Gleichzeitig weist der Eigenbetrieb Staatsbad auf sinkende Übernachtungszahlen hin Zahl der Gästeankünfte legt weiter zu

Bad Oeynhausen  (WB). Mit einem Zwischenbericht zur Abwicklung des Wirtschaftsplanes befasst sich der Betriebsausschuss Staatsbad in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 11. April, um 18 Uhr im Haus des Gastes. Darin geht es unter anderem um die Entwicklung der Übernachtungszahlen und Schäden, die das Sturmtief »Friederike« im Januar in Parkanlagen des Staatsbades verursacht hat.

Von Malte Samtenschnieder
Das Sturmtief »Friederike« hat im Januar 2018 auch im Kurpark von Bad Oeynhausen einige Bäume umgeknickt. Im Hintergrund ist das Badehaus II zu sehen.
Das Sturmtief »Friederike« hat im Januar 2018 auch im Kurpark von Bad Oeynhausen einige Bäume umgeknickt. Im Hintergrund ist das Badehaus II zu sehen. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

»Im Kalenderjahr 2017 ist die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben in Bad Oeynhausen leicht um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 900.409 Übernachtungen zurückgegangen«, schreibt Dirk Henschel, Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad, in der Ausschussvorlage. Der Rückgang resultiere im Wesentlichen aus einer Reduzierung der Übernachtungen in Vorsorge- und Rehakliniken. Die Anzahl sei um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 756.517 Übernachtungen zurückgegangen.

Demgegenüber stehe eine Steigerung der Übernachtungen in Hotels um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 105.071 Übernachtungen. »Positiv entwickelt hat sich auch die Zahl der Gästeankünfte, die um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 118.724 Ankünfte gestiegen ist«, erläutert Dirk Henschel. Damit werde der höchste Wert seit 1973 erreicht. Währenddessen stelle die Gesamtzahl der Übernachtungen den geringsten Wert seit 1999 dar. Damals sind nach Angaben des Betriebsleiters 847.700 Übernachtungen gezählt worden.

Erlöse aus Kurbeiträgen gehen weiter zurück

Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf die Kurbeiträge: So haben sich die Erlöse aus Kurbeiträgen im Jahr 2017 um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 943.032 Euro vermindert. Vom 1. Januar bis 28. Februar 2018 belaufen sich die Erlöse aus Kurbeiträgen auf 119.804,95 Euro. Damit liegen sie um 1,1 Prozent über den Erlösen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes.

In der Zeit vom 1. Januar bis 28. Februar 2018 wurden laut Dirk Henschel von den Stadtwerken Bad Oeynhausen bereits Dienstleistungen in einem Gesamtumfang von 201.265 Euro erbracht. Diese waren somit fast doppelt so hoch wie das für die ersten zwei Monate des Jahres veranschlagte Budget in Höhe von 103.330 Euro.

Sturmtief »Friederike« verursacht Schäden

Die erheblichen Mehrkosten resultieren aus den Folgen des Sturmtiefs »Friederike«, das am 18. Januar im Sielpark, in der Oeynhausener Schweiz und im Siekertal erhebliche Schäden verursacht hat. »Insgesamt sind etwa 100 bis 120 Bäume betroffen, die entweder entwurzelt wurden oder erhebliche Schäden aufweisen«, teilt Dirk Henschel in der Ausschussvorlage mit.

Für die notwendigen Arbeiten seien bisher Kosten von 106.500 Euro angefallen. Es seien aber noch nicht sämtliche Schäden beseitigt, so dass es zu weiteren Aufwendungen kommen könne. Im Bereich des Kurparkes seien lediglich zwei Bäume entwurzelt worden. Dirk Henschel: »Einer stürzte aber auf das Dach des Badehauses II und verursachte so einen Schaden von etwa 35.000 Euro, der allerdings teilweise über die vorhandene Gebäudeversicherung abgewickelt werden kann.«

Wie Dirk Henschel in der Ausschussvorlage ausführt, bewegen sich im laufenden Wirtschaftsjahr 2018 die Veranschlagungen der Einnahmepositionen innerhalb der Festsetzungen im Wirtschaftsplan. Andererseits sei die Liquidität des Eigenbetriebes während des Berichtszeitraumes jederzeit gewährleistet gewesen.

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