Premierenpublikum von neuer Show im GOP-Kaiserpalais begeistert Varieté mit Coperlin? Einzigartig!

Bad Oeynhausen (WB). Glitter, Glamour und Comedy versprechen die Macher der »Großen Coperlin Show« den Besuchern des neuen Varieté-Programms im GOP-Kaiserpalais. Zu Recht. Wer sich auf den verschrobenen Conférencier und seine hochklassige Künstlergilde einlässt, erlebt zwei kurzweilig-unterhaltsame Stunden im Las-Vegas-Stil.

Von Malte Samtenschnieder
Dustin Nicoldi alias »Coperlin« beherrscht nicht nur alle gängigen Taschenspieler-Tricks aus dem Effeff. In humorvoller Conférence führt er durch die neue unterhaltsame Varieté-Show im GOP-Kaiserpalais. Diese trägt – zu Recht – seinen Künstlernamen im Titel.
Dustin Nicoldi alias »Coperlin« beherrscht nicht nur alle gängigen Taschenspieler-Tricks aus dem Effeff. In humorvoller Conférence führt er durch die neue unterhaltsame Varieté-Show im GOP-Kaiserpalais. Diese trägt – zu Recht – seinen Künstlernamen im Titel. Foto: Malte Samtenschnieder

Kartentricks, Messerjonglage oder Geldschein-Schummeleien – Titelheld »Coperlin« alias Dustin Nicoldi hat vor keinem gängigen Taschenspieler-Trick Respekt. Das rächt sich bitterlich. Denn im Verlauf der nach ihm benannten Show will einfach nichts gelingen – zumindest nicht so, wie es das Publikum erwarten würde.

Das hat seinen Charme. Die Gäste schauen »Coperlin« amüsiert beim immer neuen Scheitern zu. Dabei ist der Künstler nicht zimperlich – etwa wenn er einen sprichwörtlichen »Hammer« aus dem Koffer holt oder den Gästen »Maggi« statt »Magie« auftischt.

Zwischen den humorvollen Passagen erwartet das Publikum der »Großen Coperlin Show« Akrobatik vom Feinsten. Den Anfang macht Emma Philipps am Luftring. Mit lyrischen Bewegungen zu bunten Laserblitzen gestaltet sie den James-Bond-Titelsong aus »Skyfall«. Darüber hinaus ist sie mit chinesischer Fußjonglage zu sehen. Faszinierend, wie sie rotierende Schirmchen kreisen lässt.

Publikum feiert Künstler mit tosendem Applaus

Mit flinken Füßen tritt auch Marcel Peneux dem Publikum gegenüber. Scheinbar spielerisch serviert er eine rasante Stepptanz-Version des Gospel-Klassikers »Oh when the saints«. Zu Recht feiert das Publikum den mehrfachen Stepptanz-Weltmeister mit tosendem Applaus.

Auch bei Guy Waerenburgh brandet Beifall auf. Denn der Jongleur stellt sich einer herausfordernden Doppelbelastung: Während er kontinuierlich versuchen muss, die Teller auf einem Gestänge im Bühnenhintergrund am Drehen zu halten, lässt er sich zum Herumwirbeln von Klötzen oder Bällen hinreißen – alle Achtung.

Für zauberhafte Momente sorgen Craig Christian und Elizabeth mit ihrer »Evolution of Magic«. Schwerterkästen, Kartentricks, Entfesselung – spätestens, wenn Elizabeth mit gegenüber den Beinen um 90 Grad verdrehtem Rumpf dazustehen scheint, erkennen auch die Letzten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Gesetze der Schwerkraft außer Kraft gesetzt

Die Gesetze der Schwerkraft führt zunächst das Duo Liazeed mit seiner faszinierenden Kraftakrobatik ad absurdum. Höhepunkt: Akrobat Francisco spaziert im Handstand eine Treppe herunter, während seine Partnerin Zaida kopfüber seine Taille umschlingt.

Am Dance Pole zeigt Sheila Nicolodi ihr Talent. Ähnlich wie Dmitry Deyneko an den Strapaten gelingt es der Akrobatin mit absoluter Körperbeherrschung, fantastische Bewegungsbilder zu inszenieren. Mitreißende Musik und ein stimmungsvolles Lichtdesign runden den Gesamteindruck ab.

Gleiches gilt für die Tänzerinnen Alexandra Kovaloyva und Olivia Grainge, die mit Conférencier »Coperlin« immer wieder Revue-Atmosphäre versprühen. Ohne diese Einlagen wäre das Las-Vegas-Feeling nicht komplett. Noch bis Sonntag, 25. Juni, können sich Interessierte davon überzeugen.

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