Informationsabend zur Neugestaltung der Fußgängerzone von Bad Oeynhausen Kritik an Verlegung des Schweinebrunnens

Bad Oeynhausen  (WB). Die Möglichkeit, sich zu den Plänen für die Neugestaltung von Teilen der Fußgängerzone zu äußern, haben etwa 30 Teilnehmer einer Informationsveranstaltung in der Wandelhalle genutzt. Dabei standen Gabriele Schmidt, Leiterin des Bereichs Stadt- und Verkehrsplanung der Stadt Bad Oeynhausen, und Peter Schatz vom Büro WES Landschaftsarchitektur aus Hamburg den interessierten Bürgern ausführlich Rede und Antwort.

Von Malte Samtenschnieder
Gabriele Schmidt, Leiterin des Bereichs Stadt- und Verkehrsplanung, sowie Peter Schatz vom Büro WES Landschaftsarchitektur beantworten Fragen der Besucher.
Gabriele Schmidt, Leiterin des Bereichs Stadt- und Verkehrsplanung, sowie Peter Schatz vom Büro WES Landschaftsarchitektur beantworten Fragen der Besucher. Foto: Malte Samtenschnieder

Hatte sich die Stadt im Vorfeld eine breite Mitwirkung an den Planungen für die Fußgängerzone aus den Reihen der Bürger erhofft, wurden Gabriele Schmidt und Peter Schatz nach der Vorstellung des Konzepts für die Umgestaltung der Viktoriastraße, der südlichen Klosterstraße sowie von Teilen der Portastraße und der Paul-Baehr-Straße nicht enttäuscht. Denn die Zuhörer brachten etliche Vorschläge und Ideen zur Anpassung der vorgelegten Pläne ein.

Das Ziel der Teilmaßnahme aus dem im November 2014 vom Stadtrat beschlossenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept »Mindener Straße – Nordbahn – Innenstadt« sei es, die Innenstadt schöner und attraktiver zu machen und die Verweildauer in der Fußgängerzone zu erhöhen, sagte Peter Schatz. Das Grundkonzept sei für alle betrachteten Straßenabschnitte einheitlich: Ein hellgrauer Mittelbereich werde von zwei dunkelgrauen Randbereichen gerahmt.

Dunkelgraues und hellgraues Pflaster wechseln sich ab

Den einzelnen Zonen kämen unterschiedliche Funktionen zu: »Die dunkelgrauen Bereiche sind dazu gedacht, vor den Geschäften herzulaufen. Außerdem sind dort Bänke oder auch Fahrradständer vorgesehen«, erläuterte Peter Schatz. Der hellgraue Bereich in der Mitte sei für den Lieferverkehr oder Rettungsfahrzeuge geeignet. Für alle Zonen werde adäquates Betonpflaster verwendet.

Ein Ziel der Planungen sei es, dass alle Geschäfte barrierefrei zu erreichen sind. »Außerdem wird ein taktiles Leitsystem installiert«, kündigte Peter Schatz an. Dieses solle in der nördlichen Klosterstraße, die nicht neugestaltet werde, fortgesetzt werden. Schatz: »Wir wollen es in den vorhandenen Bodenbelag einfräsen.«

Dass der aktuelle Baumbestand weitgehend erhalten werden soll, um für Atmosphäre zu sorgen, stieß bei den Zuhörern auf Zustimmung. Wenig Verständnis gab es für den Vorschlag, den Schweinebrunnen zu verlegen. Das Argument, dass ein maroder Kanal dies nötig mache, ließen die Zuhörer nicht gelten. Sie forderten, stattdessen den Kanal zu verlegen. Auch das Ersetzen des Brunnenpodests durch einen ebenerdigen Betonbelag stieß auf Ablehnung.

Gabriele Schmidt und Peter Schatz versprachen, die Anregungen in die weitere Planung einfließen zu lassen. Der Baubeginn im ersten von drei Bauabschnitten ist für März 2018 vorgesehen.

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Pläne beachten

Mit einem sachkundigen Bürger einer Fraktion, der sich gegen die Verlegung ausgesprochen hat, sprach ich nach der Veranstaltung noch in der Innenstadt. Er ging von einer Verlegung des Brunnens von um die 10 Meter aus. Tatsächlich sind es aber nur 1,5 bis 2 Meter. Das hielt er denn auch für völlig unkritisch. Und auch die Aussage von Michael Scholz, der Brunnen würde ganz bewusst jetzt so stehen wo er ist, da er in der Sichtachse Klosterstraße - Paul-Baehr-Straße liegt, ist falsch. Kann man ganz leicht feststellen, indem man sich mal in die Paul-Baehr-Straße stellt. Man sieht den Schweinebrunnen erst, wenn man recht nah dran ist. Würde er um 2 Meter nach Osten verschoben, dann wäre er genau in der beschriebenen Sichtachse.
Manchmal hilft es, wenn man sich die projezierten Pläne auch ansieht.

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