Bezirksregierung sichert Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen Unterstützung zu Konstruktive Gespräche über Wasserengpass

Bad Oeynhausen/Löhne  (WB). Um einen Trinkwasserengpass in Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst und Hille langfristig in den Griff zu bekommen, haben sich Vertreter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen und der Bezirksregierung Detmold am Mittwoch auf ein zweistufiges Verfahren verständigt. Das hat WBV-Vorsteher Bernd Poggemöller am Abend im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt.

Von Malte Samtenschnieder
Um einen Trinkwasserengpass langfristig zu vermeiden, wollen Vertreter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen und der Bezirksregierung Detmold ein zweistufiges Verfahren umsetzen.
Um einen Trinkwasserengpass langfristig zu vermeiden, wollen Vertreter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen und der Bezirksregierung Detmold ein zweistufiges Verfahren umsetzen. Foto: Sven Dovermann/pixelio.de

»Zum einen geht es darum, dass wir kurzfristig zusätzliche Wassermengen in Aussicht gestellt bekommen«, sagte Bernd Poggemöller. Zu diesem Zweck werde auf vorhandene Notverbundsstrukturen zurückgegriffen. »Wir werden zum Beispiel über den WBV Herford-West eine Anfrage stellen, ob wir freie Wassermengen aus Bielefeld beziehen können«, sagte der Vorsteher des WBV Am Wiehen.

Voraussetzung für eine solche Regelung sei aber, dass alle Städte, die Wasser von den Stadtwerken Bielefeld beziehen, ihr zustimmen. Bernd Poggemöller: »Außerdem muss geprüft werden, ob es hydraulisch möglich ist, das Wasser durch die vorhandenen Netze von Bielefeld, wo es übrig ist, bis nach Bad Oeynhausen und Löhne, wo es benötigt wird, zu pumpen.«

Regierungspräsidentin signalisiert Unterstützung

Parallel dazu werde ein Antragsverfahren vorbereitet, dass es dem WBV Herford-West ermöglichen soll, die Fehlmenge von 300.000 Kubikmetern im Jahr 2017 selbst zu fördern und an den WBV Am Wiehen zu liefern. »Dabei sind wir auf die Unterstützung der Bezirksregierung angewiesen«, sagte Bernd Poggemöller.

Normalerweise dauere ein derartiges Antragsverfahren ein halbes Jahr. »Soviel Zeit haben wir aber nicht.«. Deshalb baue er darauf, dass sich die Bezirksregierung für ein beschleunigtes Verfahren einsetze, sagte Bernd Poggemöller. Speziell Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl habe diesbezüglich Unterstützung signalisiert.

Weiterer Gesprächstermin ist am 21. Juni geplant

Über Details des Gesprächs mit der Bezirksregierung will Vorsteher Bernd Poggemöller Vertreter der im WBV Am Wiehen zusammengeschlossenen Kommunen am Donnerstag bei einem Gespräch im Löhner Rathaus informieren.

Ein nächster Gesprächstermin mit der Bezirksregierung Detmold ist für Mittwoch, 21. Juni, angesetzt. Auch wenn sich die Trinkwassersituation kurzfristig entspannt habe, dränge die Zeit. Bernd Poggemöller: »Im Juni und Juli wird es sicher weitere problematische Hitzephasen geben.«

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