Backstage-Führung vermittelt Abläufe des Open-Air-Konzerts in Bad Oeynhausen Hinter den Parklichter-Kulissen

Bad Oeynhausen  (WB). Wenn Arne Langenberg über das Parklichter Open Air spricht, bekommt er leuchtende Augen. An seiner Begeisterung für das Konzert im Kurpark hat der Produktionsleiter am Freitag die Teilnehmer einer exklusiven Backstage-Führung der Stadtsparkasse Bad Oeynhausen teilhaben lassen.

Von Malte Samtenschnieder
Die Teilnehmer einer exklusiven Backstage-Führung sehen Bereiche des Parklichter Open Airs, die sonst tabu sind.
Die Teilnehmer einer exklusiven Backstage-Führung sehen Bereiche des Parklichter Open Airs, die sonst tabu sind. Foto: Malte Samtenschnieder

Im Verlauf des 75-minütigen Rundgangs standen nicht nur die drei Festival-Bühnen nebst zugehöriger Backstage-Bereiche auf dem Programm. Während eines Abstechers beispielsweise in die Künstlergarderobe nebst Catering-Bereich hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit, Arne Langenberg mit allen möglichen Fragen zu bombardieren. Doch auch von sich aus gab der Produktionsleiter interessante Fakten preis.

100 Tonnen Material müssen aufgebaut werden

»Um die drei Bühnen in den Kurpark zu stellen, müssen wir 100 Tonnen Material bewegen«, sagte Arne Langenberg. Allein Headliner Philipp Poisel habe 40 Tonnen Equipment dabei. Der Aufbau der Hauptbühne am Badehaus II sei am aufwendigsten. »Damit sind 20 Leute zwei Tage beschäftigt«, sagte Arne Langenberg. Die benötigten Teile – etwa 200 zu verschraubende Stahlelemente – würden auf drei 40-Tonnern und zwei Anhängern herbeigeschafft. Genau so wichtig sei die Gegentonnage. »Ohne 50 Tonnen Ballast könnten wir beispielsweise keine Scheinwerfer über der Bühne aufhängen«, sagte der Produktionsleiter.

Für die Stromversorgung während des Parklichter Open Airs muss die Veranstaltungsagentur Vibra aus Bielefeld ebenfalls selbst sorgen. Kernstück ist ein Stromaggregat in Containergröße hinter der Hauptbühne. »Mit acht Stromaggregaten dieser Größe kann man ein Aida-Kreuzfahrtschiff betreiben«, zog Arne Langenberg einen Vergleich. Die während des Open-Air-Konzerts benötigte Energie reiche aus, um den Stormbedarf eines Fünf-Familien-Hauses eine Woche zu decken.

Mehr als 100 Leute helfen an den drei Bühnen

Um den Künstlern den Auftritt so einfach wie möglich zu gestalten, werde an den Bühnen unterschiedlich viel Aufwand betrieben. »Im Theater oder auch vor der Wandelhalle müssen die Musiker selbst mit aufbauen«, sagte der Produktionsleiter. Auf der Hauptbühne ständen dazu zehn Helfer bereit. »Insgesamt sorgen am Freitag mehr als 100 Leute dafür, dass musikalisch alles einwandfrei funktioniert.«

Für einen möglichst guten Klang hätten die jeweils ersten Bands auf den Bühnen sowie der Headliner die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Soundcheck. Für die anderen Bands müsse ein Linecheck reichen. Dafür steuere einer der 15 Tontechniker den Gesamtklang per Kopfhörer vor beziehungsweise während des ersten Songs aus. Viel Aufwand werde auch beim Licht betrieben. Arne Langenberg: »Damit hier alles passt, sind 20 Leute im Einsatz.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.