Friedrich-Wilhelm Molzahn strebt als Erbe des Hotels Königshof zeitnahen Verkauf an Auf dem Weg zum Fünf-Sterne-Haus?

Bad Oeynhausen (WB). Die Option in dieser 1-A-Lage besteht: Das traditionsreiche Hotel Königshof könnte zum Fünf-Sterne-Hotel werden. Dieses Ziel ist auch Gegenstand der Gespräche und Verhandlungen, die Friedrich-Wilhelm Molzahn derzeit mit sieben Interessenten führt, die die Immobilie kaufen und in sie investieren wollen. Hotel-Eigentümerin Cäcilia Wolf hatte den 57-Jährigen als Alleinerben eingesetzt.

Von Claus Brand
Das Hotel Königshof vom Kurpark aus gesehen: Es verfügt über mehr als 200 Zimmer, darunter 57 Appartements. Zum Kurpark hin verfügen die Zimmer über großzügige Balkone
Das Hotel Königshof vom Kurpark aus gesehen: Es verfügt über mehr als 200 Zimmer, darunter 57 Appartements. Zum Kurpark hin verfügen die Zimmer über großzügige Balkone Foto: Claus Brand

Seit ihrem Tod Ende August kümmert sich der Molekular-Mediziner, der in Berlin in der Forschung arbeitet, um das Gebäude in zentraler Innenstadt-Lage, will die Zukunft des Hauses »auch in ihrem Sinn gestalten«. Die Tage enden für Molzahn derzeit mitunter erst spät in der Nacht, wenn die letzten Notizen zu Gesprächen und Verhandlungen gemacht sind.

»Wir haben uns im ehemaligen Restaurant ›Scarlett‹ kennengelernt.«

Er selbst bezeichnet Cäcilia Wolf als »mütterliche Freundin«. Aus privaten Gründen ist der Mediziner vor Jahren nach Bad Oeynhausen gezogen, ist hier inzwischen verwurzelt, hat seinen Freundeskreis hier. »Wir haben uns im ehemaligen Restaurant ›Scarlett‹ kennengelernt. Wir konnten uns über unsere gemeinsame Heimatstadt Braunschweig austauschen«, berichtet er. Aus den ersten Kontakten sei mit der Zeit ein freundschaftlicher und von Vertrauen geprägter Austausch und Kontakt mit Cäcilia Wolf erwachsen.

In einem Austausch bei den laufenden Verkaufsgesprächen mit potenziellen Interessenten steht Molzahn auch mit Patrick Zahn, Wirtschaftförderer bei der Stadt Bad Oeynhausen. Bei einer zukünftigen Gestaltung des Hauses kann sich Molzahn gut vorstellen, dass an diesem Standort Hotelbetrieb, Wohnnutzung in Form von Eigentumswohnungen auf der Fläche beispielsweise der derzeit sechs Suiten und 57 Appartements zueinander finden. »Zuletzt waren sie nicht mehr vermietet. Allein mit den 220 Zimmern kann ein Hotelbetrieb an dieser Stelle im hochwertigen Segment nicht funktionieren.« Am Herzen liege ihm auch der Erhalt der Ladenlokale in den Königshofkolonnaden. Am Dienstag nächster Woche will er sich erneut mit Patrick Zahn, aber auch Bürgermeister Achim Wilmsmeier, zum Stand der Dinge austauschen. Der aktuelle geltende Bebauungsplan lasse eine Nutzung wie von ihm angestrebt zu.

Sieben Verhandlungspartner

Unter den sieben Verhandlungspartnern sei einer aus dem Ausland. Von den sechs aus Deutschland kommen drei aus der Region Ostwestfalen-Lippe, einer davon sogar aus Bad Oeynhausen. Keiner sei direkt der Hotelbranche zuzuordnen, so dass im Einzelfall ein Partner auf dieser Ebene zu finden sei. Der Gesprächspartner aus Bad Oeynhausen wolle sein Konzept für eine zukünftige Nutzung bis Anfang Dezember vorlegen. Friedrich-Wilhelm Molzahn: »Im Advent möchte ich dann eine Entscheidung treffen.« Sein Ziel ist es, bis zum Frühjahr 2018 das Hotel Königshof verkauft zu haben.

Nach seiner Einschätzung bietet beispielsweise auch der Anbau an den Hotelkomplex, an dessen Südseite, dort die Option, einen Wellness-Bereich für einen Hotelbetrieb zu schaffen. In diesem Teil des Gebäudekomplexes wohnte bis zu ihrem Tod auch Cäcilia Wolf. Dort befindet sich beispielsweise auch das Schwimmbad mit einer Wasserfläche von etwa 135 Quadratmetern. Für Molzahn liegt es auf der Hand, dass bei einem Verkauf des Hotelkomplexes in seinem jetzigem Zustand, »mit einem Sanierungsstau«, dies bei der Bemessung des Verkaufspreises Berücksichtigung finden müsse und werde. Bei einigen Konzepten bilde auch der Bau eines kleinen Parkhauses für die Gäste des Hauses eine Rolle. Derzeit gibt es für das Hotel 50 Parkplätze, »die aufgrund der baulichen Gegebenheiten momentan aber nicht alle nutzbar sind«.

Keine Angabe zum möglichen Verkaufspreis

Zum möglichen Verkaufspreis macht Friedrich-Wilhelm Molzahn mit Blick auf die laufenden Gespräche keine Angaben.

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