Erster Aktionstag »Open Arts« des Kant-Gymnasiums stößt auf großes Interesse Mit übersprudelnder Kreativität

Bad Oeynhausen (WB). Viel Raum zur kreativen Entfaltung hat das Immanuel-Kant-Gymnasium seinen Schülern am Samstag gewährt: Bei einem Tag der Künste unter dem Motto »Open Arts« waren mehr als 30 verschiedene Programmpunkte zu erleben.

Von Malte Samtenschnieder
Einen ganz besonderen Ort hat sich der Chor unter der Leitung von Manuel Doormann für sein Platzkonzert ausgesucht: Wegen der besonderen Akustik fiel die Wahl auf das Treppenhaus. Die Zuhörer nahmen gerne in kauf, dass sie dort stehen mussten
Einen ganz besonderen Ort hat sich der Chor unter der Leitung von Manuel Doormann für sein Platzkonzert ausgesucht: Wegen der besonderen Akustik fiel die Wahl auf das Treppenhaus. Die Zuhörer nahmen gerne in kauf, dass sie dort stehen mussten Foto: Malte Samtenschnieder

Die Koordination der zahlreichen Beiträge aus den Bereichen Kunst, Musik und Literatur hatten die Lehrer Manuel Doormann, Sina Haubrock, Charlotta Lax und Barbara Weßelborg übernommen. »Die Idee zu den ›Open Arts‹ ist bereits Ende 2015 entstanden«, sagte Manuel Doormann im Gespräch mit dieser Zeitung.

In der Vergangenheit sei es oft so gewesen, dass es insbesondere in den Wochen vor den Sommerferien viele kleine Veranstaltungen gegeben habe, um einzelnen Gruppen zu ermöglichen, die Ergebnisse aus Unterrichts- oder Projektphasen zu präsentieren.

»Mit diesem Tag der Künste wollten wir diese Angebote bündeln«, sagte der Lehrer. Das sorge zum einen für mehr Freiräume im Terminkalender. »Zum anderen haben Eltern heute nicht nur die Möglichkeit, zu sehen, was ihre eigenen Kinder auf die Beine stellen, sondern auch zu erfahren, was sonst noch an der Schule passiert«, erläuterte Manuel Doormann.

Querschnitt der Arbeit in Kunst, Musik und Literatur

Für musikalische Höhepunkte sorgten verschiedene Gesangs- und Instrumentalgruppen. Aus dem Rahmen fiel insbesondere der Auftritt des Schulchores unter der Leitung von Manuel Doormann. Die besondere Akustik im Treppenhaus verlieh den vorgetragenen Liedsätzen einen einzigartigen Klang. Zu Recht spendeten die Zuhörer den Sängern reichlich Applaus.

Lebhafte Unterhaltung boten verschiedene Angebote aus dem Bereich Theater. So ließen sich die Schüler des Literaturkurses der Q1 bei einer offenen Probe des Theaterstücks »Der Bürger als Edelmann« über die Schulter schauen. Um Spontanität und Improvisation ging es beim Theatersport. Der Blick ins Textbuch spielte bei diesen Akteuren keine Rolle. Stattdessen waren sie auf Impulse aus dem Publikum angewiesen. Herauskam beispielsweise eine skurrile Gedankenreise mit einem Einhorn nach Paris. Hut ab für soviel Einfallsreichtum.

Nicht alle beteiligten Künstler sind anwesend

Ein Großteil der ausgestellten Kunstwerke war bereits im Vorfeld des Aktionstages entstanden – nicht so die Radierungen während eines Tiefdruck-Workshops. »Innerhalb von drei Stunden haben die Teilnehmer zuvor ausgewählte Motive in Plastikplatten geritzt, diese mit Farbe bestrichen und das Ergebnis auf Papier gedruckt«, erläuterte Lehrerin Charlotta Lax.

Nicht alle Schüler, die etwas zu den »Open Arts« beigetragen hatten, waren bei der Veranstaltung anwesend. Zum einen war dies nicht nötig, da die Teilnahme freiwillig war. Zum anderen spielte Videotechnik eine wichtige Rolle. So hatten die Schüler Ergebnisse von Unterrichts- und AG-Sequenzen in Kurzfilmen für die Gäste zusammengefasst.

Insgesamt ergab sich durch die »Open Arts« ein sehr facettenreiches Bild der feinen Künste am Immanuel-Kant-Gymnasium – Wiederholung unbedingt erwünscht.

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