Jürgen Höcker ist neuer ehrenamtlicher Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Jugendarbeit ist das erste Projekt

Bad Oeynhausen (WB). Die Jugendarbeit ist das Standbein der ehrenamtlichen Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Deshalb will Jürgen Höcker in seinem neuen Amt als ehrenamtlicher Regionalvorstand der JUH das Potenzial der Jugendarbeit ausschöpfen.

Von Angelina Zander
Jürgen Höcker (links) wird als ehrenamtlicher Regionalvorstand des Regionalverbands Minden-Ravensberg der Johanniter-Unfall-Hilfe vorgestellt. Damit arbeitet er nun an der Seite des hauptamtlichen Regionalvorstands Christian Rehberg.
Jürgen Höcker (links) wird als ehrenamtlicher Regionalvorstand des Regionalverbands Minden-Ravensberg der Johanniter-Unfall-Hilfe vorgestellt. Damit arbeitet er nun an der Seite des hauptamtlichen Regionalvorstands Christian Rehberg. Foto: Angelina Zander

30 Jahre hat Jürgen Höcker in der Industrie gearbeitet. Nach seiner Frühpensionierung übernimmt er jetzt eine anders strukturierte Aufgabe: Bereits seit Juni ist er der neue ehrenamtliche Vorstand des Regionalverbandes Minden-Ravensberg der Johanniter-Unfall-Hilfe. Heute wird er offiziell in sein Amt eingeführt.

»Ich war zuletzt der Qualitätsleiter des Unternehmens Varta.«

»Ich war zuletzt der Qualitätsleiter des Unternehmens Varta. Da es Werke in Europa, China und den USA gibt, bin ich viel gereist«, sagt Jürgen Höcker. Seine Tätigkeit sei mit viel Verantwortung verbunden gewesen und durch die Reisen anstrengender geworden.

Höcker fasste den Entschluss, frühzeitig in Rente zu gehen. Davon habe er sich zunächst mehr Zeit für seine Familie und seine Leidenschaft, das Theater spielen, erhofft. Angefangen habe er damit als Student und seitdem diverse Rollen auf den Schaumburger Bühnen übernommen. Seit etwa 15 Jahren ist er auch ein Teil des Johanniter-Ordens. Im April sei er auf dem jährlichen Treffen des Ordens, dem Rittertreffen, als ehrenamtlicher Regionalvorstand der JUH angefragt worden.

Seit Juni hat er alle Stationen der Johanniter kennengelernt

»Ich habe mich für eine Frühpensionierung entschieden, weil ich zuletzt große Verantwortung tragen musste. Bei der Entscheidung für die Stelle musste ich also abwägen, wie viel Verantwortung mit dieser Tätigkeit verbunden ist und wie viel ich mir noch zutraue. Ich wollte dem gewachsen sein«, erklärt Jürgen Höcker. Letztlich habe ihn überzeugt, dass er durch seine ehrenamtliche Tätigkeit nützlich sein und etwas zum Wohl der Menschen beitragen könne.

Seit Juni habe er bereits alle Stationen der Johanniter kennengelernt und sei mit großer Herzlichkeit und Offenheit empfangen worden. »Mir imponiert am Ehrenamt, dass Leute sich nützlich machen und dafür ihre Freizeit geben. Das unterscheidet sich grundlegend von meiner bisherigen Tätigkeit«, sagt Jürgen Höcker.

Christian Rehberg übernimmt kaufmännische Aufgaben

Grundlegende Unterschiede zwischen dem ehrenamtlichen Regionalvorstand Jürgen Höcker und dem hauptamtlichen Regionalvorstand Christian Rehberg will Letzterer nicht ausdrücklich hervorheben. »Es gibt zwar eine Geschäftsordnung, aber grundsätzlich beruht unsere Zusammenarbeit auf Vertrauen. Im Krankheitsfall muss auch der Andere die Arbeit übernehmen können«, erklärt Christian Rehberg. Jürgen Höcker ist laut Geschäftsordnung nun für das Ehrenamt, die Jugendarbeit, die Repräsentation der JUH und die Vernetzung zu anderen Ordenswerken verantwortlich. Christian Rehberg übernimmt kaufmännische Aufgaben.

Das erste Ziel Jürgen Höckers ist daher, die Jugendarbeit der JUH weiter auszubauen. Die Jugend müsse für die ehrenamtliche Arbeit begeistert werden, um sie anschließend für die Johanniter gewinnen zu können. Erste Erfahrungen mit der Realisierung von Projekten der Jugendarbeit hat Jürgen Höcker bereits in seiner Heimatstadt Bückeburg gemacht. Dort hat er in einer Kirchengemeinde an der Entstehung einer Pfadfindergruppe mitgearbeitet. Als ehrenamtlicher Regionalvorstand tritt Jürgen Höcker die Nachfolge von Jürgen Umhang an, der die Position seit 2014 besetzte. Zuvor führte Ralf Bröenhorst, seit der Fusion der Ortsverbände der JUH zum Regionalverband im Jahr 1993, das Amt aus.

Bitte vollenden Sie, Herr Höcker

Dass ich in Bückeburg geboren bin ...

... ist ganz wunderbar, weil es eine kleine Stadt ist, in der man die Kinder groß ziehen kann.

Der Begriff »Johanniter« steht für ...

... das Motto »Aus Liebe zum Leben«. Der Begriff bedeutet für mich, den Menschen zugewandt zu sein.

Mit Christian Rehberg verbindet mich ...

... der gleiche Humor und das Persönliche.

Der Neue im Vorstand zu sein...

... bedeutet für mich, neue Chancen und Möglichkeiten zur Gestaltung zu haben und ein Netzwerk aufzubauen.

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