Gebürtiger Bad Oeynhausener Alexander Rosin tritt seit 2006 als Alex Amsterdam auf Heimkonzert wird zum Heimspiel

Bad Oeynhausen (WB). Vor elf Jahren hat Alexander Rosin beschlossen, seiner Heimat Bad Oeynhausen und damit auch der Band »Queen Mom« den Rücken zu kehren, um in Düsseldorf unter dem Namen »Alex Amsterdam« als Solo-Künstler neu durchzustarten. Mit Erfolg. 700 Konzerte und drei Studioalben später ist er am Mittwoch wieder einmal in der Kurstadt aufgetreten.

Von Malte Samtenschnieder
Als Indie-Rock mit englischen Texten beschreibt Alexander Rosin seinen eigenen Stil. Bei seinen diversen Live-Auftritten begleitet sich der 36-Jährige auf der Gitarre.
Als Indie-Rock mit englischen Texten beschreibt Alexander Rosin seinen eigenen Stil. Bei seinen diversen Live-Auftritten begleitet sich der 36-Jährige auf der Gitarre. Foto: Malte Samtenschnieder

»Düsseldorf ist zwar inzwischen mein Zuhause. Aber Bad Oeynhausen bleibt immer meine Heimat«, sagt Alexander Rosin. Deshalb freue er sich sehr, im Durchschnitt alle eineinhalb Jahre in der Kurstadt aufzutreten. So lange ist auch sein letzter Auftritt her: Weihnachten 2015 mit seiner ehemaligen Band »Queen Mom« im Begegnungszentrum Druckerei.

Facebook und Instagram bieten direktes Feedback

»Das war ein tolles, aber wohl recht einmaliges Ereignis«, sagt der 36-Jährige rückblickend. Denn mittlerweile seien die Bandmitglieder in alle Winde verstreut. Eine Entwicklung, die vor elf Jahren abzusehen gewesen sei. Alexander Rosin: »Nachdem ich beschlossen hatte, dass ich als Musiker meinen Lebensunterhalt bestreiten wollte, musste ich die Band verlassen.« Die anderen Mitglieder hätten die Band eher als Hobby angesehen und zum Teil bereits andere Berufe ausgeübt.

Die Entscheidung, nach Düsseldorf zu gehen, habe er nicht willkürlich getroffen. »Mein Vater hat dort einen Musikverlag«, sagt der Singer/Songwriter. Einerseits habe er sich von dem bekannten Kinderlieder-Komponisten Volker Rosin abgrenzen wollen – auch durch die Wahl des Künstlernamens »Alex Amsterdam«. »Andererseits bin ich ihm aber dankbar, dass er mir einen Teilzeitjob angeboten hat«, sagt Alexander Rosin. So kümmert sich der gelernte Industriekaufmann seit 2006 um die Aktivitäten von »Moon Records« bei Facebook, Instagram und Co.

In den sozialen Netzwerken im Internet mit immer neuen Inhalten präsent zu sein, ist auch für Alexander Rosin von großer Bedeutung. »Bei Facebook und Instagram schätze ich besonders das direkte Feedback der Fans«, sagt der 36-Jährige. Per Internet machte Alexander Rosin auch seinen aktuellen Auftritt in Bad Oeynhausen dingfest – es handelt sich um eins von sieben Heimkonzerten, für die der Musiker in den nächsten Monaten gebucht ist.

Nächste CD soll Anfang 2018 erscheinen

»Bei diesen Veranstaltungen weiß ich vorher nicht, was mich erwartet«, sagt Alexander Rosin. Er sei in dieser Kategorie schon vor zehn bis 30 Zuhörern in Wohnzimmern, Kellerräumen und Küchen oder sogar vor etwa 100 Gästen bei einem Straßenfest aufgetreten. »Wer mich für ein Heimkonzert engagieren will, muss mich mit seiner Bewerbung überzeugen, dann ist fast alles möglich«, sagt der Musiker. Den jüngsten Auftritt absolvierte er bei Familie Wefelmeier, die einst das Kino »Die Leiter« betrieb. Daran habe er noch viele Erinnerungen.

Auch auf neue Klänge von Alex Amsterdam dürfen sich die Fans freuen. Anfang 2018 bringt er die nächste CD heraus. Einzelne Titel sind vorab bei rund 40 bis Jahresende angesetzten Auftritten – so auch bei Festivals – zu hören.

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