Fachbereichsleiter wird neuer Technischer Beigeordneter Reeker wechselt nach Lünen

Bad Oeynhausen (WB). Arnold Reeker, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen der Stadt, wird neuer Technischer Beigeordneter in Lünen. Jetzt ist er dort einstimmig vom Rat gewählt worden.

Von Claus Brand
Nach der Wahl in Lünen: Die neue Verwaltungsspitze ist komplett mit (von links) Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß, Stadtkämmerer Uwe Quitter, Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und Arnold Reeker, der zum neuen Technischen Beigeordneten gewählt wurde
Nach der Wahl in Lünen: Die neue Verwaltungsspitze ist komplett mit (von links) Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß, Stadtkämmerer Uwe Quitter, Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und Arnold Reeker, der zum neuen Technischen Beigeordneten gewählt wurde Foto: Stadt Lünen

In der etwa 88 000 Einwohner zählenden Stadt im westlichen Westfalen tritt er die Nachfolge von Matthias Buckesfeld an, der nach langer Krankheit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Reeker soll zum 1. Juli seine Arbeit aufnehmen. Der dortige Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns kommentierte die Wahl so: »Auch wir haben jetzt unseren Mister 100 Prozent.« Reeker, der sich gegen 17 Mitbewerber durchsetzte, habe es in seinen Vorstellungsrunden geschafft, selbst gebürtigen Lünern ihre Stadt noch näher zu bringen.

2010 von Bad Salzuflen nach Bad Oeynhausen gekommen

Zum 1. Oktober 2010 war Arnold Reeker als damaliger Fachdienstleiter Stadtplanung und Umwelt in Bad Salzuflen von dort nach Bad Oeynhausen gewechselt. Seit 1995 lebt der in Dreierwalde bei Rheine geborene Münsterländer im Kurort im Kreis Lippe. Jetzt wechselt er nach Lünen an der Lippe und verantwortet dort als einer von drei Beigeordneten die Bereiche Bauordnung, allgemeine Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, Stadtgrün, Stadtplanung, Straßenbau, Vergabe und Service, Verkehrslenkung und Überwachung sowie Vermessung. »Der Bereich Hochbau und Gebäudemanagement gehört im Gegensatz zu Bad Oeynhausen nicht dazu«, sagte Reeker am Freitag. »Die Situation in Bad Oeynhausen ist auch nicht besser geworden«, nannte er einen Beweggrund für seinen Wechsel, ohne dies weiter auszuführen. Ein Personalberater hatte ihn zur Bewerbung ermuntert. Er lobte ausdrücklich »die sehr produktive und kreative Teamarbeit« im Rathaus II. Ausschlaggebend für den Wechsel seien vor allem die neuen Herausforderungen in Lünen und die für ihn persönlich reizvolle Lage der »sehr attraktiven Stadt« am Übergang von Ruhrgebiet und Münsterland gewesen. Als berufliche Herausforderungen nennt er die Entwicklung eines ehemaligen Zechengeländes, auf dem unter anderem auch eine Forensische Klinik entstehen soll, die Entwicklung von Stadtteilen, bei der viele soziale Fragen im Mittelpunkt stünden, und, ebenso wie in Bad Oeynhausen, große Verkehrsprojekte: »Für die B 54 gibt es Pläne für den Ausbau von zwei auf vier Spuren.« Das sei im Detail zu gestalten und der umgekehrte Ansatz wie in Bad Oeynhausen, wo die Mindener Straße nach Freigabe der Nordumgehung zweispurig werden könnte, in Verbindung mit einem Radschnellweg.

Als wichtige Aufgaben in Bad Oeynhausen nannte er rückblickend die Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). Reeker: »In Lünen ist man eher bereits am Abschluss dieses Prozesses. Am Sonntag wird dort der neu gestaltete Willy-Brandt-Platz, auch mit Städtebaufördermitteln gestaltet, eingeweiht. Ich werde hinfahren.«

ISEK-Maßnahmen umsetzen

Mit Blick auf Bad Oeynhausen hofft er, dass Maßnahmen aus dem ISEK umgesetzt werden. Reeker: »Dafür muss man aber die Fördermittel abrufen.« Jüngst standen dabei die Debatte zur Umgestaltung der Fußgängerzone sowie die Entwicklung des Sanierungsgebietes im Bereich Mindener Straße/Nordbahn im Mittelpunkt. Das ISEK habe ein Volumen von etwa acht Millionen Euro, davon 70 Prozent mögliche Fördermittel. Die Begleitung des Projektes Nordumgehung, den Klimaschutz mit energiesparendem Gebäudemanagement und dem Thema LED-Straßenbeleuchtung sowie den Masterplan Klimafreundliche Mobilität, unter anderem mit der Förderung des Radverkehrs, nennt er als weitere wichtige Punkte seiner Arbeit. Wichtig in Zukunft sei die weitere Gestaltung des Nordbahnhof-Gebäudes in zentraler Innenstadtlage. Reeker: »Uns ist kürzlich vorgeworfen, zu viele Gutachten erstellen zu lassen.« Aus seiner Sicht seien sie notwendige Grundlage für einen qualifizierten Planungsprozess mit Bürgerbeteiligung.

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