Unternehmensgruppe Kögel in Bad Oeynhausen feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag »Dienstleister für Bauprojekte«

Bad Oeynhausen (WB). Den Grundstein für ein erfolgreiches Bauunternehmen hat Diplom-Ingenieur Jürgen Kögel am 5. Juni 1968 gesetzt. 50 Jahre später feiern seine Söhne Frank und Peter mit 230 Mitarbeitern sowie allen Familienangehörigen den 50. Firmengeburtstag im Juni.

Von Rajkumar Mukherjee
Die Unternehmensgruppe Kögel mit Sitz in Bad Oeynhausen leiten Frank Kögel (rechts) als geschäftsführender Gesellschafter und Peter Kögel, in der Firma für Personal, Einkauf und Logistik verantwortlich.
Die Unternehmensgruppe Kögel mit Sitz in Bad Oeynhausen leiten Frank Kögel (rechts) als geschäftsführender Gesellschafter und Peter Kögel, in der Firma für Personal, Einkauf und Logistik verantwortlich. Foto: Kögel-Bau

»So ein Jubiläum, das schaffen nicht mehr viele Firmen im inhabergeführten Mittelstand, gerade im Handwerk«, sagt Peter Kögel (54). In der Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe Kögel ist er für Personal, Einkauf und Logistik verantwortlich. Sein Bruder Frank ist seit 1991 geschäftsführender Gesellschafter. Der zuletzt ausgewiesene Umsatz betrug 64,5 Millionen Euro.

Die Aufnahme zeigt die Verwaltung und die Lagerhallen von Kögel-Bau im Jahr 1970. Seitdem ist der Firmensitz immer wieder erweitert worden. Foto: Kögel-Bau

Frank und Peter Kögel schieben das Unternehmen im Andenken an ihren 1998 verstorbenen Vater Jürgen und im Sinne von Mutter Irmgard engagiert voran. Das ist auch an der aktuellen Liste der Bautätigkeiten in den Sparten Hochbau, Tiefbau- und Rohrleitungsbau, Schlüsselfertigbau, Ingenieurbau und Bausanierung erkennbar. Die Liste weist unterschiedliche Projekte aus: Dazu gehören beispielsweise Arbeiten am Ikea-Einrichtungshaus in Bremerhaven, an der Göttinger Chaussee in Hannover oder an der Kläranlage Siegfried in Minden.

Für Aufmerksamkeit sorgt wie mehrfach berichtet die Sanierung der Ring-Terrasse am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica. An dem Neubau mit Besucherzen­trum und Museum sind bis zu 25 Kögel-Mitarbeiter tätig gewesen. Die Eröffnung soll im Juli stattfinden.

Aktuell erstellt Kögel-Bau das neue Büro-Gebäude für die Verwaltung der Unternehmensgruppe Gauselmann in Espelkamp. In drei Geschossen mit 2500 Qua­dratmetern Bürofläche entstehen 50 Räume für 115 Arbeitsplätze.

Unternehmen legt Wert auf Ausbildung

»Wir sehen uns als Dienstleister für Bauprojekte. Ohne engagierte Mitarbeiter wäre das nicht möglich. Deshalb ist es uns wichtig, die richtigen Leute in unsere Firma zu integrieren«, sagt Peter Kögel. Das spiegele sich auch in der Firmenphilosophie wider. »Wir sind ein Familienunternehmen mit Dutz-Kultur. Und wir wollen, dass sich auch die Mitarbeiter darüber Gedanken machen«, sagt Peter Kögel. Diese honorieren dies offenbar, wie an der jüngsten Auszeichnung »Bester Arbeitgeber 2018« erkennbar ist. Andererseits lege das Unternehmen viel Wert auf eine gute Ausbildung. »Damit wir auch in Zukunft dieses Know-How in unsere Projekte einfließen lassen können«, sagt Peter Kögel.

