Zehntklässler der Gesamtschule Bad Oeynhausen blicken bei Abschlussfeier zurück Zusammengewachsen wie eine Familie

Bad Oeynhausen  (WB). »Wir halten zusammen.« Wie ein roter Faden hat sich diese Botschaft am Donnerstag durch die Abschlussfeier des zehnten Jahrgangs der Gesamtschule Bad Oeynhausen im voll besetzten Theater im Park gezogen.

Von Malte Samtenschnieder
118 junge Erwachsene haben an der Gesamtschule erfolgreich die zehnte Klasse beendet. Vor der Zeugnisvergabe versammelten sie sich zum Erinnerungsfoto vor der Wandelhalle.
118 junge Erwachsene haben an der Gesamtschule erfolgreich die zehnte Klasse beendet. Vor der Zeugnisvergabe versammelten sie sich zum Erinnerungsfoto vor der Wandelhalle.

Neben den obligatorischen Reden hatte jede der vier Parallelklassen etwas einstudiert, um sich zu verabschieden. Die Bandbreite reichte von einem gemeinsam vorgetragenen Klassensong über ein Gedicht bis hin zu einer Tanzdarbietung. Nach jedem Auftritt durften auch Dankesworte an die jeweiligen Klassen- und Fachlehrer nicht fehlen. Mancher der angesprochenen Pädagogen musste angesichts der wohlmeinenden Worte womöglich gar die eine oder andere Träne verdrücken.

Für anrührende Momente sorgten auch Jenny Puschkaschow (Klavier) und Louis Wagner (Cello) mit einem »Andantino« von Pergolesi. Ebenso wie Sängerin Alina Gorn mit ihrer emotionalen Version der Pop-Ballade »Say something« konnten sich die Instrumentalisten über reichlich Applaus ihrer Mitschüler freuen.

Bürgermeister vergleicht Gesamtschule mit Omnibus

Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiterin Sylvia Peto und einer Anmoderation durch Tamara Michalski und Louis Wagner wandte sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier an die Entlassschüler. Er verglich die Gesamtschule Bad Oeynhausen mit einem »Omnibus«. Ins Deutsche übersetzt bedeute der lateinische Begriff »mit allen«.

»Wie in einem Omnibus kommen in der Gesamtschule Bad Oeynhausen ganz unterschiedliche Schüler zusammen«, sagte Achim Wilmsmeier. Einige läsen, einige unterhielten sich, andere äßen – der Fahrer nehme alles großzügig hin. Mit dem Abschluss der zehnten Jahrgangsstufe sei für die Schüler die Endstation erreicht. Der Bürgermeister: »Einige werden jetzt arbeiten, andere gehen weiter zur Schule – die gemeinsame Zeit im Bus ist aber für alle von Ihnen endgültig vorbei.«

Schulleiter lobt Abschlussergebnisse

Ähnlich äußerte sich Dirk Rahlmeyer. »Mit dem heutigen Tag geht für 118 Schüler ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende«, sagte der Schulleiter. Die Ergebnisse könnten sich sehen lassen. Mehr als ein Drittel der Zehntklässler werde nach den Sommerferien die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule besuchen. Ein weiteres Drittel habe die Fachoberschulreife erlangt. Etwas Grundlegendes ändere sich für die meisten: »Künftig gibt es kein Netz mehr, wie die Schule, das Euch bei Fehlern auffängt. Eltern und Freunde werden deshalb um so wichtiger«, sagte der Schulleiter.

Vor der Ausgabe der Abschlusszeugnisse standen auch noch verschiedene Ehrungen auf dem Programm. Auszeichnungen als Jahrgangsbeste erhielten Gina-Denice Limberg (Notendurchschnitt 1,1) und Fynn Steppeler (Notendurchschnitt 1,6). Darüber hinaus konnten sich Schüler, die sich beispielsweise in der Kiosk-AG, als Busbegleiter, als Schulsanitäter, in der Schülervertretung, als Streitschlichter oder Juniorpartner engagiert hatten, über eine Würdigung freuen.

Verleihung des Social Awards ist besonderer Moment

Ein besonderer Moment war auch die Verleihung des Social Awards der Volksbank. Er ging diesmal an Louis Wagner. »Ich bin sehr stolz, dass wir in diesem Jahr so viele Schüler auszeichnen können. Das ist aber ein Markenzeichen unserer Gesamtschule«, sagte Abteilungsleiterin Sylvia Peto im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Liste der Geehrten umfasste etwa 50 Namen.

Auch die Klassenlehrer hatten sich etwas Besonderes für die Abschlussfeier überlegt: Sie stimmten den Song »Pflaster« an.

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