»Petterson und Findus« sind bis 28. Dezember im Kleinen Theater Rehme zu sehen Weihnachten auf Schwedisch

Bad Oeynhausen (WB). Jeder braucht einen Freund – selbst der schrullige Erfinder Petterson, der fest davon überzeugt ist, alleine zurecht zu kommen. Die bekannte Geschichte zwischen ihm und seinem Kater Findus gibt es seit Samstag im Kleinen Theater zu sehen.

Von Jenny Karpe
Damit Findus (Laura Joeken, links) das Sprechen lernen kann, liest Petterson (Johannes-Paul Kindler) ihm vor. Als er auf eine Hose zeigt, äußert Findus schließlich seinen ersten Wunsch: »So eine Hose möchte ich auch haben!«
Damit Findus (Laura Joeken, links) das Sprechen lernen kann, liest Petterson (Johannes-Paul Kindler) ihm vor. Als er auf eine Hose zeigt, äußert Findus schließlich seinen ersten Wunsch: »So eine Hose möchte ich auch haben!« Foto: Jenny Karpe

»Petterson, du brauchst jemanden, der dich aufmuntert«, sagt Nachbarin Andersson (Mandy Fuchs) und beschafft kurzerhand einen kleinen Kater (Laura Joeken) für ihn. Der alte Mann (Johannes-Paul Kindler) merkt bald, dass ihm die Gegenwart des Katers guttut und versucht, ihm so viel wie möglich zu erzählen und vorzulesen, damit er das Sprechen lernt.

Als ihm das gelingt, nehmen die bekannten Abenteuer von Petterson und Findus ihren Lauf. Im schwedischen Original stammen sie aus der Feder von Sven Nordqvist. Mandy Fuchs hat das Kinderbuch als Theaterstück adaptiert. Drei liebevoll gestaltete Geschichten werden bis zum 28. Dezember auf die Bühne gebracht: »Wie Findus zu Petterson kam«, »Ein Feuerwerk für den Fuchs« und »Petterson bekommt Weihnachtsbesuch«.

Dem fünfjährigen Hannes gefällt besonders die zweite Geschichte, in der die beiden Freunde einen Fuchs vom Hof verjagen wollen. »Ich mag es, wenn Findus herumspukt!«, sagt er. Zuhause hat er viele der Bücher stehen. Seine Mutter Inga Rochow ist ebenfalls begeistert. »Das Theater ist zwar klein, aber dafür sehr nah dran am Geschehen. Bühnenbild, Kostüme und natürlich das Stück selbst sind sehr liebevoll gestaltet«, sagt sie.

Neben viel Aktion gibt es auch ruhige Momente

Denn die vier Schauspieler singen, tanzen und rennen über die Bühne. Pettersons Nachbar Gustavsson (gespielt von Thorsten Wolfersdorf) und dessen Hund Larsson oder das Huhn Prillan sind diejenigen, die zwischendurch für Lärm sorgen – aber es gibt auch einige ruhige Momente.

Dann wird es in den ersten Reihen des Theaters mucksmäuschenstill. Etwa, als der Fuchs sich einem mit Pfeffer gefüllten Luftballon nähert, der ein Huhn darstellen soll. Doch statt den hungrigen, hinkenden Fuchs zu vertreiben, erschrecken Petterson und Findus lieber den Nachbar Gustavsson, der nicht mehr auf die Jagd gehen soll.

»Das war eine schöne Wendung der Handlung, die selbst mich überrascht hat«, sagt Zuschauerin Birte Meyer. »Dafür, dass es das erste Kinderstück hier ist, finde ich es sehr gut gelungen. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie in Schweden.«

Dafür sorgen auch schwedische Begriffe, die den Kindern nebenbei erklärt werden. In der letzten Geschichte wird sogar ein schwedisches Weihnachtslied gesungen, während Petterson – der sich den Fuß beim Schlittenfahren verstaucht hat – und Findus einen provisorischen Weihnachtsbaum aufbauen. Und trotz aller Feindschaft mit den Nachbarn kommen alle am Ende zusammen, um Weihnachten zu feiern.

Weitere Aufführungstermine

»Petterson und Findus« läuft am 25. November sowie dem 3., 6., 10., 15., 19. und 20. Dezember um jeweils 16 Uhr. Sondertermine sind am 23. Dezember um 11 Uhr und am 28. Dezember um 11 und 15 Uhr. Weitere Informationen zum Theater und dem Programm gibt es auf der zugehörigen Internetseite .

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