wirtschaftsförderer einen Umzug der Radstation von der einen auf die andere Gebäudeseite vor.

Ausschlaggebend dafür sei die Lage der bisherigen Fahrradabstellflächen. Diese befänden sich im Bereich des Tunnels zu den Gleisen. Patrick Zahn: »Die Bahn ist bereit, das marode Tragwerk zu sanieren. Sie will die Fläche dann aber selbst nutzen.« Um künftig eine Radstation mit benachbarten Abstellflächen vorhalten zu können, sei der Umzug auf die andere Gebäudeseite nötig.

Neue Toilettenanlage zu Lasten der Bahnhofsmission

Auch die Bahnhofsmission erhalte aller Voraussicht nach einen neuen Standort. Der Grund dafür sei der geplante Bau einer neuen Toilettenanlage am bisherigen Standort, die jedoch auch direkt von der Bahnhofshalle aus zugänglich sein soll. Diese Verbindung könne nur zu Lasten eines Teils der jetzigen Räume der Bahnhofsmission hergestellt werden. »Auf der verbleibenden Fläche könnte ein Gastronomieangebot entstehen«, sagt Patrick Zahn.

Auch die Altstadtschützen müssen sich auf einige Veränderungen einstellen. Zwar liege der Schießstand samt zwei Vorräumen ebenfalls außerhalb des Eigentums der Stadt. Patrick Zahn: »Die Deutsche Bahn hat aber signalisiert, dass die Schützen die Anlage weiter nutzen können.«. Die bisherige Schützengaststätte ist dagegen wohl bald Geschichte. »Sie ist in den neuen Plänen bislang nicht enthalten«, sagt Patrick Zahn.

Zwei Varianten für Einbindung der Tourist-Info

Gleich zwei unterschiedliche Varianten hat die zuständige Projektgruppe zum Thema »Tourist-Info« erarbeitet. Die große Variante sieht vor, dass die Staatsbad GmbH und der Eigenbetrieb Staatsbad mit allen Mitarbeitern vom Haus des Gastes im Kurpark in das erste Obergeschoss des Nordbahnhofs einziehen. »Noch ist aber offen ob das statisch möglich ist«, sagt der Wirtschaftsförderer.

Es habe sich herausgestellt, dass die Zwischendecke nicht so belastbar sei wie erwartet. Als kleine Variante sei zumindest das Einrichten eines neuen Arbeitsplatzes der Tourist-Info in einem derzeit ungenutzten Teil des Reisezentrums der Deutschen Bahn vorgesehen. Patrick Zahn: »Welche Variante zum Tragen kommt, ist ein politischer Beschluss.«

Anregungen der Bürger würden vornehmlich für die Nutzung der verbleibenden Freiflächen gesucht. »Hier sind unter anderem Gastronomieangebote denkbar«, erläutert Patrick Zahn.

Bürgerbeteiligung am 9. Mai geplant

Über das Sanierungs- und Nutzungskonzept für den Nordbahnhof will die Verwaltung am Mittwoch, 9. Mai, mit interessierten Bürgern diskutieren. Zunächst informiert die speziell eingerichtete Projektgruppe über bislang erarbeitete Eckpunkte des Projektes. Dann können die Bürger Vorschläge einbringen. Die Veranstaltung in der alten Gaststätte im Bahnhofsgebäude beginnt um 19 Uhr.

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