Bürgermeister Achim Wilmsmeier hofft auf den Start des Rückbaus ab 2022/23 »Wir müssen bei der B61 dranbleiben«

Bad Oeynhausen  (WB). Die ersten Bagger für den Rückbau der Mindener Straße könnten nach Schätzung von Bürgermeister Achim Wilmsmeier im Zeitraum 2022/23 anrollen. Voraussetzung bei dem »wichtigsten Projekt für die Stadt« sei aber die Umsetzung des Radschnellwegs RS3.

Von Rajkumar Mukherjee
Den neuen Internetauftritt der Stadt stellt Bürgermeister Achim Wilmsmeier auf seinem Tablet vor. Dort finden Nutzer acht Schaltflächen wie »Rathaus, Politik, Verwaltung«, die mit Fotos unterlegt sind. Auch bei Facebook ist die Stadt jetzt.   
Den neuen Internetauftritt der Stadt stellt Bürgermeister Achim Wilmsmeier auf seinem Tablet vor. Dort finden Nutzer acht Schaltflächen wie »Rathaus, Politik, Verwaltung«, die mit Fotos unterlegt sind. Auch bei Facebook ist die Stadt jetzt.    Foto: Rajkumar Mukherjee

»Ganz entscheidend ist, dass wir bei diesem Thema dranbleiben. Wann, wenn nicht jetzt soll die Umgestaltung gelingen?«, stellte Achim Wilmsmeier während seines Jahresrückblicks fest. Optimistisch stimme ihn, dass die finanzielle Situation für Bund und Länder so »vielversprechend wie lange nicht mehr « sei. Er verwies auf mögliche, sogenannte Entflechtungsmittel. Eine Förderung könnte von 2019/20 an zufließen.

In bisher zwei Gesprächen mit dem NRW-Verkehrsministerium sei deutlich geworden, »dass wir das Vorhaben Radschnellweg und die Umgestaltung der B61 als Einheit sehen müssen«. Ein weiteres Gespräch sei im Frühjahr vorgesehen. Bei der Fertigstellung der Nordumgehung rechnet der Bürgermeister weiterhin mit 2018 – unter Berücksichtigung, dass abschließende Arbeiten im »fließenden Verkehr« umgesetzt werden.

Mit der Umgestaltung der B61 ist eine Rückstufung verbunden

Mit der Umgestaltung ist auch eine Rückstufung verbunden. »Die B61 wird definitiv eine Landesstraße«, sagte Achim Wilmsmeier. Kritisch sieht er indes Überlegungen für eine Gemeindestraße, auch hinsichtlich der Baulast: »Das würde die Stadt überfordern.«

Im Zuge der Umgestaltung der B61 sowie als Teil des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts habe die Stadt beispielsweise auch den Bereich zwischen der B61 und dem Alten Rehmer Weg als Sanierungsgebiet im Blick. Wie berichtet, will der Tiwa-Markt Ende Februar schließen. »Es hat dazu Gespräche gegeben«, bestätigte Achim Wilmsmeier auf Nachfrage. Vorerst sei bei der Gestaltung vorgesehen, dass »Grünzüge« an dieser Stelle hinzukommen könnten.

Nicht ausgeschlossen sei zudem weiterhin die Verlegung des Gradierwerks, als eine Idee des Runden Tischs »Gesundheitsstandort«. »Eine Maßnahme könnte eine Art Gradierwerk sein. Klar ist aber auch, dass der Kurpark dafür nicht in Frage kommt«, sagte Achim Wilmsmeier.

Arbeit von Rundem Tisch soll in Tourismuskonzept münden

Auf Kritik am Runden Tisch, beispielsweise bezüglich des Umstandes, dass nicht alle Fraktionen an den bisher sechs Treffen seit Frühjahr 2016 teilgenommen haben, entgegnet Achim Wilmsmeier: »Wir haben den Kreis bewusst klein gehalten, um aktionsfähig zu bleiben.

Hier ist ein roter Faden erarbeitet worden, der aus einzelnen Maßnahmen besteht und in ein Tourismuskonzept mündet. Dieser Entwurf wird der Öffentlichkeit im März vorgestellt, und es werden die politische Gremien entscheiden. Wichtig war aber auch, dass wir den Nachweis der Eigenmittel erbringen können.«

Roter Faden des Runden Tisches sei, Bad Oeynhausen als »Kulturstadt« und »Historisches Bad« erkennbar werden zu lassen.

Umbau der Stadtverwaltung zum »Konzern Stadt«

Zu den weiteren Zielen und Maßnahmen, die sich Achim Wilmsmeier für 2017 gesteckt hatte, gehören beispielsweise der Umbau der Stadtverwaltung zum »Konzern Stadt« oder die engere Einbindung des städtischen Tochterunternehmens Stadtwerke Bad Oeynhausen – auch in Person des neuen Vorstands Andreas Schwarze. »SBO und Stadt sprechen jetzt wieder eine Sprache. Dazu nimmt die Führungsetage auch an Sitzungen des Verwaltungsrates teil«, sagte Achim Wilmsmeier.

Der Bürgermeister ließ auch durchblicken, dass der »enge Austausch« zuvor mit der Führung der Stadtwerke Bad Oeynhausen nicht immer so gegeben war.

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