Bernd Poggemöller reagiert auf Forderung des WBV Herford-West Selbstfördern wird geprüft

Bad Oeynhausen/Löhne (WB/mcs). Um Trinkwasserengpässe in Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst und Hille langfristig in den Griff zu bekommen, wollen die im Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen zusammengeschlossenen Kommunen auch prüfen, wie sie selbst mehr eigenes Trinkwasser fördern können. Das hat WBV-Vorsteher Bernd Poggemöller am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung angekündigt.

Zur Vermeidung von Engpässen wollen die im Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen zusammengeschlossenen Kommunen auch prüfen, wie sie selbst mehr Trinkwasser fördern können.
Zur Vermeidung von Engpässen wollen die im Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen zusammengeschlossenen Kommunen auch prüfen, wie sie selbst mehr Trinkwasser fördern können. Foto: Günter Havlena/pixelio.de

Bernd Poggemöller reagierte damit auf eine entsprechende Forderung aus dem WBV Herford-West. Dessen Vertreter Alfred Würzinger hatte  im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich gemacht, dass er nicht sagen könne, wie lange der WBV Herford-West in der Lage sein würde, zusätzliches Wasser an den WBV Am Wiehen zu liefern – die Erteilung der benötigten Genehmigungen vorausgesetzt. Allein 2017 geht es um 300.000 Kubikmeter.

»Es gibt zum Beispiel Überlegungen, die Brunnengalerie in Südhemmern zu erweitern«, sagte Bernd Poggemöller. Derzeit sind dort 23 Brunnen im Einsatz, die den WBV Am Wiehen mit Trinkwasser versorgen. Weiteres Wasser wird schon jetzt – etwa vom WBV Herford-West – zugekauft.

Fördermöglichkeiten in Südhemmern sind begrenzt

Die Möglichkeiten in Südhemmern sind laut Bernd Poggemöller aber überschaubar: »Sowohl östlich als auch westlich von uns fördern auch andere Beschaffungsverbände ihr Wasser.« Zudem sei es wichtig, bei allem Streben nach Quantität auch immer die Qualität im Auge zu behalten. Bernd Poggemöller: »Das gilt etwa im Hinblick auf die Nitratbelastung.« Bislang gebe es in dieser Hinsicht allerdings noch keine Probleme.

»Ich kann auch nicht ausschließen, dass wir Möglichkeiten prüfen werden, im Gebiet der Stadt Löhne weiteres Wasser zu fördern«, sagte Bernd Poggemöller. Doch das gehe nicht von jetzt auf gleich. Nach Einholung aller erforderlichen Gutachten und Genehmigungen müsste das Wasser aufbereitet und ins bestehende Leitungsnetz eingespeist werden – ein sehr aufwendiger Prozess.

Weitere Beratungen auf Bürgermeisterebene solle es nach dem nächsten Gespräch mit der Bezirksregierung geben. Dieses ist für Mittwoch, 21. Juni, terminiert.

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