Geschäftsbereichsleiter Andreas Finkel bezieht Stellung Weserklinik will den Dialog

Bad Oeynhausen  (WB/muk). Die Geschäftsführung der Median-Weserklinik in Bad Oeynhausen will an einem Dialog mit Verdi festhalten. Wie am Donnerstag berichtet, hatte die Dienstleistungsgewerkschaft das Ende der zweiten Verhandlungsrunde zur Aufstellung eines Sozialplans bekannt gegeben. Eine neue Gesprächsrunde ist für den 22. Juni vorgesehen.

Zum Stand der Verhandlungen für einen Sozialplan für die Mitarbeiter der Median-Weserklinik äußert sich Geschäftsbereichsleiter Andreas Finkel.
Zum Stand der Verhandlungen für einen Sozialplan für die Mitarbeiter der Median-Weserklinik äußert sich Geschäftsbereichsleiter Andreas Finkel. Foto: Frank Dominik Lemke

Als Geschäftsbereichsleiter Nord-West ist Andreas Finkel für die Median-Weserklinik zuständig. »Wir führen derzeit offene und sachliche, aber nicht immer einfache Verhandlungen bei denen wir – auch wenn es länger dauert – zu einem rechtskonformen Sozialplan finden«, schreibt Finkel in einer Stellungnahme. Dies erfordere von »allen Gesprächspartnern ein genaues Abwägen von Wunsch und Wirklichkeit«.

Hohe Forderungen und Erwartungen, so schreibt Finkel, seien in der Sache wenig hilfreich. »Fakt ist, dass wir eine Klinik schließen müssen, weil sie wirtschaftlich nicht mehr tragbar war. Da ist dann auch kein Geld mehr da, das verteilt werden kann«, teilt der Klinik-Geschäftsführer mit.

Andreas Finkel trat zugleich »Spekulationen« entgegen, dass es sich bei der Schließung der Weserklinik um eine Konzernstrategie zur Schwächung der Gewerkschaft handele. »Kein Unternehmer schließt einen funktionierenden Betrieb, der Gewinn einbringt, nur um eine Gewerkschaft zu schädigen. Wir haben die schlechte wirtschaftliche Lage der Weserklinik immer wieder dargelegt«, teilt Finkel mit.

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