Politische Mehrheit schiebt Projekt im Fachausschuss Riegel vor Kein Denios-Logistikzentrum in Dehme

Bad Oeynhausen (WB). Derzeit gibt es keine greifbare Option mehr für die Denios AG, das bisher in Löhne ansässige Logistikzentrum nahe am Dehmer Hauptstandort neu zu errichten.

Von Claus Brand
Die Denios AG hat ihren Stammsitz in Bad Oeynhausen-Dehme. Pläne, in der näheren Umgebung ein Logistikzentrum zu bauen, sind derzeit nicht umsetzbar.
Die Denios AG hat ihren Stammsitz in Bad Oeynhausen-Dehme. Pläne, in der näheren Umgebung ein Logistikzentrum zu bauen, sind derzeit nicht umsetzbar. Foto: Claus Brand

Die Tür dafür geschlossen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung mit einer Stimme Mehrheit. Während die anwesenden Vertreter des Fünfer-Bündnisses (SPD, Grüne, BBO, Linke, UW) mit Ausnahme von Friedhelm Schäfer (SPD) für einen Antrag der BBO stimmten, votierte die CDU dagegen. Der gefasste Beschluss ging sogar noch einen Schritt weiter als der ursprüngliche Antrag der BBO.

Der sah vor, dass eine Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der Nordumgehung zur Entwicklung eines Gewerbestandortes nicht erfolgen soll. Die Mehrheit sprach sich nun dafür aus, dass auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes »zur Entwicklung einer betriebsgebunden Entwicklungsfläche« nicht erfolgen soll«. Dabei wäre es konkret um das Denios-Logistikzentrum gegangen.

Zwischenzeitlich hatte die Bezirksregierung Detmold nach Informationen dieser Zeitung signalisiert, auf übergeordneter Ebene der Änderung des Regionalplanes mit dem Ziel einer betriebsgebundenen Entwicklungsfläche für das Logistikzentrum möglicherweise grünes Licht erteilen zu können. Einer generellen Ausweisung von neuer Gewerbefläche hatte die Bezirksregierung aber eine Absage erteilt.

Landwirte wollen Flächen nicht verkaufen

Als größtes Hindernis für die Pläne der Denios AG hatte sich nach Informationen des WESTFALEN-BLATTS jedoch zuletzt herauskristallisiert, dass Landwirte die für das Logistikzentrum ins Auge gefassten Flächen nicht verkaufen würden. Dies soll zumindest im dafür vom Unternehmen angestrebten Zeitraum für die Umsetzung des Projektes der Fall sein.

Gegen die Pläne für eine Logistikzentrum an diesem Standort hatte sich auch eine Bürgerinitiative gebildet. Im Fachausschuss begründete Klaus Rasche noch einmal den BBO-Antrag. Er verwies unter anderem darauf, das die Lebensqualität der Bürger in diesem Bereich bereits durch die Auswirkungen der Nordumgehung stark beeinträchtigt sei. Zudem wies er auf die Nähe der vorgesehen Flächen zum Kur- und Klinikstandort Bad Oexen hin. Denios-Vorstand Helmut Dennig äußerte sich zur jüngsten Entwicklung nicht.

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