Schützenverein Bad Oeynhausen 07 feiert Ostern mit Familien Eiersuche auf dem Sportplatz

Bad Oeynhausen (WB). Ihre kleinen, bunten Trophäen halten Mathilda (1) und ihr großer Bruder Johannes (3) stolz in die Höhe: Mit Mutter Nadine haben sie beim Ostereiersuchen der Neustädter Schützen mitgemacht.

Von Rajkumar Mukherjee
Jeweils eine Hand voll Ostereier haben Mathilda (1, links) und Johannes (3) gefunden. Darüber freuen sich ihre Mutter Nadine und Schützenvorsitzender Gerd Klocke.
Jeweils eine Hand voll Ostereier haben Mathilda (1, links) und Johannes (3) gefunden. Darüber freuen sich ihre Mutter Nadine und Schützenvorsitzender Gerd Klocke. Foto: Rajkumar Mukherjee

Zum vierten Mal seit 2015 hatte der Schützenverein Bad Oeynhausen-Neustadt 07 zum Tag der offenen Tür am Ostermontag auf den Westerfeldsportplatz eingeladen. Neben dem Ostereiersuchen für Kinder gab es auch ein Jedermannschießen im Schützenhaus: An der Biathlonanlage konnten Jugendliche und erwachsene Besucher ihr Geschick ausprobieren.

Vier von fünf Blenden hat Besucher Jörg Redeker beim Jedermannschießen getroffen. Dafür gab es zwei kleine Schokohasen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Zum Auftakt spielte der Spielmannszug des Vereins fröhlich auf. Unter der musikalischen Leitung von Heinz-Udo Bredemeier gab es für die Besucher Melodien wie »Ja, mir san mit’m Radl da« oder »When the saints go marching in« zur Einstimmung.

Währenddessen hielt es die Kinder nicht mehr am Vereinshaus, sie begaben sich lieber auf Ostereiersuche im vorderen Teil des Sportplatzes. »Wir haben vorher 100 Ostereier und Schokohasen versteckt«, sagte Wolfgang Feierabend vom Organisationsteam des Schützenvereins.

Wenig später versuchten die Jugendlichen und Erwachsenen am Biathlon-Schießstand, jeweils möglichst alle fünf Blenden zu treffen. Als Gewinn gab es dann einen großen Schoko-Osterhasen. Knapp dran war Jörg Redeker (37). Dessen Bruder ist Mitglied im Spielmannszug, »ich schieße aber schon seit zehn, 15 Jahren nicht mehr.« Fast im Sekundentakt traf er, unter den bangen Blicken der Familie, die ersten vier Blenden – bei der fünften ging die Kugel vorbei. »Macht nichts«, rief Jörg Redeker und schenkte seinen Kindern den Gewinn von zwei Osterhasen. Gerd Klocke, erster Vorsitzender der Neustädter Schützen, lobte die Leistung: »Das sind immerhin zehn Meter bis ins Ziel.«

Blick auf den Nachwuchs ist wichtig

Die Aktion am Ostermontag sei bewusst wie ein kleiner Tag der offenen Tür organisiert. »Natürlich sollen die Familien Spaß haben und schöne Stunden verbringen können. Darüber hinaus ist die Aktion auch wichtig, um uns als Verein vorstellen, auch mit dem Sport«, sagte Wolfgang Feierabend. Das sei besonders im Hinblick auf den Nachwuchs wichtig.

Unter der Leitung von Heinz-Udo Bredemeier haben die Mitglieder des Spielsmannzugs fröhliche Melodien zur Begrüßung gespielt. Foto: Rajkumar Mukherjee

Wie gut das »Neugierigmachen« im vergangenen Jahr geklappt hatte, verdeutlichte Wolfgang Feierabend mit einer Zahl: »Fünf Jugendliche sind nach dem Jedermannschießen in den Verein eingetreten, das hat uns sehr gefreut.« Insgesamt seien es sogar sechs gewesen. Zuvor sei die Kinder- und Jugendabteilung bei der Mitgliederzahl »auf dem Stand null« gewesen, wie Wolfgang Feierabend sagte.

Ein Grund, warum nicht bereits Kinder an den Schießsport herangeführt werden können, liegt in den Regularien. Erst im Alter von zwölf Jahren dürfen Jugendliche mit dem Luftgewehr schießen. Dagegen sei es bereits im Alter von sechs Jahren an erlaubt, mit einem Lasergewehr zu schießen. Dies sei aber sehr teuer, deswegen habe der Verein noch keines erworben.

Zudem fehle es derzeit auch an weiteren Schießwarten. Demnächst finde aber ein Lehrgang zur Weiterbildung statt.

Schützen unterstützen das Vereinsleben in der Stadt

Etwa 125 Mitglieder gebe es im Verein, davon seien 35 bis 40 aktiv, sagte Wolfgang Feierabend. Aber nicht jeder von ihnen nehme auch an Wettkämpfen teil, einige würden dagegen in der Schützengilde schießen. Stark vertreten seien derzeit zudem die Damen im Altersbereich von 25 bis 40 Jahren. In der Gruppe mit zwölf Aktiven seien sie in der Mehrzahl. 20 Mitglieder gebe es zudem derzeit im Spielmannszug. Damit sehe sich der Vereins insgesamt auf einem guten Weg. »Wir wollen Schritt für Schritt wieder an Mitgliedern zugewinnen«, sagte Wolfgang Feierabend.

Wie wichtig die Neustädter Schützen für das Vereinsleben in der Stadt sind, verdeutlichte Wolfgang Feierabend auch in Hinblick auf das Schützenfest, das immer am dritten Wochenende im August stattfinde. »Es ist das letzte große Zeltfest in der Stadt, das mit viel Aufwand und Geld organisiert wird«, sagte er.

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