Polizei sucht mit Sonargerät den Grund des Mittellandkanals nach der Frotheimerin ab
65-jährige Frau bleibt vermisst

Frotheim/Gehlenbeck - WB -

Die Suche nach der vermissten 65-jährigen Frau aus Frotheim ist auch am gestrigen Mittwoch weiter gegangen. Dabei konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, den Grund des Mittellandkanals mit einem Sonargerät abzutasten. Jedoch blieb auch diese Aktion erfolglos.

Mittwoch, 03.02.2021, 15:04 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 17:48 Uhr
Jens Bögeholz hat einen wachsamen Blick auf den Bildschirm des Sonargerätes. Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer wurde gestern der Grund des Mittellandkanals nach der vermissten Frotheimerin abgesucht – erfolglos. Foto: Eva Rahe

„Wir haben alle in Frage kommenden Gebiete mehrfach abgesucht. Von der Vermissten haben wir jedoch keine Spur“, sagte Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer auf Anfrage dieser Zeitung.

Das Boot der Wasserschutzpolizei sucht den Mittellandkanal zwischen Espelkamp-Frotheim und Lübbecke-Gehlenbeck auf dem Abschnitt zwischen den Brücken Diepenauer Straße und Heuweg nach einer Vermissten ab.

Das Boot der Wasserschutzpolizei sucht den Mittellandkanal zwischen Espelkamp-Frotheim und Lübbecke-Gehlenbeck auf dem Abschnitt zwischen den Brücken Diepenauer Straße und Heuweg nach einer Vermissten ab. Foto: Eva Rahe

Mit Hunde- und Reiterstaffel hatte die Polizei das Große Torfmoor von Gehlenbeck bis Frotheim bereits am Montag und am Dienstag durchkämmt. Am Mittwoch wurde die Suchaktion auf dem Mittellandkanal fortgesetzt. Eine Mannschaft der Wasserschutzpolizei überprüfte mit Hilfe Polizeibootes WSP 22 einen Abschnitt zwischen den Brücken an der Diepenauer Straße in Frotheim und dem Heuweg in Lübbecke. Das Boot ist mit einem Sonargerät ausgestattet.

Bevor es losging, warteten die Beamten auf dem Boot immer die vorbeifahrenden Schiffe ab. Sobald der Kanal frei war, fuhr das Suchschiff langsam einen vorgegebenen Bereich ab. „Auf dem Bildschirm sind Unebenheiten oder die Spundwand gut zu sehen“, zeigte Jens Bögeholz von der Wasserschutzpolizei, was er auf dem Monitor des Sonargerätes sehen konnte. Problematisch sei es zum Beispiel, wenn die gesuchte Person schon aufgrund des Schiffsverkehrs von Schlamm bedeckt sei. „Dann kann man sie nicht auf dem Bildschirm sehen.“ Die Stelle, an der man die vermisste Frau vermutet, werde zudem noch mit einer Drohne und Wärmebildkamera abgesucht.

Polizeisprecher Ralf Steinmeyer ergänzte, dass es auf dem Kanal durch die vorbeifahrenden Schiffe auch Strömungen gebe und ein lebloser Körper daher nicht nur in eine Richtung treibe. „Das Suchgebiet ist über einen Kilometer lang.“

Da nunmehr alle sinnvoll erscheinenden Suchmaßnahmen ohne Erfolg blieben und zwischenzeitlich auch keine Hinweise aus der Bevölkerung bei den Beamten eingingen, hat sich die Einsatzleitung schweren Herzens entschlossen, die Suchmaßnahmen vorübergehend auszusetzen. Sobald sich in dem Vermisstenfall neue Ansatzpunkte ergeben sollten, werde die Suche unverzüglich wieder aufgenommen, erklärte Steinmeyer. Er sagte gegenüber dieser Zeitung, dass die Polizei weiterhin Besucher des Moores bittet, die Augen aufzuhalten. Jedoch sollte man nicht die befestigten Wege verlassen, da es in dem Gebiet aufgrund der Niederschläge der vergangenen Tage zahlreiche Wasserflächen gebe.

Bei der Suche nach der vermissten Frau im Großen Torfmoor waren am Dienstag auch 30 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei aus Bielefeld beteiligt.

Bei der Suche nach der vermissten Frau im Großen Torfmoor waren am Dienstag auch 30 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei aus Bielefeld beteiligt. Foto: Andreas Kokemoor

Weil das Fahrrad der 65-Jährigen am Montag auf einem Wanderparkplatz am Großen Torfmoor gefunden wurde, konzentrierte sich die Suche auf das Moor und den Kanal.

Die vermisste Frau ist 1,60 Meter groß, hat schulterlange, graue Haare und eine normale Figur. Wahrscheinlich ist sie mit einem schwarzen Mantel, einer Jeanshose, einem pinkfarbenen Schal und Ohrenschützern bekleidet.

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