Ulrich Windmöller stellt Pläne für ersteigertes »White House« in Bad Oeynhausen vor Ein Platz für hochwertiges Wohnen

Bad Oeynhausen (WB).  Der neue Eigentümer des »White House« an der Schützenstraße heißt Ulrich Windmöller. Bei einem Ortstermin hat der 72-Jährige am Mittwoch seine Pläne für die Villa in Kurparknähe vorgestellt. Diese hatte er vor zwei Wochen bei einer Immobilienauktion in Köln ersteigert.

Von Malte Samtenschnieder
Vor zwei Wochen hat der Unternehmer Ulrich Windmöller das »White House« bei einer Immobilienauktion in Köln ersteigert. Am Mittwoch hat der gebürtige Bad Oeynhausener die Villa am Kurpark seinen Töchtern Annika (links) und Laura gezeigt.
Vor zwei Wochen hat der Unternehmer Ulrich Windmöller das »White House« bei einer Immobilienauktion in Köln ersteigert. Am Mittwoch hat der gebürtige Bad Oeynhausener die Villa am Kurpark seinen Töchtern Annika (links) und Laura gezeigt. Foto: Malte Samtenschnieder

»Für mich ist dieses Objekt eine Herzensangelegenheit«, sagte Ulrich Windmöller. Er verbinde viele schöne Kindheitserinnerungen mit der Umgebung rund um die Schützenstraße. Nun wolle er in der in der Nachkriegszeit von mehreren britischen Brigadegenerälen bewohnten Immobilie hochwertigen Wohnraum schaffen – »ganz unter dem Motto ›exklusives Leben im White House‹«, sagte der Investor. Ob er seinen Wohnsitz eines Tages komplett in seine Geburtsstadt zurückverlegen werde, sei noch offen. Seit 1988 ist Ulrich Windmöller nämlich in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) zu Hause.

Die Entscheidung, das »White House« zu kaufen, sei kein spontaner Entschluss gewesen. »Vor einem Jahr habe ich mir die Villa von innen angeschaut«, sagte Ulrich Windmöller. Im Rahmen des Abzugs der britischen Streitkräfte sei die 4700 Quadratmeter große Liegenschaft im September 2014 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergeben worden. »Ich habe anfangs aber gezögert, weil die Kaufpreisvorstellung der BIMA bei 900.000 Euro lag. Das war relativ teuer.«

Lage in Kurparknähe macht besonderen Reiz aus

Bei einer Immobilienauktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG vor zwei Wochen in Köln fiel der Kaufpreis deutlich geringer aus. Für 535.000 Euro kam die Immobilie unter den Hammer. »Weil ich abends noch zu unserer Betriebsweihnachtsfeier musste, konnte ich nicht persönlich zur Auktion fahren«, sagte der 72-Jährige. Stattdessen habe er telefonisch mit Hilfe eines Kontaktmannes vor Ort mitgeboten. 20 Minuten habe die Versteigerung gedauert. Ulrich Windmöller: »Am Ende haben eine weitere Bieterin und ich den Preis für das ›White House‹ in 5000-Euro-Schritten nach oben getrieben.«

Der Reiz der Villa liegt für den Unternehmer auf der Hand: »Das ist eindeutig die exponierte Lage zwischen Herz- und Diabeteszentrum, Kurpark, Bali-Therme und Siekertal.« Er wolle dazu beitragen, dass das Objekt das Stadtbild positiv und nachhaltig beeinflusse. Eine Lockerung der zunächst sehr restriktiven Denkmalschutzvorgaben habe ihm die Kaufentscheidung erleichtert. So dürften nun beispielsweise Teile des Holzzaunes entfernt werden.

Alte Garage soll modernem Wohnbau Platz machen

Geht es nach Ulrich Windmöller, sind auch die Tage der alten Garage gezählt. »Wir wollen sie abreißen und an ihrer Stelle einen neuen hochwertigen Wohnbau errichten«, sagte Ulrich Windmöller. Was mit der benachbarten Villa geschehe sei noch offen. »Wir stehen mit den Planungen ganz am Anfang und können noch nicht sagen, ob der Wohnraum in mehrere Einheiten aufgeteilt wird.« Fest stehe allerdings bereits, dass wohl Investitionen im siebenstelligen Rahmen – etwa in neue Wasserleitungen und eine neue Elektrifizierung – nötig seien. Als Zeitraum für die Umsetzung nennt der Investor zwei bis drei Jahre.

An den weiteren Plänen für das »White House« will Ulrich Windmöller alle interessierten Bad Oeynhausener teilhaben lassen. »Wir planen im Frühjahr einen Tag der offenen Tür. Dabei wollen wir unsere Ideen für die Villa vorstellen«, sagte der 72-Jährige.

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