27 Franzosen aus Bad Oeynhausens Partnerstadt Fismes besuchen die Kurstadt Freundschaft vertiefen und weiterführen

Bad Oeynhausen (WB). Die Städtepartnerschaft zwischen Bad Oeynhausen und der französischen Gemeinde Fismes ist seit fast 50 Jahren Sinnbild für die Freundschaft zweier Nationen. Ein stabiles Fundament dessen sind seit langem die jährlichen Austausche. Über Pfingsten war eine 27-köpfige Delegation aus Fismes in der Kurstadt zu Gast.

Von Lydia Böhne
27 Gäste aus Fismes haben die Stadt Bad Oeynhausen und der Partnerschaftsring begrüßen dürfen. Drei Tage haben sie in der Kurstadt verbracht.
27 Gäste aus Fismes haben die Stadt Bad Oeynhausen und der Partnerschaftsring begrüßen dürfen. Drei Tage haben sie in der Kurstadt verbracht. Foto: Lydia Böhne

Fismes Bürgermeister Jean-Pierre Pinon hatte sich im Vorfeld darauf gefreut, bei einem Em­pfang im Kaiserpalais erstmals die Bekanntschaft mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier zu machen. Doch dieser musste sich aus Krankheitsgründen durch Ursula Sieker, Vorsitzende des Kulturausschusses, vertreten lassen. Auch ein geplantes Mittagessen, der Besuch der Wildwasserbahn auf der Aqua Magica und die gemeinsame Besichtigung der Nordumgehung mussten gekänzelt werden.

Jean-Pierre Pinon spricht Einladung aus

Eine Offerte für einen zweiten Versuch gibt es aber bereits. Bürgermeister Jean-Pierre Pinon lud sein Pendant aus Deutschland für das nächste Jahr zu einem Besuch nach Fismes ein. Pinon, der seit 2001 Bürgermeister der französischen Gemeinde ist, hat in seiner Amtszeit Bekanntschaft mit verschiedenen Stadtoberhäuptern gemacht. »Bisher haben alle immer versucht, die Freundschaft zu vertiefen und weiterzuführen«, sagte Jean-Pierre Pinon.

Übersetzt wurde seine Rede für die anwesenden Gäste von Solange Böcke. Sie übersetzte den französischen Gästen im Gegenzug auch die Grußworte Wilmsmeiers, die von Ursula Sieker vorgetragen wurden. In seiner Rede sprach sich Achim Wilmsmeier dafür aus, mit der gefestigten Städtepartnerschaft vereint gegen die aufzutreten, die sich mit ihrer Nation lieber isolieren wollen.

2018 wird das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert

Jean-Pierre Pinon hatte in seiner Ansprache die Vermutung angestellt, dass diese fast 50-jährige Freundschaft vor allem auf dem Willen beider Städte beruhe, sich immer besser kennenzulernen. Als Zeichen der Verbundenheit hatte die französische Delegation den deutschen Freunden ein Bild mit der Ansicht ihres Rathauses mitgebracht. Auch im Rathaus in Fismes finde man dieses Bild. Nach dem Empfang im Kaiserpalais brach die Gruppe zu einem Tagesausflug nach Paderborn auf. Neben einem Rundgang durch die Altstadt stand auch der Besuch des Computermuseums auf dem Programm. Den Sonntag konnten alle Familien bis zum gemeinsamen Spargelessen am Abend frei gestalten, bevor die 27 Gäste am Montag die Heimreise antraten.

»Die meisten sind nicht das erste Mal in Bad Oeynhausen zu Gast und kennen den hiesigen Kurpark und die Innenstadt bereits, deshalb suchen wir uns neue Ausflugsziele«, erläuterte Dr. Henning Schmidt vom Partnerschaftsring. In 18 Gastfamilien war die Delegation beim diesjährigen Besuch untergebracht.

Zum ersten Mal haben Martina Stritzke und ihr Mann Claus ein französisches Ehepaar, das ebenfalls zum ersten Mal teilnahm, bei sich beherbergt. »Ich kenne solche Austausche aus der Schulzeit meiner Tochter und habe gerne Menschen um mich«, sagte Martina Stritzke. »Wir wollen unseren Gästen noch das Salz- und Zuckerland, den Museumshof und den Kurpark zeigen«, ergänzte Stritzke. Die Verständigung klappe soweit gut. »Mein Schulfranzösisch kommt nach und nach wieder an die Oberfläche«, sagte Matina Stritzke mit einem Lachen. Beim nächsten Austausch, einem Besuch in Fismes im kommenden Jahr, wollen sie und ihr Mann dann die kleine Gemeinde in Frankreich erkunden. Dann wird es auch eine Feierlichkeit anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft geben. 1968 war die Partnerschaft zwischen Fismes und der damaligen Teilgemeinde Eidinghausen entstanden.

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