Bürgermeister Marcus Püster sieht etliche Herausforderungen für die Gemeinde Schlangen
Projekte für gute Zukunft entwickeln

Schlangen -

Es war ein großer Schritt. Nach 28 Jahren hat Marcus Püster seinen Beruf gewechselt. Seit zehn Wochen ist der Indus­triemechaniker nun Bürgermeister der Gemeinde Schlangen. Als Chef einer kommunalen Verwaltung musste der 44-Jährige gleich zu Beginn viele neue Aufgaben bewältigen. Bereut hat er den Einzug ins Rathaus dennoch bisher keinen Augenblick. Im Gegenteil: „Ich war vorher glücklich und bin es immer noch. Ich freue mich darauf, Ideen und Projekte für Schlangen voranzutreiben“, erklärt Marcus Püster.

Freitag, 08.01.2021, 03:30 Uhr
Seit 1. November ist Marcus Püster neuer Schlänger Bürgermeister. Ein Freund schenkte ihm zum Amtsantritt diesen Schriftzug für den Schreibtisch. Foto: Uwe Hellberg

Schlangen: das bedeutet für Marcus Püster Heimat. Hier besuchte er die Schule, hier trat er mit acht Jahren dem Spielmannszug bei. Später schloss er sich dem Deutschen Roten Kreuz an. Nach zwei Jahren wurde ihm bereits die Einsatzleitung einer DRK-Einheit anvertraut. Verantwortung und Initiative zeigte Püster auch im Jahr 2014. Er gründete den Förderverein für das Freibad und fand gleich 32 Mitstreiter.

Den Weg in die Lokalpolitik fand Marcus Püster im Januar 2009. Er schloss sich der örtlichen CDU an, ein Jahr später zog der Schlänger in den Gemeinderat ein. „Im Juni 2014 bin ich dann gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, einen Ausschuss zu leiten“, erinnert sich Püster. So übernahm er den Vorsitz des Aussschusses für Soziales und Gesellschaft. In 2016 wurde er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes und im April des Jahres zweiter stellvertretender Bürgermeister.

Was Marcus Püster auszeichnet, ist der Wille, gestalten zu wollen. „Es war mitunter nicht einfach mich einzubringen, zeitweise war ich frustriert“, blickt der 44-Jährige zurück. Als bekannt geworden war, dass Ulrich Knorr nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit 2020 in den Ruhestand gehen würde, geriet Püster schnell in die Rolle des möglichen Nachfolgers. Er erinnert sich: „Aus den Reihen der CDU hieß es dann „mach du das mal“, und bei Besuchen wurde ich öfter mit dem Spruch begrüßt „ach, da kommt der neue Bürgermeister.“

Doch erst nach Beratungen mit seiner Familie entschloss sich der Industriemechaniker, tatsächlich bei der Kommunalwahl anzutreten. „Meine Familie bestärkt und unterstützt mich“, so Püster. Und bestärkt darin, dass er der Richtige für den Chefposten im Rathaus sei, haben den 44-Jährigen auch die Bürger mit ihrem Votum: 56,97 Prozent der Stimmen erhielt Püster bei der Stichwahl am 27. September.

Zur Vorbereitung auf die Herausforderungen als Bürgermeister hatte sich Püster über die Konrad-Adenauer-Stiftung fortgebildet. Und der Nachfolger „hospitierte“ nach seiner Wahl auch beim Amtsinhaber: „Ich habe fünf Tage lang stundenweise Ulrich Knorr begleitet“, schildert Marcus Püster. Am 1. November folgte die Schlüsselübergabe am Rathaus. Seitdem hat er selbst viele Termine wahrgenommen und sich Menschen in der Gemeinde vorgestellt.

Bei seiner Antrittsrede in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates hatte Püster schon erklärt, er setze darauf, gemeinsam mit den Ratsherren und -frauen „zielführende Entscheidungen zu treffen, zukunftsfähige Projekte zu entwickeln und diese umzusetzen“. Und davon stehen aus Sicht des neuen Bürgermeisters etliche auf der Tagesordnung. Er sagt: „Wir müssen sehen, dass wir mit der Aufstellung in Sachen Windkraft vorankommen. Bis zum März müssen wir Stellung nehmen zum Regionalplan, der einen Anstieg der Einwohner und viel Potenzial für Schlangen ausweist. Ebenfalls wichtig ist der Glasfaser-Ausbau, und natürlich müssen wir handeln, um nicht zurück in die Haushaltssicherung zu geraten.“

Zur Person

Marcus Püster ist 44 Jahre alt und gebürtiger Schlänger. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker und war 28 Jahre lang beim Unternehmen Weidmüller in Detmold beschäftigt. Püster ist verheiratet. Er und Ehefrau Anne haben drei Kinder. Seit Januar 2009 ist er Mitglied der CDU, 2010 kam er in den Gemeinderat, übernahm in 2016 den Vorsitz der Schlänger CDU und war seit April 2016 zweiter stellvertretender Bürgermeister. Püster ist Vorsitzender des Fördervereins Freibad und Mitglied im Förderverein der Gesamtschule.

...

Bereits in diesem Jahr auf den Weg bringen möchte der „Neue“ auch Projekte wie den Skaterpark, die weitere interkommunale Zusammenarbeit mit Lippspringe und nicht zuletzt die Digitalisierung im Rathaus.

Ganz aktuell bemüht sich Püster darum, eine Herausforderung zu lösen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. „Das Impfzentrum für Lippe ist in der Phoenix- Contact-Arena in Lemgo eingerichtet. Dort sollen auch die Bürger aus Schlangen geimpft werden. Aber: Wie kommen ältere Mitbürger aus unserer Gemeinde nach Lemgo? Wie können wir das organisieren?“, erläutert der Bürgermeister. Senioren hätten schon bei der Gemeinde nachgefragt. Er ist hierzu auch im Gespräch mit anderen lippischen Amtskollegen und hofft, möglichst bald eine Antwort geben zu können.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7755951?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F
Union stürzt in Umfragen ab - Grüne weit vorn
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen.
Nachrichten-Ticker