Gäste hören in Bad Oeynhausener Begegnungszentrum alle Titelsongs der Bond-Filme 007 erobert die Druckerei-Bühne

Bad Oeynhausen  (WB). Die erfolgreichste Filmreihe der Welt ist bekannt für schöne Frauen, clevere Waffen und ihre ikonische Musik. Der Agent mit der Kennung 007 ist am Samstag im Begegnungszentrum Druckerei von der Musikschule gefeiert worden – mit allen 24 Titelmelodien im neuen Gewand.

Von Jenny Karpe
Die Band »Vivo« hat unter anderem die James-Bond-Songs »Tomorrow Never Dies« (»Der Morgen stirbt nie«) aus dem Film mit Pierce Brosnan und »Live And Let Die« aus dem Jahr 1973 gespielt. Im Hintergrund gab es passend Titelbilder zu sehen.
Die Band »Vivo« hat unter anderem die James-Bond-Songs »Tomorrow Never Dies« (»Der Morgen stirbt nie«) aus dem Film mit Pierce Brosnan und »Live And Let Die« aus dem Jahr 1973 gespielt. Im Hintergrund gab es passend Titelbilder zu sehen. Foto: Jenny Karpe

Von »007 jagt Dr. No« bis »Spectre«

Von »007 jagt Dr. No« bis »Spectre« haben die Geschichten um James Bond Filmgeschichte geschrieben. Songs wie »Goldfinger«, »Skyfall«, »A View To A Kill« oder »Golden Eye« sind weltbekannt.

Im Unterricht von Musiklehrer Björn Gbur werden sie immer wieder gespielt. In einem Live-Konzert der Musikschule gab es sie bisher noch nicht zu hören. Die Idee dazu hatte Kollegin Toshie Seo. »Ich war sofort von diesem Vorschlag begeistert, James Bond ist ein großer Bestandteil meiner Jugend«, sagte Björn Gbur.

Nach einem halben Jahr der Proben ist daraus ein abwechslungsreicher Abend entstanden. Den Anfang machte die »Band 007« mit dem berühmten »James Bond Theme« aus dem ersten Film von 1962. Am Schlagzeug saß Moritz Pepping, der schon seit vier Jahren spielt.

»James Bond ist ziemlich cool, außerdem hat es viel Spaß gemacht, die Lieder einzuüben«, sagte der Zehnjährige. Weiter ging es mit einem Medley aus den drei folgenden Filmen, bei dem das Gitarrenensemble ohne Verstärker spielte. Dafür wurde es im Begegnungszentrum Druckerei besonders leise.

Konzertabend ist eine grandiose Idee

Zahlreich war das Publikum gekommen. »So einen Abend ist eine grandiose Idee«, sagte Zuschauerin Susanne Schieber. »Alle Altersgruppen haben mitgewirkt. Wer hätte gedacht, dass die Filme auch außerhalb des Fernsehers für so gute Unterhaltung sorgen können?«

Bei »For Your Eyes Only« von 1981, aufgeführt von der Combo »Jazzessoires«, sang Julia Wochner mit heller, beeindruckender Stimme. Die Sängerin ist oft in der Region zu hören, etwa im »Jazz Club« Minden. Doch auch unerfahrenere Sängerinnen aus der Musikschule trauten sich auf die Bühne. Eine davon war Sina Strathmann, die zu der Musikschulband »Vivo« gehört.

»Eigentlich mag ich die meisten Stücke, aber ›A View To A Kill‹ von Duran Duran macht besonders viel Spaß. Vor allem, da wir mit der Band eine eigene Version aufführen«, sagte sie. Im Verlauf des Abends waren auch das Violoncello von Yutaka Suzuki und die Blockflöte von Beate von Rüdiger zu hören.

Zwischen den Stücken gibt es Filmwissen

Während die Lieder in chronologischer Reihenfolge aufgeführt wurden, erzählte Björn Gbur zwischen den einzelnen Stücken interessante Fakten zu den Filmen und Schauspielern. Etwa, dass Sean Connery nicht die erste Wahl war, dass »Live And Let Die« als erster Titelsong einen Oscar erhielt oder dass James-Bond-Autor Ian Fleming seinen berühmten Agenten im Buch in Bochum-Wattenscheid auf die Welt kommen ließ.

Einen Lieblingssong hat Björn Gburdes übrigens auch, nämlich »For Your Eyes Only« von 1981. Nicht aus Sicht des Musiklehrers, »sondern weil der Song aus dem Herzen kommt«.

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