Mehrgenerationenhaus in Bad Oeynhausen zieht nach erstem Jahr Bilanz Ein Begegnungsort für alle Menschen

Bad Oeynhausen (WB). Obwohl das künftige Gebäude des Mehrgenerationenhauses an der Weserstraße derzeit noch im Bau ist, konnte Einrichtungsleiterin Christiane Kern unlängst im Hauptausschuss auf ein Jahr erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Der Aufbau eines Begegnungsortes für alle Menschen in der Stadt habe erste Hürden genommen.

Von Malte Samtenschnieder
Die Bauarbeiten für das Mehrgenerationenhaus und die benachbarte Kindertageseinrichtung an der Weserstraße kommen zügig voran.
Die Bauarbeiten für das Mehrgenerationenhaus und die benachbarte Kindertageseinrichtung an der Weserstraße kommen zügig voran. Foto: Malte Samtenschnieder

Im Jahr 2016 hatte sich die Johanniter-Unfall-Hilfe um Fördermittel für den Aufbau eines Mehrgenerationenhauses beworben. In seiner Dezember-Sitzung beschloss der Stadtrat mehrheitlich, der beantragten Kofinanzierung von 10.000 Euro pro Jahr für den Projektzeitraum von vier Jahren und der Einbeziehung in die künftige Sozialplanung zuzustimmen.

Am 1. Februar 2017 nahm das Mehrgenerationenhaus – zunächst in Räumen an der Porta­straße seine Arbeit auf. Doch der Mietvertrag wurde nicht verlängert und eine Alternative musste her.

»Bereits im Dezember 2017 erfolgte der Umzug an die Weserstraße«, sagte Christiane Kern im Hauptausschuss. Natürlich sei das künftige Gebäude derzeit noch nicht nutzbar. Für den Übergang gebe es deshalb eine Containerlösung. Die Diplom-Pädagogin: »Wir wollten verhindern, dass sich die Menschen innerhalb kurzer Zeit an gleich drei verschiedene Standorte gewöhnen müssen.«

Vereinbarte Ziele werden termingerecht erfüllt

Innerhalb des ersten Jahres sei es gelungen, folgende mit der Stadtverwaltung für das Jahr 2017 vereinbarte Ziele termingerecht zu erfüllen: 1.) Die Kontaktaufnahme zu Bürgern, Vereinen und Gruppen im Quartier. 2.) Die Initiierung einer Arbeitsgruppe »Seniorenarbeit«. 3.) Die Schaffung von Engagementmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen.

»Im Rahmen der Arbeitsgruppe ›Seniorenarbeit‹ haben wir beispielsweise den vorhandenen Seniorenwegweiser gründlich überarbeitet«, sagte Christiane Kern. In einem nächsten Schritt gehe es darum, Versorgungslücken in der Seniorenarbeit aufzudecken. »Zudem planen wir einen Seniorentag, um unsere Angebote für ältere Menschen bekannter zu machen«, kündigte die Leiterin des Mehrgenerationenhauses an.

Möglichkeiten, sich zu engagieren, böten sich Ehrenamtlichen in verschiedenen Bereichen, etwa beim Aufbau eines Sprachcafés, im Café Klönschnack, im Krümel-Treff für Kinder ab drei Monaten, beim PC-Treff oder bei einem Bewerbungstraining für Migranten.

Kooperationsangebote werden immer beliebter

Auch verschiedene Kooperationsangebote erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Christiane Kern: »Dazu gehören die Hausaufgabenbetreuung, Sport für Demenzerkrankte, ein Nachbarschaftsstammtisch oder die Forscherwerkstatt.«

Bei allen Angeboten werde darauf geachtet, dass sie nicht in Konkurrenz zu Vergleichbarem treten. »Deshalb wurde die internationale Mutter-Kind-Gruppe wieder eingestellt«, sagte die Einrichtungsleiterin.

Dafür hat Christiane Kern einige neue Ziele. Sie will eine Arbeitsgruppe »Pflege« einrichten, einen offenen sozialen Ehrenamtsstammtisch etablieren und mit Bürgerbeteiligung das Programm des Mehrgenerationenhauses weiter entwickeln.

Umzug in neues Gebäude für Dezember geplant

Auch fiebert sie dem geplanten Einzug in das neue Gebäude entgegen. »Dieser ist für Dezember 2018 geplant«, sagte die Einrichtungsleiterin. Dort erwartet sie unter anderem ein multifunktionaler Saal für bis zu 199 Personen, der sich in mehrere Einheiten unterteilen lässt.

Außer der Johanniter-Unfall-Hilfe will auch der Wittekindshof Teile des viergeschossigen Gebäudes nutzen.

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