Komödiant Dustin Nicolodi zeigt noch bis 25. Juni sein Können in Bad Oeynhausen Als »Coperlin« haut er gern daneben

Bad Oeynhausen (WB). Eine künstlerische Feuertaufe und die Gelegenheit, mit seiner Schwester Sheila aufzutreten, bietet »Die Große Coperlin Show« von Dustin Nicolodi (33). Der Schweizer stammt aus einer Artisten-Dynastie und zeigt noch bis Ende Juni im GOP-Kaiserpalais sein Können als charmanter Komödiant in einer rasanten Schau , die er mitkonzipiert hat.

Von Rajkumar Mukherjee
Mit seiner Idee der »Coperlin Show« tritt Dustin Nicolodi noch bis zum 25. Juni im GOP-Kaiserpalais auf. Ein neues Programm stellt er im November vor.
Mit seiner Idee der »Coperlin Show« tritt Dustin Nicolodi noch bis zum 25. Juni im GOP-Kaiserpalais auf. Ein neues Programm stellt er im November vor.

Die Verwandlung verblüfft: Aus dem zurückhaltenden, freundlich-charmanten Künstler Dustin Nicolodi wird auf der Bühne der fast eitle »Coperlin«, mit schwülstigem Blick und großer Pose. Dann jongliert, tanzt und plaudert die Kunstfigur – aber die große Show endet immer wieder im artistischen Chaos. Das ist von Dustin Nicolodi gewollt: Denn die Tricks sollen zur Freude des Publikums haarscharf daneben gehen und für Unterhaltung sorgen.

Es ist die erste eigene Varieté-Show, die Dustin Nicolodi für alle GOP-Häuser mitkonzipiert hat. Die Chance gab ihm 2013 Werner Buss, künstlerischer Direktor der GOP Entertainment Group. »Er sah mich und sagte direkt: ›Du bist der roten Faden einer neuen Show‹«, erzählt Dustin Nicolodi.

Die besten Voraussetzungen für eine Karriere im Varieté hat ihm seine Familie mitgegeben. »Ich gehöre der achten Artisten-Generation in meiner Familie an«, sagt Dustin Nicolodi. Zu dieser Generation gehört auch Schwester Sheila (30), die in der »Großen Coperlin Show« als Tänzerin an der Pole-Dance-Stange auftritt. Und auch Freundin und Tänzerin Alexandra Kovalyova ist dabei.

Kinderjahre im »Moulin Rouge«

Die Geschwister wurden bei ihrem Werdegang von ihren Eltern geprägt. Vater Willer stammt aus Italien, Mutter Beatrice aus der Schweiz. Dort lebt die Familie auch heute noch. Vater Willer hatte seine Karriere mit zehn Jahren als Akrobat im Zirkus Knie begonnen. Später trat er mit seinen Brüdern Alex und Ben auf und feierte in Europa und den USA Erfolge. 1979 lernte Willer Nicolodi während eines Auftrittes seine spätere Ehefrau Beatrice kennen, die vier Jahre zuvor »Miss Schweiz« wurde. Weil die Artistik die Körper der Artisten sehr beansprucht, stieg Willer Nicolodi 1995 auf das Bauchreden um.

1983 nahm der Vater ein Engagement im weltberühmten Pariser Varieté »Moulin Rouge« an. Zwölf Jahre verbrachte die Familie in der französischen Metropole. »Hier habe ich die spannende Atmosphäre des ›Moulin Rouge‹ kennengelernt. Und ich merkte, ich will unbedingt Artist werden«, sagt Dustin Nicolodi.

Nach der Zeit in Paris besuchte Dustin Nicolodi eine Zirkusschule in Italien, schloss sich im Alter von 15 Jahren seinem Vater Willer an: Von ihm lernte er das Artistenfach kennen. Vom 17. bis zum 26. Lebensjahr trat er mit Handakrobatik auf. Doch die körperliche Anstrengung spürte auch er irgendwann: »Ich bin dafür mit 1,86 Meter einfach zu groß.«

Lehrjahre als Komödiant

Er entschloss sich ebenso, vom Fach der Artistik in die Comedy zu wechseln. Der Anfang war nicht einfach. »Ich bin aufgetreten, und niemand im Publikum hat gelacht. Aber es gilt: Die einen geben auf, die anderen machen weiter«, sagt Dustin Nicolodi. Also sammelte er mit jedem Auftritt Erfahrung, beispielsweise bei Engagements in Italien und Ungarn. Auch Vater Willer half dabei. Die nötige Routine und das Timing der Gags lernte er später auch bei Auftritten im Europa-Park Rust.

Noch bis Sonntag, 25. Juni, ist »Die Große Coperlin Show« im GOP-Kaiserpalais zu sehen. Karten gibt es in der WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstelle (Telefon 05731/251524), Klosterstraße 24, zu folgenden Zeiten: montags bis freitags 9.30 bis 17 Uhr, samstags 9.30 bis 12 Uhr.

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