Einrichtung für bis zu 65 Kinder – zwei Millionen Euro Investitionsvolumen JUH baut neue Kindertagesstätte

Bad Oeynhausen (WB). Die Bedarfsberechnung der Stadt hat 2016 ergeben, dass in Bad Oeynhausen Kita-Plätze fehlen. Um den Bedarf zu erfüllen, will die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) pünktlich zum Start des Kindergartenjahres 2018/2019 eine Einrichtung an der Weserstraße eröffnen. Der Rohbau soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Von Lydia Böhne
Christian Rehberg (links) und Henning Bökamp freuen sich, bald mit dem Rohbau der Kita beginnen zu können. Der Aufbau der Holzwände soll nur etwa zwei Wochen dauern.
Christian Rehberg (links) und Henning Bökamp freuen sich, bald mit dem Rohbau der Kita beginnen zu können. Der Aufbau der Holzwände soll nur etwa zwei Wochen dauern. Foto: Lydia Böhne

Die Grundstücksfläche der ehemaligen Schuhfabrik Fritz Schröder an der Weserstraße 24 hat der Löhner Architekt Henning Bökamp für das Bauprojekt an die JUH vermittelt. »Die Fläche eignet sich mit ihrer zentralen Lage südlich der Mindener Straße hervorragend für unser Vorhaben«, sagte Christian Rehberg, Regionalvorstand der Johanniter Unfall-Hilfe im Regionalverband Minden-Ravensberg. Auch die räumliche Nähe zur Oeynhauser Schweiz wolle man nutzen und durch ein Tor in der Wand einen Zugang schaffen.

Die Trägerschaft zwischen der JUH und der Stadt ist bereits vertraglich geregelt. Auch eine Vorabgenehmigung für die Tiefbau- und Erdarbeiten gibt es bereits. »Anfang November kommt die Betonsohle, und dann werden wir mit dem Rohbau beginnen, sodass der Innenausbau zügig folgen kann«, erläuterte Henning Bökamp. Die Investitionssumme beträgt laut Christian Rehberg etwa zwei Millionen Euro.

Richtfest soll 2017 gefeiert werden

Lkw sollen die vorgefertigten massiven, etwa zehn Zentimeter dicken Holzwände der Trägerkonstruktion anliefern. Der Aufbau der bis zu 3,40 Meter hohen Wände solle in etwa zwei Wochen erledigt sein. Öffnungen für Fenster und Türen seien bereits angelegt. Auch die Deckenelemente des eingeschossigen Flachdachbaus mit einer Nutzfläche von 646 Quadratmetern seien aus Holz.

»Durch die dichte Bauweise der verleimten Holzwände entsteht ein gutes Raumklima«, erläuterte Henning Bökamp. Von außen werde die Fassade mit einer Verschalung aus sibirischer Lärche veredelt. Diese müsse nicht behandelt werden und entwickele durch Verwitterung eine silber-graue Optik. »Diese Bauweise ist nicht billiger oder teurer. Der entscheidende Vorteil ist die Zeit«, erklärte der Architekt.

Noch 2017 könne Richtfest gefeiert werden, so dass die Eltern noch vor den Anmeldungen zum neuen Kindergartenjahr einen ersten Eindruck des Gebäudes bekommen können. Die energetische Versorgung der Kita erfolge über das mehrgeschossige Mehrgenerationenhaus, das die JUH im vorderen Grundstücksteil plant. Eröffnet werden soll dieses voraussichtlich Ende 2018 (diese Zeitung berichtete mehrfach).

Kita ist ausgelegt für 65 Kinder

Pünktlich zum Start des neuen Kindergartenjahrs im August 2018 soll die Kita fertiggestellt sein. Ausgelegt ist sie auf 65 Kinder. Neben einer Gruppe für 25 Kinder über drei Jahren wird es zwei gemischte Gruppen mit je 20 Kindern geben – darunter je sechs U-3-Plätze. Weil man sich beim Bau auf nachwachsende Rohstoffe fokussiert, soll auch die Kita naturnah gestaltet werden. Im 985 Quadratmeter großen Außengelände wird es neben einem Erlebnisspielplatz einen Kletterbereich, Spielanlagen, Hochbeete und eine Erlebnisbaustelle geben.

Der rote Faden soll auch beim Erziehungskonzept fortgeführt werden. »Man wird mit den Kindern ein Augenmerk auf Recycling und Mülltrennung legen«, sagte Dominic Fricke, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation der JUH Minden-Ravensberg. Um ein Farbkonzept des barrierefreien, behindertengerechten Gebäudes wolle man sich im Herbst bemühen. Neben Gruppenräumen werde es einen Wickelbereich, Schlafräume, einen Mehrzweckraum, der als Turnhalle genutzt werden kann, und eine Küche mit Kochinsel geben. Zwölf Mitarbeiter sollen die Kinder betreuen.

»Initiativbewerbungen sind bereits eingegangen und auch gerne gesehen«, sagte Christian Rehberg. Für die JUH ist es die sechste Kita im Regionalverband. Einen Namen für die Einrichtung an der Weserstraße gibt es bislang nicht. »Der findet sich bei uns eigentlich traditionell im ersten Jahr«, ergänzte der Regionalvorstand.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.