Zum Kögel-Team gehören auch (von links) die Auszubildenden Jana Backmeister und Sophia Eickmann, Peter Kögel, Kalkulator Christian Meyer, Bereichsleiter Jan Kölling, Marketing-Manager Philipp Hebold und Sachbearbeiterin Sabina Gancek. Foto: Rajkumar Mukherjee

Wie sehr das Unternehmen auf Mitarbeiter setzt, ist an einem Vergleich zwischen den Jahren 2003 und 2008 erkennbar: Die Zahl der Angestellten verdoppelte sich von 60 auf 120. Aktuell sind es 230 Mitarbeiter. Darunter sind 28 Auszubildende, die dazugehörige Quote liegt bei mehr als zwölf Prozent. Um bereits Schüler auf Kögel-Bau als Arbeitgeber aufmerksam zu machen, ist die Firma bei den bekannten Job-Börsen und Messen der Region vertreten. Zudem werden Praktika angeboten.

Auch als »Chefs« verstehen sich Peter Kögel und sein Bruder Frank »sehr gut«. Das habe sich besonders nach dem »zu frühen Tod unseres Vaters 1997« gezeigt, sagt Peter Kögel. Die Brüder haben indes zunächst unterschiedliche berufliche Wege beschritten. Frank Kögel absolvierte von 1978 eine Ausbildung zum Maurer bei Reinkensmeier in Bad Oeynhausen, studierte von 1981 an Diplom-Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Hildesheim. Erfahrung sammelte er bei verschiedenen Firmen, beispielsweise in München, bevor er dann 1989 in den elterlichen Betrieb einstieg.

Großes Firmenfest im Juni

Peter Kögel ließ sich von 1985 an zum Staatlich geprüften Betriebswirt an der Hotelfachschule in Hannover ausbilden. Von 1987 bis 1997 war er Verkaufsleiter bei Coca-Cola. »Dann fragte mich mein Bruder, ob ich nicht miteinsteigen möchte«, sagt Peter Kögel.

Aktuell erstellen die Mitarbeiter der Firma Kögel-Bau ein neues Bürogebäude für die Gauselmann-Verwaltung in Espelkamp. Foto: Kögel-Bau/Oliver Krato

Wie sehr sich Familie Kögel auch gesellschaftlich engagiert, zeigt sich übrigens am Wasserschloss Ovelgönne, das Frank Kögel für einen Zeitraum von 20 Jahren von der Stadt gepachtet hat. »Nach Abschluss der aufwendigen Sanierung haben wir ein eigenes Geschäftsmodell eta­bliert, sodass bereits viele namhafte Veranstaltungen im Schloss stattfinden konnten«, sagt Peter Kögel.

Dort soll am zweiten Juni-Wochenende auch das 50-jährige Jubiläum mit einem großen Firmenfest gefeiert werden: mit allen Mitarbeitern und ihren Familien.

Wichtige Wegmarken

- 5. Juni 1968: Diplom-Ingenieur Jürgen Kögel gründet die Firma Kögel-Bau als Baubetrieb für Maurer-, Tief- und Straßenbauarbeiten; 26 Jahre lang leitet er mit Ehefrau Irmgard das Unternehmen und widmet sich dabei besonders der Ausbildung;

- 1990: nach dem Mauerfall zwischenzeitlicher Zukauf einer Firma in Bad Kösen (Sachsen-Anhalt);

- 1991: Sohn Frank Kögel übernimmt die Firma;

- 1998: Gründung der »Bausanierung Kögel«;

- 2003: Integration des Bereichs »Rohrleitungsbau«, 60 Mitarbeiter sind beschäftigt;

- 2005: der Brückenbau wird ins Portfolio übernommen, erstmals erscheint die Kunden- und Mitarbeiterzeitung »Kögel Dialog«, 90 Mitarbeiter sind beschäftigt;

- 2008: 120 Mitarbeiter sind nun in einer modernisierten und vergrößerten Firmenzentrale tätig.

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