Kuratorin aus Bad Oeynhausen lebt seit 1999 in London Rosenberg: Die Angst nimmt seit Jahren zu

London/Bad Oeynhausen (WB). Der Terroranschlag in der Innenstadt Londons am Samstagabend beschäftigt auch die gebürtige Bad Oeynhausenerin Katja Rosenberg (43). Seit 1999 lebt die freischaffende Kuratorin in der britischen Hauptstadt, derzeit in Walthamstow, im Nordosten der Metropole.

Von Rajkumar Mukherjee
Die freischaffende Kuratorin Katja Rosenberg aus Bad Oeynhausen lebt seit vielen Jahren in London.
Die freischaffende Kuratorin Katja Rosenberg aus Bad Oeynhausen lebt seit vielen Jahren in London. Foto: privat

Verlassene Busse stehen am 4. Juni auf der London Bridge. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

Zu Beginn des Anschlags, als ein Lieferwagen auf der London Bridge in eine Gruppe Menschen fuhr, war Katja Rosenberg nicht in direkter Nähe, sagte sie am frühen Pfingstsonntag im Telefonat mit dem WESTFALEN-BLATT. Mit einer Freundin war sie im Hackney Picture House, einem Kino, etwa 20 Minuten mit dem Bus von der London Bridge entfernt. »Wir waren damit weit weg vom Zentrum der Ereignisse«, sagte Katja Rosenberg. Am Sonntag verfolgte auch sie die Nachrichten, war mit Freunden in und außerhalb Londons im Austausch. »Noch wissen wir zu wenig über die Hintergründe.«

Rosenberg: Menschen stellen sich auf »extreme Situationen« ein

Seit »zwei, drei Jahren« stelle sie fest, dass besonders auch in London die Angst vor möglichen terroristischen Anschlägen zunimmt: »Das ist deutlich spürbar, wenn man mit den Menschen spricht.« Sie beobachte, dass vor allem auch in London die Bürger sich vermehrt auf »extreme Situationen einstellen müssen und versuchen, damit umzugehen«.

»Jederzeit kann etwas in London oder anderswo passieren. Trotzdem ist es wichtig, sich immer wieder klarzumachen, dass unser Leben auch nach solchen Ereignissen weitergehen muss«, sagt sie.

Geplante Projekte

Als freischaffende Kuratorin in London initiiert, organisiert und begleitet Katja Rosenberg verschiedene Kunstprojekte, auch mit internationalen Künstlern. In Projekten im kommenden Jahr möchte sie sich unter anderem mit dem Thema »Extreme Ereignisse und das Umgehen damit« beschäftigen. Dabei macht sie sich auch Gedanken über mögliche Ursachen für Terror und die Verantwortung der Weltgemeinschaft hierbei.

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